28.11.2020 14:22 Uhr - Europameisterschaft - PM ÖHB

Heute in vier Jahren: Anpfiff zur ersten Frauen-EM in Österreich

Bei Herbert Müller und dem ÖHB-Team richtet sich der Blick auch bereits auf 2024Bei Herbert Müller und dem ÖHB-Team richtet sich der Blick auch bereits auf 2024
Quelle: ÖHB/Agentur DIENER/Eva Manhart
Es ist ein Meilenstein in der österreichischen Handballgeschichte: Am 25. Januar 2020 erhielt die Dreier-Bewerbung Ungarn, Österreich, Schweiz den Zuschlag zur Ausrichtung der Women`s EHF EURO 2024. Heute auf den Tag genau am 28. November 2024 wird der Anpfiff zur größten Europameisterschaft aller Zeiten, mit erstmals 24 Nationen und drei Ausrichtern, erfolgen.

Beim ÖHB, wie bei den Co-Gastgebern Ungarn und der Schweiz, steht man vier Jahre vor dem ersten Anwurf bereits in den Startlöchern, um mit den organisatorischen Aufgaben für die EM zu beginnen. Eine erste OK-Sitzung der drei gastgebenden Verbände, die für Herbst geplant war, musste allerdings coronabedingt auf das Frühjahr 2021 verschoben werden.

Bernd Rabenseifner, ÖHB-Generalsekretär, erklärt: "Auch wenn vier Jahre als ein langer Zeitraum erscheinen: Wir müssen bereits jetzt beginnen die Weichen zu stellen, um die Heim-EURO zu nutzen, um möglichst viele Mädchen für unseren Sport zu begeistern und langfristig einen Aufschwung für den Frauen-Handball in Österreich anstreben. In der Zwischenzeit hat natürlich die Arbeit mit dem Nationalteam sowie einigen Perspektiv-Spielerinnen begonnen, um für das Nationalteam die bestmögliche Vorbereitung sicherzustellen"

Die Ausrichter haben dabei einiges an Erfahrung: Sowohl die Schweiz (2006), als auch Österreich (2010 & 2020) waren bereits Ausrichter von Handball Männer Europameisterschaften, Ungarn ist 2024 zum bereits dritten Mal nach 2004 und 2014 Veranstalter einer Frauen-Europameisterschaft. Zudem kommen auch die Erfahrung von etlichen Jugend- und Junioren-Europameisterschaften hinzu. Ungarn wird außerdem 2022 erstmals Gastgeber einer Men`s EHF EURO, gemeinsam mit der Slowakei, sein.

"Stronger Together"




"Stronger Together" lautet der Claim der Women`s EHF EURO 2024, der ersten Frauen-EURO mit 24 Nationen und drei Ausrichtern. "Und er spiegelt diese auch perfekt wieder", so der ÖHB, der ausführt: "Durch die zentrale Lage, perfekte Erreichbarkeit und die guten Verbindungen zwischen den Spielorten, erwartet Fans aus aller Welt das nächste Handball-Fest." Österreich und die Schweiz beheimaten jeweils zwei Vorrundengruppen, zwei weitere werden in Ungarn ausgetragen, wo auch die beiden Hauptrunden und das Finalwochenende ausgetragen werden.

"Ein Großereignis im eigenen Land austragen zu dürfen, ist immer etwas Besonderers", freut sich Herbert Müller. Der ÖHB-Teamchef führt aus: "Für uns ist es eine riesen Chance, uns im Konzert der Großen einen Namen zu verschaffen und uns mit den Besten zu messen. Die Heim-EURO ist so ein wichtiges Projekt, das kann man gar nicht früh angehen. Vier Jahre klingt lange, ist aber im Sport eine kurze Zeit. Wir müssen jetzt die Weichen stellen für einen breiten Kader, der bereit ist, dieses Prokjekt zu tragen, sich zu entwicklen, um dann bei der Europameisterschaft als Team eine Rolle zu spielen."

Mit Bronze bei der EURO 1996 und der WM 1999 sorgte das Frauen Nationalteam des ÖHB auch für die größten Erfolge der jüngeren Vergangenheit des österreichischen Handballs. Besonderes Highlight war kurz zuvor die WM 1995, die Österreich gemeinsam mit Ungarn ausrichtete. Österreich schied damals im Viertelfinale mit 23:24 gegen Dänemark aus, belegte am Ende Platz 7. Ungarn kam bis ins Finale, musste sich dort aber Südkorea 20:25 beugen. Eine Frauen-Europameisterschaft fand hingegen noch nie auf österreichischem Boden statt.

Für die Premiere haben sich auch die Spielerinnen einiges vorgenommen, Kapitänin Petra Blazek erklärt: "Wir wollen bei unserer Heim-EURO bestmöglich abschneiden und dafür ist jeder Trainingslehrgang auf dem Weg dorthin unglaublich wichtig. Wir haben nur wenige Wochen im Jahr und die müssen wir nutzen. Aktuell sind viele junge Spielerinnen dabei, die es gilt so rasch als möglich in die Mannschaft zu integrieren."

"Wir haben zwei große Ziele für die kommenden Jahre: Uns für ein Großereignis vor der Heim-EURO zu qualifizieren und die Heim-EURO selbst. Nachdem wir die EURO 2024 im Jänner zugesprochen bekommen haben, ist dieser Trainingslehrgang der Startpunkt. Wir wollen bei jedem Lehrgang einen Schritt nach vorne machen, um 2024 bereit zu sein", so Blazek.