11.11.2020 08:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TusSies Metzingen wollen gegen Buchholz 08-Rosengarten "den Trend fortsetzen."

Beide Teams setzen auf viel TempoBeide Teams setzen auf viel Tempo
Quelle: Eibner - Tobias Baur, TuS
Am Mittwochabend empfangen die TusSies Metzingen den Tabellenvierzehnten HL Buchholz 08-Rosengarten zum 9.Spieltag der Handball Bundesliga Frauen. Es ist das erste von drei Spielen binnen sieben Tagen.

Was die Ermstälerinnen mit den Handball-Luchsen erwartet, darüber darf man im pinken Lager gespannt sein. "Rosengarten spielt eine gute Saison, sie haben einen guten Mix aus Erfahrung und jugendlichem Eifer. Dass sie gefährlich sein können, hat der Sieg im Pokal gegen Oldenburg gezeigt. Wie wir spielen sie Handball mit viel Tempo.", so analysierte Edina Rott den kommenden Gegner auf der Pressekonferenz.

Die Gäste stehen in der Liga bisher mit 2:14 Punkten da, obwohl sie nur gegen die Topklubs Dortmund und Thüringer HC keine Chance hatten. Die TusSies müssen so Rott "von Beginn an konzentriert" zu Werke gehen, um die zwei Punkte zu holen. Die TusSies sind holprig in die Saison gestartet, denn der momentane 10. Platz und die negative Ausbeute von 6:8 Punkten können die neue Trainerin Edina Rott nicht zufrieden stellen.

"In diesem Spiel spricht alles gegen uns, die Klasse des Gegners, die lange Anreise und auch die Verletzungen etlicher Leistungsträgerinnen, die wir nicht einsetzen können. Der TUS Metzingen ist in dieser Begegnung der haushohe Favorit, denn trotz des momentanen Tabellenplatz zähle ich sie zu den drei stärksten Mannschaften in der 1. Bundesliga", erklärt Dubravko Prelcec, der Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten und ergänzt: "Aber wir werden uns voll motiviert auf das Spiel vorbereiten und sind auch nicht gewillt die Punkte kampflos abzugeben."

Auch wenn die Gegner der letzten Wochen nicht der Maßstab der TusSies sind, können auch die Pink Ladies einen positiven Trend vermelden. Der Einzug ins Viertelfinale wurde perfekt gemacht und auch die Entwicklung der jungen Spielerinnen schreitet weiter voran.

Wie Lena Degenhardt und ihre Teamkolleginnen am Mittwoch das Spiel erfolgreich gestalten wollen, weiß die 21-jährige Rückraumspielerin: "Wir sind gut drauf in den letzten Wochen und wollen diesen Trend fortsetzen. Eine gute Abwehr gepaarte mit unserem Tempospiel sind morgen entscheidend." Auf die Frage, ob die Spielerinnen sich an die leeren Ränge gewöhnen würden, antwortete Degenhardt: "Es ist komisch und die Fans fehlen uns natürlich sehr, so richtig daran gewöhnt habe ich mich noch nicht."

"Unsere Hauptaufgabe wird darin bestehen das unglaublich schnelle Konterspiel unseres Gegners nicht zuzulassen, denn jeder Fehlwurf meiner Mädels wird dann sofort gnadenlos bestraft. Unsere Abwehr muss variabel, flink und kompromisslos arbeiten und im Angriff sich bietende Chancen auch effektiv verwerten", so Prelcec, der betont: "Da ich nicht mit meiner stärksten Mannschaft antreten kann, wird das aller Voraussicht dennoch nicht zu einem Punktgewinn reichen, wenn die TusSies eine gute Tagesform haben. Wir wollen jedoch jede Möglichkeit ausnutzen, wenn der haushohe Favorit uns etwas anbietet, denn auch wir haben Qualitäten"

Da die Luchse auf vielen Positionen umstellen müssen, wird es nicht unerheblich sein, dass sich die Mannschaft schnell findet und von Beginn an dem Favoriten Paroli bieten kann. Die Abwehr wird voraussichtlich Schwerstarbeit verrichten müssen, um im Verbund die Angriffe des Gegners aufzuhalten, aber all das wird nichts nützen, wenn das Rückzugsverhalten bei Ballverlusten nicht funktioniert, denn dann werden die Norddeutschen vom Metzinger Konterspiel überrollt. So meint auch Sven Dubau, der Geschäftsführer der Luchse: "Wenn alles normal läuft werden wir dieses Spiel nicht gewinnen können, wenn es mit unserer dezimierten Mannschaft besonders schlecht läuft, kann uns auch eine hohe Niederlage blühen wie es Mainz und Ketsch passierte, aber all das muss nicht sein, wenn unser Team die Vorgaben des Trainers erfolgreich verinnerlicht und in 60 Minuten, unabhängig vom Spielstand, an ihre Chance glaubt."

Bisher trafen die beiden Teams vier Mal aufeinander, vier Mal ging die TuS Metzingen als Sieger vom Platz. Auch wenn das letzte Duell schon über vier Jahre her ist, stehen die Vorzeichen gut für die TusSies.

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV