15.01.2021 12:14 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Freiburg will eggen Werder Bremen "normalen Handball spielen"

Ralf Wiggenhauser Ralf Wiggenhauser
Quelle: HSG Freiburg
Für die Handballerinnen steht die weiteste Auswärtsreise der Saison an. Am Samstag, 16.01.2021, sind die Bremerinnen um 20 UHr zu Gast bei der HSG Freiburg. Bereits am Freitag machen sich die Grün-Weißen auf den Weg in Richtung Süden, vor dem wichtigen Duell bei den "Red Sparrows".

Das bisher einzige Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften verloren die Red Sparrows vor unglaublicher Kulisse - 887 Zuschauer in der ausverkauften Wenzinger Sporthalle - mit 20:24. Beste Akteurin der Freiburgerinnen damals war Nadine Czok (sieben Tore, davon fünf Siebenmeter), welche in diesem Jahr zu absoluter Hochform aufläuft. In den zwei Spielen des Jahres 2021 erzielte sie insgesamt bereits 20 Tore, zwölf davon vom Siebenmeter. Topscorerin bei den Werderanerinnen ist Nina Engel. Die erst 17-jährige Rechtsaußen konnte diese Saison bereits 51 Tore verbuchen.

Bei Werder stehen 5:1 Punkte aus den letzten drei Spielen auf dem Konto. Eine Ausbeute, die für ordentlich Selbstvertrauen sorgt. Doch Werder-Trainer Robert Nijdam warnt davor den kommenden Gegner, der seit fünf Spielen auf einen Erfolg wartet zu unterschätzen: "Freiburg ist gefährlich, sie hatten viele knappe Ergebnisse." Bremen muss also in Freiburg auf der Hut sein und die Schwächephasen im Spiel bei der HSG weiter minimieren.

Wie wichtig das Spiel ist, zeigt auch ein Blick auf die Tabelle, denn dort geht es weiterhin verdammt eng zu. Werder steht mit 6:16 Punkten weiterhin auf dem 12. Tabellenplatz, drei Zähler vor Freiburg. Kirchhof und Wuppertal liegen vor dem SV Werder, ebenfalls mit sechs Punkten, acht Punkte hat der TSV Nord Harrislee auf Platz 9 bislang gesammelt. Nijdam will mit einem Sieg seiner Mannschaft die Abstiegsplätze verlassen: "Wir wollen immer gewinnen, egal wer der Gegner ist. Die Tabelle ist sehr eng, mit einem Sieg in Freiburg könnten wir in der Tabelle daher einen Schritt nach vorne machen."

Von einem Abstiegskampf möchten die Red Sparrows allerdings aktuell nichts wissen: "Wir werden den Druck vor dem kommenden Spiel rausnehmen. Mit so einer Leistung wie in der zweiten Halbzeit gegen Wuppertal brauchst du dich nicht über Klassenerhalt unterhalten. Es geht jetzt erstmal wieder darum, normalen Handball zu spielen. Unser Ziel ist es, dass wir in unserem Spiel wieder klar werden, unabhängig vom Gegner", so Trainer Ralf Wiggenhauser.

Die vergangenen Wochen waren sehr ernüchternd für die Freiburgerinnen. Gegen die beiden sich ebenfalls im Abstiegskampf befindenden Mannschaften aus Kirchhof und Wuppertal verloren die Red Sparrows mit 22:23 (13:9) und 23:32 (11:11). Dass man diese beiden Niederlagen einstecken musste, lag vor allem am Leistungsabfall in der zweiten Halbzeit.

"Der Leistungsabfall ist natürlich offensichtlich. Wir rätseln selber über die Gründe und würden es abstellen, wenn wir sie wüssten. In der Summe waren diese beiden Spiele natürlich sehr ernüchternd und da müssen wir jetzt natürlich erstmal auf uns schauen und unsere Hausaufgaben machen!", so Wiggenhauser im Vorfeld der Partie.

Personell wird Nijdam in Freiburg auf Malin Pods verzichten müssen. Aufgrund eines Corona-Falls im beruflichen Umfeld der Spielerin wird Pods aus Vorsorgegründen nicht mit der Mannschaft nach Freiburg reisen. Dabei sein wird allerdings Jordis Mehrtens. "Jordis ist zurück im Kader und wird sich mit warmmachen, für einen Einsatz ist es allerdings noch zu früh", so Nijdam über die Rückkehr der Kreisläuferin in den Kader.

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV