17.01.2021 09:29 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Marketa Jerabkova überragend: Thüringer HC gewinnt "Kampfspiel" gegen HSG Bad Wildungen Vipers

Marketa Jerabkova war einmal mehr die herausragende Akteurin: Sie traf 14-mal gegen die Vipers.Marketa Jerabkova war einmal mehr die herausragende Akteurin: Sie traf 14-mal gegen die Vipers.
Quelle: Thüringer HC
Mit zwei Punkten kehrte Frauen-Bundesligist Thüringer HC gegen die HSG Bad Wildungen Vipers nach einem 31:24 (15:13)-Auswärtsspiel nach Thüringen zurück. Lange konnte sich der Thüringer HC nicht gegen die auf Augenhöhe mithaltenden Vipers absetzen, um den Sieg frühzeitig sicher zu machen. Erst in der Schlussphase der zweiten Halbzeit sicherten sich die Thüringerinnen nach einen 6:0-Lauf die deutliche Führung gegen die Nachbarn aus Hessen. Sieben Treffer erzielte Munia Smits als beste Werferin für die Gastgeberinnen. Die tschechische Nationalspielerin Marketa Jerabkova netzte 14-mal ins gegnerische Tor ein.

Die Vipers begannen druckvoll im Angriff gegen den Thüringer HC, die mit einer starken Abwehr begannen und durch Balleroberung in Führung gehen konnten. Die Gäste, offensiv aufgestellt, ließen keine Zweifel daran, die Punkte mit nach Thüringen nehmen zu wollen. Auf die 3:1 - Führung aus Sicht der Thüringerinnen reagierten die Vipers und erzielten mit zwei schnellen Treffern das Unentschieden.

Bis zur 8. Minute erarbeitete sich der THC wieder ein Dreitorepolster (4:7), Tessa Bremmer nahm das Team Timeout für die Vipers. Vor allem die technischen Fehler des THC bestraften die Vipers umgehend und schafften den 8:8-Ausgleich. Bis Mitte der ersten Spielhälfte agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe.

Dem Führungstreffer des Thüringer HC folgte jeweils der Ausgleich der HSG Bad Wildungen, bis in der 17. Minute Beate Scheffknecht zu ungenau den Ball platzierte. Ein schneller Gegenstoß brachte die 10:9-Führung für die Heimmannschaft. Knapp zwei Minuten später holte der Thüringer HC die Führung zurück.

Zu viele eigene Fehler und Ungenauigkeiten aufseiten der Müller-Sieben verhinderten, dass sich die Gäste mit mehr als vier Toren absetzen konnten (11:15). Dazu kamen noch Pech von der Strafwurfwurflinie und eine Manuela Brütsch im Vipers-Tor, die einige Großchancen des THC entschärfte. Mit einem knappen 13:15 verabschiedeten sich die Mannschaften in die Halbzeitpause.



Offensiv kamen beide Mannschafte aus der Kabine. Schon zu Beginn der 2. Halbzeit kassierte Jana Scheib die Rote Karte für die Vipers, unglücklich versuchte sie Emma Ekenman Fernis im Tempogegenstoß zu stoppen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Marketa Jerabkova zum 13:17. Im Tor zeigte Petra Blazek mehrfach ihr Können und parierte sicher gegen die Gastgeberinnen.

Mit schnellen Aktionen im Umschaltspiel gelang es den Vipers die Führung zu verkürzen. In der 45. Minute der Ausgleich, Munia Smits netzte von der Strafwurflinie zum 23:23 ein. Es war der vierte Treffer der HSG Bad Wildungen in Folge. Der THC hielt gegen und ließ sich die Führung nicht nehmen. Einer tollen Parade von Petra Blazek war es in der 47. Minute zu verdanken, dass Munia Smits ihren ersten Strafwurf nicht im THC-Tor unterbrachte.

Für den THC setzte sich das Auf und Ab aus den letzten Bundesligapartien fort. Zu wenig Konstanz über einen längeren Zeitraum im Spiel verschafften den Gegnerinnen zu viele Ballgewinne und Tormöglichkeiten. Acht Minuten vor dem Abpfiff lagen die Thüringerinnen mit zwei Toren vorn - 24:26.

Mit ruhigen Spielaufbau und dem Spiel mit leerem Tor versuchten die Bad Wildungerinnen in dieser Phase eine doppelte Unterzahl zu kompensieren. Dem THC gelang in diesen zwei Minuten leider nur ein Treffer. In der Schlussphase fanden mehr Bälle den Weg ins Tor der Hessinnen und innerhalb von sieben Minuten baute der THC eine Sechstoreführung auf (24:30).



Damit war das Spiel anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff zugunsten des THC entschieden. Eine Niederlage hätte sich der Thüringer HC in der Ense-Halle auch nicht erlauben dürfen, wenn man das Ziel der internationalen Startplätze in der kommenden Saison im Blick behalten wollte. Den Schlusspunkt setzte Emma Ekenman Fernis mit dem Treffer zum 24:31-Endstand.

THC-Trainer Herbert Müller meinte nach dem Spiel: "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Mit 31:24 ist er auch noch in der Höhe deutlich ausgefallen, obwohl es ein sehr enges Kampfspiel war, was über weite Strecken recht unkonstant verlaufen ist. Alles, was heute gezählt hat, waren die beiden Punkte und damit sind wir sehr glücklich und zufrieden."

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