20.11.2020 15:14 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Werder Bremen und TuS Lintfort mit Restart nach Corona-Zwangspause

Nina Engel will mit Bremen den ersten SaisonsiegNina Engel will mit Bremen den ersten Saisonsieg
Quelle: Mario Koberg, Harrislee
Nach dem Spielausfall am letzten Wochenende empfangen die Handballerinnen des SV Werder Bremen am Samstag, 21.11.2020, den TuS Lintfort zum Heimspiel in der 2. Bundesliga. Anpfiff in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle ist um 19.30 Uhr.

Am letzten Samstag reiste der SV Werder zum Auswärtsspiel nach Sachsen, angepfiffen wurde das Spiel gegen den HC Rödertal allerdings nicht. Kurz vor Anpfiff wurde die Partie abgesagt, der HC Rödertal hatte einen positiven Coronabefund in der Mannschaft, welcher erst per Schnelltest unmittelbar vor dem Spiel festgestellt wurde. Der letzte Spieltag lief also mehr als unglücklich für die Bremerinnen.

An diesem Spieltag soll es nun besser laufen und Werder will den ersten Sieg der Saison einfahren. "Wir sind gut vorbereitet und wollen natürlich gewinnen", so Werder-Trainer Robert Nijdam. Der Niederländer hat natürlich Respekt vor dem TuS Lintfort: "Mit Kinlend haben sie eine Spielerin die mehrere Jahre in der 1. Liga gespielt hat und auch Naina Klein ist gut drauf, da kommt Gefahr aus dem Rückraum auf uns zu. Der größte Gegner aber, sind wir selbst."

"Nach der Pause wird das noch mal ein schwerer Gang. Bremen steht zwar nicht wirklich gut in der Tabelle, aber Werder hat viele Spiele knapp verloren und wurde teilweise unter Wert geschlagen" stellt sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein auf ein hartes Match ein. "Wir müssen mal sehen, wie wir aus der 14tägigen Pause kommen und sollten von Beginn an wach sein" fordert Grenz-Klein von ihrem Team. Mit sieben Punkten aus den letzten fünf Spielen hat sich ihre Mannschaft gut geschlagen und bewiesen, dass auch in der 2. Bundesliga gute Resultate möglich sind.

Ankommen wird es in Bremen vor allem auf die zuletzt ordentliche Abwehr. Bremen verfügt durchaus über Potenzial und spielt im Angriff mit hohem Tempo. Aber auch die Durchschlagskraft im eigenen Angriff wird eine wichtige Komponente sein. "In Bremen dürfen wir uns nicht so viele Fahrkarten erlauben, wie zuletzt" ist sich Bettina Granz-Klein sicher. Ärgerlich ist, dass neben der verletzten Eva Legermann auch Jule Samplonius und Yara Ten Holte zuschauen müssen. Beide Spielerinnen hatten Kontakt zu Corona-Patienten.

"Dass beide trotz negativer Tests noch länger in Quarantäne bleiben müssen, während Fußballer in solchen Fällen spielen dürfen, verstehe ich nicht", ärgert sich Grenz-Klein über die beiden Ausfälle und die Entscheidungen der Gesundheitsämter. Bei beiden Spielerinnen liegen die Kontakte schon länger als zehn Tage zurück und beide haben danach negative Testergebnisse bekommen. "Aber es ist halt wie es ist und wir müssen damit umgehen" findet Grenz-Klein, die hofft, dass ihre Mannschaft erneut auswärts ihre Qualitäten abrufen kann.

In den letzten Heimspielen war Werder nah dran an einem Sieg, doch eigene Fehler und Unkonzentriertheiten verhinderten ein besseres Ergebnis. Diese Fehler zu minimieren, daran arbeiteten Nijdam und sein Team in den letzten Wochen. Sollte dies gelingen, könnte am Samstag der erste Saisonsieg gefeiert werden.

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV