13.12.2020 15:28 Uhr - 2. Bundesliga - PM Rödertal, red

Jeß macht für TSV Nord Harrislee gegen HC Rödertal den Unterschied

Madita Karlotta Jeß war nicht zu stoppenMadita Karlotta Jeß war nicht zu stoppen
Quelle: Mario Koberg, Harrislee
Der HC Rödertal steckt weiterhin am Ende der Tabelle fest. 55 gute Minuten gegen den TSV Nord Harrislee waren nicht ausreichend. Am Ende musste sich der HCR mit 26:31 (16:17) geschlagen geben. "Jeß auf der Seite von Harrislee hat heute den Unterschied gemacht. Ich kann meiner Mannschaft nur ein großes Lob aussprechen", so HCR-Trainer Karsten Schneider, der im Detail ausführte: "Ann im Tor zeigte wieder eine überragende Leistung. Emilia und Marlene spielen für ihr Alter eine großartige Partie. Die Mannschaft hat das gezeigt, wozu sie in der Lage ist. Jetzt haben wir vier Wochen spielfrei. Da müssen wir besonders in der Defensive viel arbeiten."

Wie schon in der Vorwoche stand dem Trainerteam rund um Karsten Schneider auch bei den Nordlichtern nur ein stark dezimierter Kader zur Verfügung. Die Bienen starteten mit einer 5:1-Abwehr und brachten die "Nordfrauen" von Beginn an mächtig unter Druck. Bei angezeigtem Zeitspiel verwandelte Madita Karlotta Jeß (7 Tore), die eine starke Partie für die Gastgeberinnen spielte, einen Freiwurf zum 1:0.

Die Antwort des HCR folgte auf dem Fuß - Isabel Wolff schloss aus halbrechter Position zum 1:1 ab. Torfrau Ann Rammer knüpfte an ihre überragende Leistung aus der Vorwoche an und bewahrte ihre Mannschaft in der Anfangsphase gleich mehrfach vor einem deutlicheren Rückstand. Stattdessen traf Saskia Nühse (6 Tore) zum 1:2.

Diese hielt zunächst bis zum verwandelten Strafwurf von Emilia Ronge (9/6 Tore). Anschließend eroberte der TSV beim 4:3 die Führung zurück. Beide Teams schenkten sich nichts, ehe sich die Gastgeberinnen auf 10:6 absetzten. Die Bienen zeigten erneut ihren Kampfgeist. Marlene Böttcher stieg ungehindert hoch und netzte zum 10:7 ein. Das 10:8 ging auf das Konto von Saskia Nühse. Ein verwandelter Siebenmeter von Ronge bedeutete den Anschlusstreffer.



Die beiden Spielerinnen waren es dann auch, die das Ergebnis mit ihren Toren auf 10:11 drehten (23. Minute). Nun gingen die Bienen zu fahrlässig mit ihren Chancen um. Dadurch wechselte die Führung wieder zugunsten der "Nordfrauen" (13:11). Der HCR kämpfte verbissen und bejubelte immer wieder den Anschlusstreffer. Quasi mit dem Pausenpfiff erzielte Saskia Nühse den 17:16-Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde Paula Förster auf außen frei gespielt. Das 18:18 erzielte Kreisspielerin Jasmin Eckart (5 Tore), nachdem sie mit Glück den Ball unter Kontrolle brachte. Nun waren die Bienen zweimal in der Abwehr nicht auf der Höhe und die Gastgeberinnen zogen auf 20:18 davon. Cheftrainer Schneider nahm sein zweites Time-Out, um entgegenzusteuern. Im darauffolgenden Angriff nutzte Saskia Nühse eine Lücke in der Abwehr der Gastgeberinnen zum 20:19.

Dann wurde Ana Ciolan mustergültig von Böttcher bedient und netzte ein (21:20 nach 37 Minuten). In dieser Phase gingen die Gäste erneut zu fahrlässig mit ihren Chancen um und erlaubten sich technische Fehler. Auch in der Abwehr hatten die Bienen nun Schwierigkeiten, Zugriff zu bekommen. Das nahm Harrislee gerne an und sorgte mit einem 4:0-Lauf für eine erste Vorentscheidung. Zwei Tore von Ronge zum 25:22 ließen den HCR noch einmal hoffen. Spätestens nach dem 26:25 durch Förster war die Partie wieder offen.



Nach dem 27:25 in der 50. Minute waren Tore Mangelware. Beide Mannschaften leisteten sich im Abschluss Schwächen und die Nervosität war zu spüren. Ganze sechs Minuten fand kein Ball den Weg ins Tor. Dank eines Strafwurfs erhöhte der TSV auf 28:25. Auf der Gegenseite verkürzte Ronge ebenfalls mit einem Siebenmeter auf 28:26. Der HCR wollte mindestens den Punktgewinn und öffnete die Deckung. Dadurch gingen die letzten drei Tore allesamt auf das Konto der Gastgeberinnen.

Wieder einmal schafften es die Rödertalbienen nicht, sich für eine ambitionierte Leistung zu belohnen und bleiben im Tabellenkeller hängen. In den entscheidenden Phasen des Spiels fehlte die Abgeklärtheit in der Offensive. Auch in der Abwehr offenbarte der HCR teilweise zu große Lücken. Einzig Rammer setzte hier Akzente und bewahrte ihre Mannschaft vor einem deutlicheren Rückstand. An dieser Stelle gehen noch einmal gute Genesungswünsche an Katharina Rahn vom TSV Nord Harrislee, die sich kurz vor dem Ende verletzte.

Rödertal: Ann Rammer, Kristyna Neubergova, Emilia Ronge (9/6), Saskia Nühse (6), Jasmin Eckart (5), Paula Förster (2), Marlene Böttcher (2), Isabel Wolff (1), Ana Ciolan (1), Lisa Loehnig, Lara Tauchmann, Pavlina Novotna, Ann-Catrin Höbbel (n.e.), Vanessa Huth (n.e.), Luisa Lucas (n.e.)

Siebenmeter: 7/9 ; 6/6
Strafminuten: 2/12
Zuschauer: -
Spielverlauf:
1:2 (5.), 4:3 (10.), 7:5 (15.), 10:8 (20.), 12:11 (25.), 17:16 (HZ),
19:18 (35.), 23:20 (40.), 25:20 (45.), 26:25 (50.), 27:25 (55.), 31:26 (EN)