27.12.2020 10:17 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

SG BBM Bietigheim will gegen VfL Oldenburg "von Beginn an hellwach sein"

SG BBM BietigheimSG BBM Bietigheim
Quelle: Marco Wolf
Fünf Wochen standen die Damen der SG BBM Bietigheim nicht mehr gemeinsam auf der Platte, gleich neun von ihnen waren bei der Europameisterschaft in Dänemark im Einsatz. Die verbliebenen Spielerinnen trainierten in Bietigheim unter Cheftrainer Markus Gaugisch und Athletiktrainer Felix Bauer. Nicht mitwirken konnten die verletzte Karolina Kudlacz-Gloc, welche eifrig an ihrem Comeback arbeitet sowie die schwangere Stine Jørgensen.

In der Handball Bundesliga Frauen stehen die Bietigheimerinnen mit sieben Siegen, einem Remis und einer Niederlage aus neun Spielen an der Tabellenspitze. Borussia Dortmund rangiert mit sieben Erfolgen aus ebenso vielen Begegnungen dahinter. Für Bietigheim geht es weiter darum, den Druck auf den BVB aufrecht zu erhalten. Die Konzentration gilt jedoch erstmal dem nächsten Gegner und der heißt VfL Oldenburg. "Ich denke die Favoritenrolle ist klar verteilt", macht sich VfL-Trainer Niels Bötel keine Illusionen, dass die Auswärtspartie in Baden-Württemberg eine extrem schwere Aufgabe für die Huntestädterinnen wird.

Auf die hat man sich in Oldenburg während der EM-Pause in den vergangenen Wochen aber intensiv vorbereitet. "Wir haben eine Trainingspause von einer Woche eingelegt und danach eine Woche im athletischen Bereich gearbeitet", berichtet Bötel. In vergangenen beiden Wochen lag der Fokus dann für je sieben Tage auf Abwehr und Angriff inklusive der Arbeit an der zweiten Welle - und einem Testspiel. "Die Zeit reicht nicht, um komplett neue Dinge einzustudieren. Mir war es stattdessen wichtig, dass wir die Dinge stabilisieren, die wir im ersten Drittel der Saison schon gut gemacht haben, und diese noch weiter verbessern."

Die Niedersächsinnen haben wie die Bietigheimerinnen neun Matches absolviert. Vier Erfolgen stehen fünf Niederlagen gegenüber, was den zwölften Tabellenplatz bedeutet. Treffsicherste Akteurin im Kader der Niedersächsinnen ist Merle Carstensen mit einem Torschnitt von 6,4 Toren pro Begegnung. Weiterer Aktivposten ist die deutsche Nationalspielerin Jenny Behrend.

In der Vergangenheit haben die Oldenburgerinnen das ein oder andere Mal gezeigt, dass sie ein unangenehmer Gegner sein können. Deshalb müssen die SG-Ladies vom Start weg eine konzentrierte Leistung zeigen. "Die Bietigheimer Rückraumreihe hat eigentlich das komplette Turnier für Deutschland gespielt. Das war für den Bietigheimer Saisonverlauf mit Sicherheit nicht allzu schlecht", meint Bötel. "Wenn Bietigheim 100 Prozent spielt, hat jedes Team in der Liga schlechte Karten. Für uns ist es wichtig, trotz der weiten Auswärtsfahrt Selbstvertrauen zu tanken und uns für die kommenden Aufgaben einzuspielen."

"Oldenburg hat in dieser Saison wechselhafte Ergebnisse geholt. Der Sieg gegen Metzingen und die Niederlage in letzter Sekunde gegen den THC zeigen, dass sie auch gegen die sogenannten Spitzenteams erfolgreich sein können", so Bietigheims Cheftrainer Markus Gaugisch, der ergänzt: "Trainer Niels Bötel versucht zudem taktische Impulse zu setzen, auf die man vorbereitet sein muss. Für uns ist es das erste Spiel seit fünf Wochen und wir konnten lediglich eine Trainingseinheit gemeinsam bestreiten. Wir müssen daher gleich von Beginn an hellwach sein."

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