14.01.2021 10:55 Uhr - 1. Bundesliga - red

"Heimsieg in der Fremde": Bayer Leverkusen schlägt FSV Mainz 05

Die "Werkselfinnen" um Jennifer Kämpf holten den vierten Sieg unter Trainer SchwarzwaldDie "Werkselfinnen" um Jennifer Kämpf holten den vierten Sieg unter Trainer Schwarzwald
Quelle: Jörg Dembinski
Mit dem bisher höchsten Auswärtssieg in dieser Saison haben die Werkselfen des TSV Bayer Leverkusen ihrem Trainer Martin Schwarzwald eine Art "Heimsieg in der Fremde" beschert. Der 34 Jahre alte A-Lizenzinhaber, der erst seit Anfang Dezember in Leverkusen auf der Trainerbank sitz und derzeit noch in Mainz wohnt, konnte sich neben einer kurzen Anreise über einen verdienten 30:21-Sieg bei Schlusslicht Mainz 05 sowie darüber hinaus über den Ausbau seiner persönlichen Erfolgsserie auf 8:0-Punkte freuen.

"In der Anfangsphase haben wir noch im Angriff zu viel liegen gelassen, uns aber immer dann immer mehr ins Spiel reingearbeitet", so Schwarzwald über den Beginn der Partie, als die "Meenzer Dynamites" den Elfen bis Mitte der ersten Hälfte Paroli bieten konnten.

Doch die bisher gute Abwehrleistung der Werkself stimmte auch in Mainz, die auf die angeschlagene Mariana Lopes in Gänze verzichteten. Bereits zur Pause hatten sich die Gäste mit einer 15:9-Führung etwas absetzen konnten.

Florian Bauer, Trainer des FSV Mainz 05, zeigte sich dann doch enttäuscht: "Wir haben es eigentlich nur 15 Minuten geschafft, eine höhere Ballgeschwindigkeit zu realisieren und druckvoll zu agieren. Wir haben dann versucht, aus dem Stand heraus zu spielen, zu viele Fehler gemacht und uns dadurch selbst schon vor der Halbzeit in eine ungünstige Ausgangssituation gebracht". Schwarzwald packte in Mainz die Gelegenheit beim Schopf und gab vor allem den jungen Spielerinnen viel Spielpraxis. Sei es die im rechten Rückraum mit sieben Tore erfolgreichste Werferin Lilli Holste oder auch Kim Hinkelmann und Jennifer Kämpf, die ihren Job über nahezu 60 Minuten ebenfalls gut ausfüllten.

So war nach dem Wechsel die Vorentscheidung zugunsten der Gäste recht schnell gefallen. Mit einem Zwischenspurt zogen die Elfen von 21:14 auf 27:14 (45.) davon und ließen bis zum Ende nichts mehr anbrennen.

"Wir haben heute einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Das gilt auch für unser Tempospiel. Wenn ich der Mannschaft überhaupt einen Vorwurf machen kann, dann die nicht konsequente Chancenverwertung sowie die letzten etwas fahrigen zehn Minuten. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Es war ein gutes Spiel mit einem verdienten Sieg", so Schwarzwald abschließend.

Florian Bauer sagte nach der Begegnung, dass bei seinem Team besonders der Kopf im Weg stand. " In zu vielen Aktion waren wir gehemmt oder blockiert. So können wir nicht auftreten ? das müssen wir so schnell wie möglich lösen. Wir müssen es mehr schaffen, durch eine effektivere Vorwärtsbewegung auch einmal eine Spielerin zu überlaufen, so dass wir Raum schaffen", erklärte der Übungsleiter.

Dies sei gerade im Hinblick auf das kommende Spiel gegen Ketsch noch wichtiger . "Ansonsten müssen wir dann wieder im Kopf frei sein, wir wissen was dann kommt - das müssen wir einprogrammieren"

FSV Mainz 05: N. Kolundzic, Janssen; Gangel (1), Dorsz (2), Michailidis, Hampel (2), Hartstock, Schulze, Jacobs (6/5), Adeberg (1), Grossheim, Burkholder (5), Fischer, T. Kolundzic (2), Klobucar (2)

TSV Bayer 04 Leverkusen: Fehr, Graovac; Thomaier, Jurgutyte (3), Hinkelmann (2), Sprengers (4), Holste (7), Souza (3), Kämpf (2), Bruggeman (1), Polsz, Einarsdottir (2), Huber (6/1), Cormann

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