11.01.2021 11:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM Flames Handball, red

HSG Bensheim/Auerbach gewinnt "denkbar knapp" gegen Union Halle-Neustadt

Lisa FriedbergerLisa Friedberger
Quelle: Andrea Müller, Flames
Nach der Kür folgt die Pflicht. Nach dem überraschenden Auswärtssieg am Mittwoch beim Thüringer HC, sollte für die Flames der HSG Bensheim/Auerbach gegen den SV Union Halle-Neustadt in der Handball Bundesliga Frauen (HBF) der Pflichtsieg kommen. Das favorisierte Team von Trainerin Heike Ahlgrimm setzte sich am Ende gegen den Aufsteiger knapp mit 23:22 (14:12) durch und feierte den zweiten Sieg im zweiten Spiel des neuen Jahres. Erfolgreichste Torschützin bei den Flames war Lisa Friedberger mit 8/3 Toren, bei den Wildcats aus Halle war Cecilie Woller mit 6 Treffern beste Schützin.

"Nach so einer Energieleistung am Mittwoch beim Thüringer HC war es absolut klar, dass heute dieses Spiel rauskommt. Wir haben von Anfang an gesagt, dass Halle kein normaler Aufsteiger ist. Sie haben eine richtig gute Mannschaft und bisher fleißig Punkte gesammelt und hatten heute nichts zu verlieren. Wir hatten heute eine ganz andere Rolle, denn wir waren heute Favorit und wir haben viele Dinge einfach verkehrt gemacht. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass uns der Mittwoch noch in den Knochen gesteckt hat. Das ist keine Entschuldigung, denn wir haben einfach zu viele Fehler gemacht", so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

"Wir haben in der entscheidenden Phase hundertprozentige nicht reingemacht und von daher können wir uns auch nicht beschweren, dass es so ausgegangen ist. Es war denkbar knapp, aber es ist schön, dass wir uns hier auf Augenhöhe begegnet sind. Vor zwei Jahren waren wir schon mal hier und haben wesentlich höher verloren. Von daher ist es schon einmal ein besseres Ergebnis", so Wildcats-Coach Jan-Henning Himborn, der ergänzt: "Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. In der entscheidenden Phase machen wir halt die 100%igen nicht rein und das ist dann auschlaggebend."

Es war das erwartet schwere Spiel, vor dem Flames-Coach Heike Ahlgrimm ihre Schützlinge im Vorfeld gewarnt hatte. Es dauerte fast drei Minuten bis Alicia Soffel den ersten Treffer des Spiels erzielte. Lisa Friedberger zweimal per Siebenmeter und Sarah van Gulik erhöhten auf 4:0 (5.). Nachdem Swantje Heimburg die Gäste nach sieben Minuten auf die Anzeigetafel brachte, sollte Helena Mikkelsen sogar zum 4:4 (10.) ausgleichen. Isabell Hurst für die Flames und erneut Helena Mikkelsen für die Wildcats trafen zum 5:5 (11.). Dies sollte der letzte Ausgleich in diesem Spiel bleiben. Die Flames setzten sich auf drei Tore zum 8:5 (15.) ab.

Weiterlesen unter der Werbung




Wildcats-Coach Jan-Henning Himborn reagierte mit einem Team-Timeout und sein Team kam wieder bis auf ein Tor heran. Am Ende rettete Bensheim ein 14:12 in die Pause. "Wir haben viele technische Fehler gemacht, Abspielfehler, Fangfehler, aber wir haben auch wahnsinnig viel verworfen und können uns dann auch bei Jessi bedanken, die am Ende zwei entscheidende Dinger hält. Nichtsdestotrotz haben wir das ganze Spiel geführt und haben dann auch verdient gewonnen", so dann auch Heike Ahlgrimm in ihrem Resümee. "Wir haben 14:8 Punkte, wer hätte das gedacht?"

Auch im zweiten Abschnitt führten die Flames meistens mit zwei oder drei Toren, konnten sich aber nicht vorentscheidend absetzen. Beim 19:18 (47.) durch Cecilie Woller waren die Wildcats wieder bis auf ein Tor dran, einen verworfenen Siebenmeter von Helena Mikkelsen und eine weitere Parade von Jessica Kockler brachte den Flames dann aber das vorentscheidende 23:20.

Die Partie Re-Live auf Sportdeutschland.TV