15.01.2021 10:36 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Meenzer Dynamites wollen gegen Kurpfalz Bären "deutlich körperbetonter im Angriff agieren"

Julie JacobsJulie Jacobs
Quelle: Axel Kretschmer - Mainz 05
2015 wurde aus den Ketscher Bären die Kurpfalz Bären und bereits nach der ersten Saison war der Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt. "Die Marke ´Kurpfalz-Bären´ soll in absehbarer Zeit die Spitzenposition im weiblichen Handball in der Metropolregion Rhein/Neckar einnehmen", so der Verein, der insgesamt bereits elf Nationalspielerinnen ausgebildet hat. 2019 erfolgte der vierte Aufstieg in die erste Bundesliga. Die Mannschaft ist, bis auf Carmen Moser, zusammengeblieben und daher weitgehend gut eingespielt.

Letzten Samstag, am 13. Spieltag, konnten die Bären gegen FAG mit einem 25:23 zu Hause ihren ersten Sieg in der Saison feiern. Zuvor gab es in zwölf Spielen Niederlagen, die aber öfters knapp ausfielen. Mit Cara Reuthal (52), Saskia Fackel (43), Lara Eckhardt(39), Sophia Sommerrock (36), Rebecca Engelhardt (31) verfügt die Mannschaft über ein Repertoire an vielfältigen Torschützinnen.

Ketschs Coach und Geschäftsführer Adrian Fuladdjusch fühlte sich nach den 60 Minuten nach dem ersten Sieg nach 13 Monaten "wie durch den Fleischwolf" gedreht. Trotz aller Feierlichkeiten und Freude trat er sogleich auf die Euphoriebremse: "Nächste Woche müssen wir gegen Mainz nachlegen, sonst hat der Sieg heute nichts gebracht."

Für die Dynamites wird das Heimspiel neue Herausforderungen bringen: Die Kurpfalz Bären spielen eine sehr aggressive, offensive 3:2:1-Deckung und haben dadurch schon einigen Teams Schwierigkeiten bereitet. Zudem agiert man im Angriff oft mit der siebten Feldspielerin - eine Maßnahme, die oft zum Erfolg führte. "Die Mannschaft, die die Nerven besser im Griff haben wird, wird am Ende siegreich sein", so die Vorhersage von Bären-Trainer Adrian Fuladdjusch.

Der Mainzer Trainer Florian Bauer erwartet denn auch von seiner Mannschaft eine Leistungssteigerung: "Das letzte Spiel gegen Leverkusen war nicht das, was wir können. Wir müssen gegen Ketsch deutlich körperbetonter im Angriff agieren, immer wieder auch dorthin gehen, wo es weh tut. Wir müssen es schaffen, die offensiv, aggressiv spielende gegnerische Abwehr läuferisch zu beschäftigen, auch viel Bewegung ohne Ball zu performen, um so konsequent in die sich auftuenden Lücken zu stoßen. Ich erwarte auch, dass wir bis zum Ende daran arbeiten, unsere Chancen zu verwerten. Wir wissen um die Bedeutung, aber auch um die Schwere der Aufgabe - sind aber dennoch zuversichtlich, dass wir am Sonntag all das auf die Platte bringen, was wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben."

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