19.11.2020 08:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, dpa

"Das Spiel war spannend bis zum Schluss": TuS Metzingen besiegt Thüringer HC

Jubel bei Metzingen nach dem Sieg gegen den Thüringer HC. Jubel bei Metzingen nach dem Sieg gegen den Thüringer HC.
Quelle: Michael Schmidt
Der Thüringer HC sucht weiter nach seiner Konstanz. Am Mittwochabend verloren die Thüringerinnen bei der TuS Metzingen mit 32:34 (14:13) und kassierten dabei die dritte Saisonniederlage im zehnten Spiel. Überragende THC-Spielerin war einmal mehr Marketa Jerabkova mit 13 Toren. Beste Werferinnen für das gastgebende Team waren Marlene Zapf und Bo van Wetering mit je acht Toren.

Die Gäste begannen schwungvoll und führten nach zwölfeinhalb Minuten bereits mit 9:4. Der gute Start gab dem Team von Trainer Herbert Müller jedoch nicht die erhoffte Sicherheit. Bis zur Pause kämpften sich die ambitionierten Metzingerinnen zunächst auf 13:14 heran und eroberten früh im zweiten Durchgang die Führung.

Bis zum 29:28 (52. Minute) lagen die Gastgeberinnen leicht vorne, ehe eine turbulente Schlussphase anbrach. Zunächst drehte der THC die Partie und ging mit 31:29 in Führung, doch Metzingen konterte mit vier Toren in Folge und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

"Man muss Nerven haben, um so ein Spiel zu entscheiden, das hat der TuS heute gehabt", bilanzierte THC-Coach Herbert Müller. "Wir haben es verpasst, vorentscheidend davon zu ziehen. Metzingen hat uns zu oft ins passive Spiel gezwungen. Das war Konzentrationssache und die hat uns zum Ende gefehlt. So ein Spiel hätte keinen Sieger verdient. Wir müssen noch cleverer werden."

Gegenüber Edina Rott (TuS) betonte: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, dass wir die zwei Punkte hierbehalten haben. Das Spiel war spannend bis zum Schluss. Wir haben gekämpft und nicht aufgegeben. Wir haben uns in den Zweikämpfen schwergetan und mussten so schnelle, einfache Tore machen."

Anika Niederwieser lobte anschließend "eine tolle Teamleistung" und sprach von einem verdienten Sieg: "Der THC hat uns das Leben richtig schwer gemacht, dennoch haben wir im Angriff immer wieder Lösungen gefunden."

Auch Marlene Zapf betonte: "Wie zu erwarten, war es ein hart umkämpftes Spiel. Wir sind immer wieder zurückgekommen und haben uns für die harte Arbeit der letzten Wochen belohnt." Ähnlich klang Maren Weigel: "Wir haben bis zum Ende gekämpft und uns dafür belohnt. Wir gehen mit einem richtig guten Gefühl in die EM-Pause und freuen uns auf die kommenden Aufgaben."