22.01.2021 13:02 Uhr - 1. Bundesliga - PM Mainz, red

Meenzer Dynamites setzen gegen HSG Bensheim/Auerbach auf "robuste Körpersprache und eigenes Tempospiel"

Ellen Janssen im Hinspiel gegen Lisa FriedbergerEllen Janssen im Hinspiel gegen Lisa Friedberger
Quelle: Axel Kretschmer - Mainz 05
Die Meenzer Dynamites bestreiten am Samstag ihr viertes Spiel innerhalb von elf Tagen - dieses Mal allerdings mit der kürzesten Anreise nach Bensheim.

Die Flames spielen seit 2017 in der höchsten Liga und haben sich mittlerweile etabliert. Zur Zeit rangiert man auf einem 9. Platz mit 14:12 Punkten. Am letzten Spieltag kehrten die Flames mit einer deutlichen 25:35-Niederlage aus Metzingen nach Hause. "Zu viele Fehlwürde und technische Fehler haben uns aus dem Tritt gebracht. Wenn man nur 4 Tore in einer Viertelstunde wirft, ist das zu wenig" so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

"Wir haben uns das Metzingen-Spiel nochmal angeschaut und besprochen. Uns blieben aber auch nur zwei Tage Zeit für die Regeneration und für die Vorbereitung auf Mainz. Das sind zwei Pflichtpunkte gegen Mainz. Mainz hat durch die beiden Siege jetzt ein bisschen Oberwasser. Sie haben gegen Ketsch ein entscheidendes Spiel gewonnen und dann noch in Halle einen draufgesetzt, was viel Selbstvertrauen gibt. Aber wir spielen zuhause und da erwarte ich von meinen Mädels, dass sie die Leistung abrufen und wir die zwei Punkte holen. Darüber brauchen wir nicht diskutieren", so Ahlgrimm im Vorfeld auf die morgige Partie.

"Ich möchte auch einfach, dass wir uns gegen Mainz wieder Selbstvertrauen holen. Wir sind gut, wir haben aber immer noch Höhen und Tiefen und haben die Konstanz einfach noch nicht, das immer abzurufen, Daran müssen wir arbeiten und das Abstellen. Ich erwarte von allen, dass sie gegen Mainz alles dafür tun, damit wir die zwei Punkte holen. Das muss der Anspruch sein, den wir haben", so Ahlgrimm weiter.

Dynamites-Trainer Florian Bauer hat das Hinspiel noch gut in Erinnerung, war es doch sein erster Auftritt in der ersten Liga. Damals stand es 10:19 zur Halbzeit. Ursache waren zu viele technische Fehler, Abspracheprobleme in der Abwehr und eine mangelnde Chancenverwertung. Die zweite Halbzeit lief besser, trotzdem stand es am Ende 22:34.

Gerade daran haben die Dynamites in den letzten Wochen gearbeitet und sich stark verbessert - das zeigen die beiden Erfolge gegen Ketsch und Halle-Neustadt. "Wir müssen uns auf eine gut eingespielte Truppe mit drei Rechtshänderinnen einstellen. Wir werden uns eine entsprechende taktische Marschroute überlegen und versuchen, so zu agieren, dass wir die Flames vor schwierige Aufgaben stellen. Über eine robuste Körpersprache und eigenes Tempospiel ist es Ziel, unser Spiel weiter zu entwickeln", so Florian Bauer.

Die Flames richten aber ihr Augenmerk nicht nur auf die Torschützen, sondern vor allem auf ihr eigenes Spiel, um wieder in die erfolgsspur zurückzufinden und die Basis für die nächsten schweren Aufgaben in der Liga zu legen. "Es kommen jetzt viele wichtige Spiele. Wir dürfen Mainz nicht unterschätzen und dies werden wir auch nicht tun. Aber die klare Ansage ist, diese zwei Punkte zu holen", gibt Heike Ahlgrimm die einzige Zielrichtung vor und erwartet auch eine Reaktion auf das Mittwochspiel in Metzingen. Verzichten muss sie weiterhin auf Leonie Kockel und Dionne Visser, die sich in Metzingen eine Zerrung im Knie zugezogen hat. Eine genaue Diagnose steht erst nach dem MRT fest.

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