14.11.2020 12:06 Uhr - 2. Bundesliga - PM SG, red

Lange Reise an die dänische Grenze für die SG H2Ku Herrenberg

Annika Blanke und die SG H2Ku Herrenberg sind am Samstag beim TSV Nord Harrislee gefordert.Annika Blanke und die SG H2Ku Herrenberg sind am Samstag beim TSV Nord Harrislee gefordert.
Quelle: Hansepixx, SVW
Die "Kuties" der SG H2Ku Herrenberg sind am Samstagabend beim TSV Nord Harrislee gefordert. Nach negativen Corona-Tests des gesamten Teams steht der Einreise nach Schleswig-Holstein sowie der dort stattfindenden Partie nichts im Weg.

Vergangenen Montag war von den Verantwortlichen bei den Zweitliga-Handballerinnen der SG H2Ku Herrenberg erneut flexibles Handeln gefragt. In einer Videokonferenz mit allen Bundesligisten wurde Geschäftsführerin Katja Rhotert und Hagen Gunzenhauser kurzfristig mitgeteilt, dass nach den neusten Verordnungen für die Einreise in das Bundesland Schleswig-Holstein negative Corona-Testergebnisse eine Voraussetzung sind.

"Da wir damit überhaupt nicht geplant hatten, kam das natürlich sehr überraschend", erklärt Trainer Mike Leibssle. "Wir konnten vom Erstligisten aus Göppingen einen Schnelltest organisieren, alle Ergebnisse sind am Donnerstag negativ ausgefallen, Gegner und Liga wurden darüber informiert."

Somit steht der Partie beim TSV Nord Harrislee in der Nähe von Flensburg am Samstag um 17.30 Uhr in der Holmberghalle nichts im Weg. Bereits am Freitagnachmittag machte sich der SG-Tross auf in Richtung dänische Grenze. "Wir werden in Hannover auf dem Hin- und Rückweg einen Zwischenstopp einlegen", schildert Leibssle, "die 904 Kilometer wären anders nicht zu stemmen, das ist für alle die vernünftigste Lösung."

Nach einem spielfreien Wochenende und mit dem Derbysieg gegen den VfL Waiblingen im Rücken gehen die Kuties gestärkt in die Partie gegen die selbsternannten Nordfrauen. "Alle Spielerinnen sind fit und wollen die Leistungskurve weiterhin oben halten", so Leibssle, der mit seinem Team derzeit hinter den Füchsen Berlin auf Rang zwei in der Tabelle steht. Nicht mit dabei sein wird Co-Trainerin Sarah Neubrander, vertreten wird sie auf der Reise von Tim Güthoff.

Der TSV Nord Harrislee rangiert nach vier Unentschieden auf der Habenseite aktuell auf Platz neun. "Diese Spiele hätten aber auch alle positiv ausfallen können", weiß der H2Ku-Coach. "Gewinnen sie diese vier Partien, stehen sie auch im vorderen Tabellendrittel." Die Schleswig-Holsteinerinnen mussten mit dem Wechsel von Top-Torschützin Merle Carstensen nach Oldenburg im Sommer einen schmerzhaften Abgang hinnehmen, verfügen dennoch weiterhin über eine leistungsstarke Mannschaft.

"Sie haben starke Individualisten im Rückraum und kommen aus einer kompakten 6:0-Abwehrformation in ein gutes Gegenstoßverhalten", so Leibssle. "Sie werden uns alles abverlangen, wir müssen wachsam sein und dürfen uns auf jeden Fall nicht zu viele Fehler leisten."

Zwar stiegen die Nordfrauen aufgrund der strikteren Corona-Regeln in Schleswig-Holstein später in den Spielbetrieb der zweiten Liga ein, haben sich aber mittlerweile eingespielt. "Ich glaub" nicht, dass dieser Umstand noch Auswirkungen hat", erläutert Leibssle. Für seine Schützlinge wird es das erste Geisterspiel im November sein. Vor der EM-Pause steht nächste Woche dann noch das Derby gegen Nürtingen auf dem Programm. Auch ohne Zuschauer, aber voraussichtlich wieder mit einem Livestream-Angebot.