09.01.2021 10:30 Uhr - 2. Bundesliga - PM VfL, red

VfL Waiblingen "zufrieden" nach Derbysieg gegen Nürtingen

Der VfL Waiblingen feiert im Derby einen 29:21-Sieg gegen Nürtingen.Der VfL Waiblingen feiert im Derby einen 29:21-Sieg gegen Nürtingen.
Quelle: VfL Waiblingen
Mit dem 29:21-Sieg (15:12) im Lokalderby gegen die TG Nürtingen startete der VfL Waiblingen erfolgreich ins neue Jahr. Was vom Endstand her nach einer klaren Angelegenheit aussieht, war jedoch 50 Minuten lang ein enges Spiel. Die Waiblinger "Tigers" stehen nun auf Platz sechs der Zweitligatabelle, Nürtingen auf Platz sieben.

Die TG Nürtingen reiste ohne ihre beiden mit Zweitspielrecht ausgestatteten Metzinger Rückraum-Spielerinnen Laetitia Quist und Katarina Pandza an, da der Erstligist am Wochenende selbst im Einsatz gegen die Neckarsulmer Sport-Union ist. Dennoch - oder gerade deswegen - tat sich der VfL schwer.
"Da haben wir wohl zumindest im Unterbewusstsein etwas Konzentration missen lassen und unsere Angriffsaktionen öfters zu schnell abgeschlossen", befand "Tigers"-Coach Thomas Zeitz nach dem Spielende.

In der Waiblinger Staufer-Halle entwickelte sich anfangs eine abwechslungs- und torreiche Partie, in der der Gastgeber das spielerisch bessere Team war und immer wieder bis zu drei Tore vorlegte. Durch überhastete Aktionen und ausgelassene Tormöglichkeiten seitens des VfL konnten die Nürtingerinnen jedoch immer wieder aufschließen.

Saskia Wagner gelang nach 19 Minuten der 9:9-Ausgleich. Das lag neben der geringen Wurfausbeute der Tigers von den Außenpositionen und von Halbrechts auch an mehreren Paraden der TG-Keeperin Christine Hesel.



Die anschließende Auszeit von Zeitz zeigte die gewünschte Wirkung für Waiblingen: Der VfL zog beim 13:9 erstmals auf vier Tore davon, auch weil die eingewechselte Altina Berisha eine makellose Wurfausbeute hinlegte und Lulu De Bellis vom Siebenmeterstrich eiskalt einnetzte. Doch anschließend vertändelte die Heimmannschaft erneut einige Angriffe, Nürtingen rückte bis zum Pausenpfiff wieder auf drei Tore heran.

Nach der Pause legte das Team gleich mit zwei weiteren Treffern durch Lea Schuhknecht und Lisa Wieder zum 14:15-Anschluss nach. Doch wieder konnte sich der VfL befreien, unter anderem weil nun Tanja Padutsch mehrmals von Rechtsaußen traf. Zudem zeigten die Positionswechsel im Waiblinger Rückraum zwischen Caren Hammer, Spielgestalterin Sinah Hagen, Vanessa Nagler und Altina Berisha ihre positive Wirkung.

Waiblingen zog wieder auf vier Treffer Abstand davon. Doch der Widerstand der Gäste war immer noch nicht gebrochen. Auch wenn die Nürtingerinnen in nahezu jedem Angriff in Zeitspielnot gerieten, fanden sie doch noch die Lücke. Neuneinhalb Minuten vor dem Schlusspfiff war die Nürtingen beim 21:22 wieder dran.

Anschließend schwanden bei der TG die Kräfte, bis zum Schlusspfiff gelang Nürtingen kein Treffer mehr. Der VfL indes legte noch einen 7:0-Lauf zum 29:21-Sieg hin.

"Wir haben fast 50 Minuten lang das Maximale herausgeholt, was ohne Laetitia und Katarina möglich ist", befand Nürtingens neuer Coach Simon Hablizel in der Analyse. "Aber wir mussten das ganze Spiel über immer wieder Rückstände von drei bis vier Toren aufholen. Da fehlten uns am Ende einfach die Kräfte."

VfL-Coach Thomas Zeitz sah wegen der lang gespielten Angriffe von Nürtingen "ein schwieriges Spiel für uns. Da haben wir oft zu unkonzentriert agiert. Andererseits bin ich zufrieden, dass das Team ein solches Spiel nach fast fünf Wochen Spielpause am Ende doch noch klar nach Hause bringt, wenn auch um drei bis vier Treffer zu hoch."