17.01.2021 13:57 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HC Rödertal setzt gegen VfL Waiblingen "den Matchplan nicht um"

2 Tore: Lara Steglich2 Tore: Lara Steglich
Quelle: Lutz Weidler,HCR
Der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz hatte schon vor der Partie seines Teams beim Tabellenletzten HC Rödertal von einer undankbaren Aufgabe gesprochen und keine Gala erwartet. Nach Anlaufschwierigkeiten erhöhte Waiblingen die Chancenverwertung und kehrte am Ende mit einem sicheren 29:25-Sieg (13:11) zurück von den Rödertalbienen zurück. Dabei ragte Mariel Wulf heraus, die im zweiten Durchgang gleich neun Mal für den VfL Waiblingen traf.

Die Tigers aus Waiblingen agierten von Beginn an im Angriff variantenreicher und schneller. Die HC-Abwehr konnte die VfL-Spielerinnen daher meist nur auf Kosten von Siebenmetern und Zwei-Minuten-Strafen stoppen. Insgesamt fünfmal spielten sie in den ersten 20 Minuten in Unterzahl. Dennoch lag der Gastgeber bis zum 7:5 immer mit ein bis zwei Toren in Führung. Das lag einerseits an Rödertals Torhüterin Ann Rammer, die die ersten drei Waiblinger Siebenmeter parierte, andererseits spielte der VfL seine Überzahlsituationen auch nicht sauber genug aus.

Erst nach 18 Minuten drückte sich die spielerische Überlegenheit des VfL auch in Zahlen aus. Julia Schraml traf je zwei Mal per Siebenmeter und aus dem rechten Rückraum, auf der halblinken Seite trat Altina Berisha erfolgreich auf. Der HCR stellte um und nahm nun Spielmacherin Hagen in Pressdeckung. Bis zur Halbzeit hatte der VfL das Ergebnis auf 13:11 gedreht.

Im zweiten Durchgang drängte Waiblingen auf eine schnelle Vorentscheidung. Beim HC Rödertal häuften sich indes die technischen Fehler, das Überzahlspiel wurde mehrmals viel zu überhastet erfolglos. Der VfL-Trainer Thomas Zeitz hatte die Rückraumformation umgestellt, nun spielte die junge Mariel Wulf auf der halblinken Position - und machte eine überragende Partie mit neun Toren im zweiten Abschnitt. Gegen ihre knallharten Würfe war die Rödertaler Abwehr inklusive Torhüterin überfordert. Knapp neun Minuten nach Wiederbeginn war der VfL auf 20:13 davongezogen und die Vorentscheidung gefallen.

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Da konnte sich das VfL-Team im restlichen Spielverlauf auch noch eine ungewohnt hohe Anzahl an technischen Fehlern und vergebenen Tormöglichkeiten leisten. Rödertal kam nur noch auf vier Tore Rückstand heran. Unter dem Strich löste Waiblingen die Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten zwar ohne großen Glanz, aber doch sicher.

"Wir sind in der ersten Halbzeit in Führung und agieren dann kopflos. Besonders unsere Leistung während der 6:4-Überzahl ärgert mich maßlos. Die Spielerinnen setzten den Matchplan nicht um und verloren dann die Ordnung. Die Mannschaft muss mehr Herz zeigen", bilanzierte HCR-Coach Karsten Schneider.

HC Rödertal: R. Nühse, Rammer;
Förster (3), S. Nühse (3), Höbbel, Eckart (3), Tauchmann (1), Steglich (2), Novotna (1), Ciolan (3), Loehnig, Ronge (6/3), Frankova (2), Huth, Böttcher (1)

VfL Waiblingen: Zec, Meißner;
Tietjen (1), Nagler, Teixiera da Silva, Schraml (4/2); Hagen (4), Wulf (9), Hammer (1), Smits, Padutsch (2), Berisha (3), De Bellis (2), Ridder (2), Jäger (1)

Siebenmeter 3/4 ; 2/6
Strafminuten: 12/8


Spielverlauf:
2:1 (5.), 4:3 (10.), 6:4 (15.), 7:8 (20.), 9:11 (25.), 11:13 (HZ),
12:17 (35.), 14:20 (40.), 16:21 (45.), 19:24 (50.), 21:26 (55.), 25:29 (EN)