15.01.2021 11:23 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg will Leverkusener Serie stoppen

Nur Julia Renner kennt beim VfL einen Sieg gegen LeverkusenNur Julia Renner kennt beim VfL einen Sieg gegen Leverkusen
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Es wäre wieder einmal an der Zeit: Rund sechs Jahre (21.09.2014) liegt er zurück, der letzte Heimsieg der Oldenburger Bundesliga-Handballerinnen gegen den TSV Bayer Leverkusen. 850 Zuschauer erlebten am dritten Spieltag der Saison 2014/15 den klaren 34:26-Erfolg des VfL in der heimischen EWE-Arena mit - bei dem mit Torhüterin Julia Renner nur eine Spielerin des heutigen Kaders dabei war. Doch auch mit neuen Mitspielerinnen und ohne die damals so lautstarken VfL-Fans will Renner mit ihrem Team am Sonntag, 17. Januar, 16.30 Uhr, die Sieglos-Serie beenden.

Einen ungünstigeren Zeitpunkt dafür hätten sich die Oldenburger Frauen aber wohl kaum aussuchen können, schließlich sind die Gäste aus Leverkusen so etwas wie die "Mannschaft der Stunde", die mit ordentlich Rückenwind in die Huntestadt reisen. Unter Trainer Martin Schwarzwald, der das Team zu Beginn der EM-Pause im November übernommen hat, ist die Mannschaft noch ungeschlagen, gewann zuletzt vier Spiele in Folge. Am Mittwochabend feierte das Team mit dem 30:21-Erfolg beim 1. FSV Mainz 05 den höchsten Auswärtssieg der Saison und hat sich auf Tabellenplatz fünf vorgeschoben (16:8 Punkte).

"Sie haben derzeit ein unheimliches Selbstvertrauen", findet Oldenburgs Coach Niels Bötel, der die Leverkusener Erfolge genau beobachtet hat. Durch einige Ausfälle - darunter auch der von Neuzugang Maria Lopez - sei es ihm aber nicht ganz so leichtgefallen, eine Taktik für Sonntag zu erarbeiten. "Es wird wohl ein wenig eine Wundertüte sein, welche Spielerinnen am Ende auflaufen werden."

Den Fokus in der Vorbereitung legt Bötel ohnehin auf seine eigene Mannschaft. "Wir wollen gegen Leverkusen natürlich etwas holen. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Kampf annehmen", sagt er. Mut macht ihm bei diesem Vorhaben die Abwehrleistung der vergangenen Begegnungen. "Wir haben eigentlich in allen Saisonspielen gezeigt, dass wir defensiv gut stehen", meint der VfL-Trainer.

Für Sonntag werde es wichtig sein, den Leverkusener Rückraum, samt Zusammenspiel mit dem Kreis in den Griff zu bekommen. "Die Spielerinnen genießen dort eine sehr gute Ausbildung, sind stark im eins gegen eins." Und auch die Außenspielerinnen dürfe man nicht außer Acht lassen. "Was Leverkusen draufhat, haben sie beim Auswärtssieg beim Thüringer HC gezeigt. Sie werden sicherlich um die Europacup-Plätze spielen."

Nicht nur bei Leverkusen, auch beim VfL aus Oldenburg gibt es noch Fragezeichen hinter dem Einsatz einiger Spielerinnen. Nach der englischen Woche zum Jahreswechsel plagen sich noch einige VfL-Akteurinnen mit kleineren Verletzungen herum, Rückraumspielerin Kathrin Pichlmeier fiel zuletzt für das Spiel in Buxtehude aus. "Es ist in dieser Woche noch einmal auf die Belastungssteuerung im Training angekommen", verrät Niels Bötel. Auch Martin Schwarzwald gab seinem Team nach dem jüngsten Sieg spontan frei "zum Durchschnaufen".

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