07.01.2021 12:56 Uhr - 1. Bundesliga - red

"Zwei Punkte, mit denen wir nicht gerechnet haben": Heike Ahlgrimm zum Auswärtscoup der HSG Bensheim/Auersbach

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: © Andrea Müller
Einen eindrucksvolleren und besseren Start ins neue Jahr hätten die HSG Bensheim/Auerbach nicht haben können. Nach fast sechswöchiger Spielpause, bedingt durch die EM in Dänemark und der 14-tägigen Quarantäne nach einem positiven Corona-Fall in der Mannschaft, landeten die Flames einen Überraschungscoup und siegten verdient beim siebenfachen Deutschen Meister und amtierenden Pokalsieger Thüringer HC mit 32:28 (16:12)

Gerade mal zwei Trainingseinheiten nach der Quarantäne blieben Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm, um ihr Team auf das schwere Auswärtsspiel beim THC vorzubereiten. Das ist ihr allerdings hervorragend gelungen. "Ich kann meiner Mannschaft nur ein ganz großes Kompliment machen. Heute wollten wir das Momentum einfach mitnehmen, wir hatten hier nichts zu verlieren", freute sich Ahlgrimm nach Spielende.

Die HSG stand kompakt in der Abwehr und wusste sich bestens auf wechselnde Angriffsformationen einzustellen. Außerdem fanden die Spielerinnen selbst immer wieder Lücken in der Abwehr Thüringer HC.

Dabei hatte es zu Beginn noch gar nicht nach einem Überraschungserfolg ausgesehen, lagen die Flames nach sechs gespielten Minuten mit 5:1 im Hintertreffen. Ein durch Ines Ivancok eingeleiteter 5:0-Lauf brachte die Gäste schließlich in Führung - die bis zur Pause auf vier Treffer angewachsen war (12:16).

"Bei Thüringen geht es immer hoch und runter dieses Jahr, sie haben gute Spiele und sie haben schlechte Spiele. Wir haben das heute einfach ausgenutzt", erklärte Ahlgrimm nach Spielende.



Die Trainerin hob allerdings auch hervor, dass ihre Mannschaft immer eine Antwort parat gehabt habe, insbesondere in der Deckung. "Wir waren gut auf Thüringen eingestellt und haben vieles probiert".

HSG bricht nicht ein

Weil die Experimente erfolgreich waren, blieb die HSG auch weiterhin in Führung, konnte bis zur 46. Minute diese erfolgreich verwalten. Dann kam ein Bruch in das Spiel, der Thüringer HC kam wieder in Schlagdistanz und konnte in der 49. Spielminute den 22:22-Ausgleich markieren.

"Da hätte das Spiel kippen können", meinte Ahlgrimm. Doch weil die Bensheimerinnen nicht einknickten und sich eine bietende Überzahlsituation nutzen, zog die HSG auf 23:25 davon. "Darüber bin ich sehr glücklich, dass wir das geschafft haben. Es gab auch schon Zeiten, wo wir das Spiel dann verloren haben", lobte Heike Ahlgrimm ihre Mannschaft.



Diese ließ die letzten Minuten nichts mehr anbrennen, sondern spielte konsequent weiter und erhöhte den Vorsprung sogar noch bis auf vier 4 Tore. Am Ende war es ein umjubelter und verdienter 28:23 Erfolg beim THC.

"Am Ende hatten wir dann das Quäntchen Glück, was aber auch dazu gehört oder dieses eine Momentum, was dann auf unserer Seite war. Wir haben das leere Tor getroffen und das sind dann so Kleinigkeiten, die ausschlaggebend sind."

Die Trainerin meinte weiter: "Nichtdestotrotz sind das für uns zwei Punkte, mit denen wir vorher nicht gerechnet haben und die wir natürlich gerne mitnehmen. Die haben sich die Mädels heute aber auch verdient, denn wir haben wirklich alles in die Waagschale geworfen und wir haben gekämpft. Ich bin absolut happy und ich glaube, wir haben jetzt eine lustige Rückfahrt."

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