13.11.2020 15:15 Uhr - 1. Bundesliga - Andrea Müller

HSG Bensheim/Auerbach verpasst Sensation gegen Bietigheim nur knapp

Starker Auftritt beim Sieg gegen HSG Bensheim/Auerbach: Xenia SmitStarker Auftritt beim Sieg gegen HSG Bensheim/Auerbach: Xenia Smit
Quelle: Marco Wolf
Sie wollten eine Wiedergutmachung für die schlechte Leistung beim Pokal-Aus in Blomberg zeigen. Dies ist den Flames der HSG Bensheim/Auerbach am Mittwochabend gegen den haushohen Favoriten SG BBM Bietigheim fast eindrucksvoll gelungen ? fast aber nur deshalb, weil die beiden Punkte der Gast aus Bietigheim am Ende mit nach Hause nahm. Bei der unglücklichen 29:32 (14:17) Niederlage boten die Flames aber ein Klasseleistung und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. So fehlte am Ende die Belohnung für einen starken Auftritt der Flames. Beste Torschützen waren Ines Ivancok mit 9 Toren bei den Flames und Nationalspielerin Xenia Smits erzielte 7 Tore für die Gäste.

Das erste Tor war einer ehemaligen Flames-Spielerin vorbehalten. Antje Lauenroth erzielte das 1:0 (1. Minute), Ines Ivancok glich mit ihrem ersten, von insgesamt 9 Toren, gegen ihr Ex-Team zum 1:1 (2.) aus. Die Flames gingen durch Sarah Dekker erstmals mit 3:2 (5.) in Führung und legten bis zum 7:6 (10.) durch Ines Ivancok immer ein Tor vor, Bietigheim glich aus.

Das Spiel war ausgeglichen und kein Unterschied zwischen dem haushohen Favoriten, der am Wochenende noch ein starkes Spiel in der Champions League absolvierte, und den Flames zu sehen. Die Abwehr der Flames stand gut und hatte in Helen van der Beurden einen starken Rückhalt.

Beim Stand von 7:8 (14.) nahm SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch sein erstes Team-Timeout. Danick Snelder setzte sich anschließend zum 7:9 (16.) durch und sorgte für den ersten 2-Tore-Vorsprung. Die Gäste kamen nun besser ins Spiel und bauten ihre Führung auf 9:12 und nach dem die Möglichkeit zum 10:12-Anschluss freistehend vergeben wurde, direkt auf 9:13 (21.) aus.

Folgerichtig reagierte Flames-Coach Heike Ahlgrimm ihrerseits mit der ersten Auszeit. Das zeigte Wirkung und ihr Team spielte wieder konzentrierter und kam beim 14:15 (27.) durch Sarah Dekker wieder bis auf ein Tor heran. Stine Jørgensen und Trine Jensen Østergaard konnten in der letzten Minute vor dem Pausenpfiff jedoch wieder auf eine 14:17-Halbzeitführung erhöhen.

Mit 3 Toren Rückstand in die zweite Halbzeit

Wer dachte, dass das Spiel jetzt seinen erwarteten Lauf nimmt, der sah sich getäuscht. Heike Ahlgrimm stimmte ihr Team wieder richtig gut auf den zweiten Spielabschnitt ein. Die Flames zeigten weiter keinen Respekt vor den großen Namen und Nationalspielrinnen im Team der SG BBM Bietigheim und verkürzten auf 17:18 durch Lisa Friedberger (34.) und ließen sich auch nach den Toren von Trine Jensen Østergaard und Kim Naidzinavicius zum 17:20 (35.) nicht abschütteln.

Isabell Hurst, Dionne Visser und Sarah van Gulik per Siebenmeter sorgten für den 20:20-Ausgleich (40.) und zwangen Markus Gaugisch zu einer Auszeit. Bietigheim war auch danach nicht besser, als die Flames, doch sie hatten mit Nationalspielerin Xenia Smits, die auch für das 20:21 (41.) sorgte, die spielentscheidende Spielerin in ihren Reihen.

Danick Snelder und Xenia Smits brachten die Gäste wieder mit 22:23 (43.) in Front ? Sarah van Gulik glich per Siebenmeter auf 23:23 (45.) aus. Erneut Xenia Smits, Trine Jensen Østergaard und Antje Lauenroth sorgten dann jedoch für den erneuten 3-Tore-Vorsprung zum 23:26 (47.).

Zwar kamen die Flames wieder bis auf einen Treffer zum 26:27 (51.) heran. Xenia Smits erhöhte wieder auf 26:28 (53.), doch eine Parade von Emily Stang Sando sowie Tore durch Xenia Smits und Kim Naidzinavicius sorgten letzlich für die Entscheidung.

"Es ist natürlich schwierig hier zu stehen, wenn man 60 Minuten so kämpft und dann mit leeren Händen da steht. Aber wir müssen da auch anerkennen, dass die individuelle Klasse einzelner Spielerinnen, wie heute Xenia Smits, dann ein Spiel entscheiden kann. Wir haben zwar heute keine Punkte, aber wir können erhobenen Hauptes die Halle verlassen", so Flames Coach Heike Ahlgrimm nach Spielende.

.. -