06.12.2020 12:33 Uhr - 2. Bundesliga - PM Verein, red

VfL Waiblingen feiert Kantersieg gegen HSV Solingen-Gräfrath: "Genau der richtige Jahresabschluss"

Ein häufiges Bild im Spiel gegen Solingen-Gräfrath: Die Bank des VfL Waiblingen jubelt.Ein häufiges Bild im Spiel gegen Solingen-Gräfrath: Die Bank des VfL Waiblingen jubelt.
Quelle: VfL Waiblingen
Einen besseren Jahresabschluss hätten die Zweitliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen sich selbst und ihren Anhängern nicht bescheren können: Mit einer starken Angriffsleistung und der gut aufgelegten Torhüterin Celina Meißner bezwangen die Waiblingerinnen den bis dahin Tabellenvierten HSV Solingen-Gräfrath überraschend deutlich mit 38:24 (19:9).

Dabei sah es anfangs gar nicht nach einem Kantersieg des VfL vor den leeren Rängen der Rundsporthalle aus. Waiblingen traf vier Mal in Folge nur das Gebälk des Solinger Kastens, die Gäste hingegen legten bis zur 7. Minute die 3:0-Führung vor.

Erst der Doppelpack der erneut als Spielgestalterin und Torschützin überragenden Sinah Hagen zum 2:3 rüttelte die Heimmannschaft wach. Die VfL-Abwehr stand nun sattelfest und ließ Solingens Top-Shooterin Vanessa Brandt kaum zur Entfaltung kommen. Zudem erwischte VfL-Keeperin Celina Meißner einen Sahnetag und machte beste Chancen des HSV zunichte.

Keine fünf Minuten waren seit dem Treffer zum 0:3 vergangen, da führte Waiblingen mit 5:3. Gästetrainerin Kerstin Reckenthälerin nahm schon nach elf Minuten die erste Auszeit. Ohne Erfolg: Denn der Waiblinger Rückraum mit Hagen, Caren Hammer und Jule Schraml war von der HSV-Abwehr nicht zu bremsen.

Entweder traf eine aus dem Trio selbst oder setzte die ebenfalls überzeugende Kreisläuferin Vivien Jäger erfolgreich in Szene. Auch Lulu De Bellis, die zeitweise auf der ungewohnten Linksaußenposition spielte, sprühte vor Einsatzwillen und Durchsetzungskraft.



Nach knapp 17 Minuten führte der VfL bereits mit 11:5. Zwei Tore von Brandt brachten die Gäste zwar nochmals auf vier Treffer Abstand heran, doch dann wurden der HSV förmlich überrollt. Der Angriff lief nun auf Hochtouren.

Auch, weil die auf Halblinks eingewechselte Mariel Wulf mit ihren knallharten Würfen Gästekeeperin Natascha Krückemaier keine Chance ließ. Mit einem 8:2-Lauf in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs schraubte der VfL das Halbzeitergebnis auf 19:9.

Nur acht Sekunden nach Wiederanpfiff netzte Hammer zum 20:9 ein. Ein Durchhänger von Waiblingen ließ Solingen-Gräfrath auf sechs Tore herankommen (18:24, 43. Minute).

Danach beherrschte Waiblingen wieder klar das Spiel. Der HSV gab nun die zeitweilige kurze Deckung gegen Hagen mangels Erfolg auf. Lena Klingler, die in ihrem ersten Saisonspiel für Waiblingen gleich im ersten Wurfversuch traf, erzielte die höchste VfL-Führung in der Partie (35:21).

Am Ende stand ein 38:24-Erfolg auf der Anzeigetafel - gleich zwölf verschiedene Waiblinger Spielerinnen hatten sich dabei in die Torschützenliste eingetragen.

Der Waiblinger Trainer Thomas Zeitz strahlte: "Das war genau der richtige Jahresabschluss mit einem klaren Erfolg, nach einer bislang schwierigen Saison. Der durch Corona bedingte ungewohnte Spielrhythmus mit zwei ausgefallen Partien ist sehr herausfordernd Umso mehr freut es mich, dass die Mannschaft heute so überzeugend aufgetreten ist."

Waiblingen verabschiedete sich also nicht nur erfolgreich aus dem Handballjahr 2020, sondern auch für unbestimmte Zeit von ihrer Heimspiel- und Trainingsstätte. Denn die Rundsporthalle wird nun zum Impfzentrum für den Rems-Murr-Kreis umfunktioniert.

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