02.11.2020 15:42 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Aufholjagd wurde nicht belohnt: HSG Freiburg unterliegt TuS Lintfort

Hannah Haase erzielte zwei Treffer für den TuS Lintfort.Hannah Haase erzielte zwei Treffer für den TuS Lintfort.
Quelle: TuS Lintfort
Auch im vierten Anlauf können die "Red Sparrows" von der HSG Freiburg die Punkte nicht in der Heimat halten. In einer umkämpften Partie unterliegen die Freiburgerinnen dem TV Lintfort mit 26:29 (11:15).

Die Anfangsphase des Spiels begann wild. Auf den Führungstreffer der Lintorterinnen folgte sogleich der Ausgleichstreffer der Freiburgerinnen. Beim Spielstand von 3:3 nach fünf Spielminuten brachte Simone Falk mit ihrem einzigen Treffer des Abends die Red Sparrows zum ersten und einzigen Mal in Führung.

Die Gäste, angeführt von ihren beiden Tospspielerinnen Lisa Kunertund Naina Klein, drehten die Partie nach kurzer Zeit und bauten langsam aber sicher ihre Führung aus. Nach Kunerts Treffer zur 9:6-Führung in der 12. Spielminute sah sich Red Sparrows Trainer Ralf Wiggenhauser gezwungen, das erste Timeout des Abends zu nehmen:

"Wir waren in der Anfangsphase in der Abwehr einfach nicht da. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden wir dann zwar stabiler, aber nicht desto trotz war das in der ersten Halbzeit defensiv unsere schlechteste Saisonleistung", so der Red Sparrows-Coach nach der Partie.

Mit dem Halbzeitstand von 11:15 im Rücken kamen die Freiburgerinnen nach der mäßigen ersten Habzeit konzentrierter und besser ins Spiel. Angeführt von ihrer Kapitänin Carolin Spinner, welche mit sieben Toren beste Freiburger Werferin des Abends war, hielten die Red Sparrows mit dem Tempo der Lintforterinnen mit und gestalteten die Partie weiterhin offen.

"Bis zur Mitte der 2. Halbzeit haben wir alle Versuche der HSG; das Spiel zu drehen, gekontert und den Vorsprung sicher verwaltet" analysierte TuS-Trainerin Grenz-Klein. Schritt für Schritt kamen die Gastgeberinnen jedoch heran und glichen in der 55. Spielminute durch einen Treffer von Carolin Spinner das Spiel aus. "Da hat uns das sehr harte Abwehrspiel der Freiburgerinnen richtig zermürbt und meine Rückraumspielerinnen waren platt" erklärte Gästetrainerin Grenz-Klein die Zitterphase der Partie. Mit fünf Minuten auf der Uhr nahmen die Lintforterinnen ihr letztes Timeout und das zeigte Wirkung. Denn die Gäste behielten die Nerven und zogen den Red Sparrows mit einem 4:0-Lauf endgültig den Zahn.

"Unsere Stärke der letzten Spiele war immer die Schlussphase und unsere Nervenstärke, wenn es eng wird. Und dieses Mal haben dann die Joker gestochen. Vor allem Leonie Lambertz wurde zum Matchwinner, als sie in den letzten vier Minuten gleich drei Tore erzielte" freute sich Grenz-Klein, dass dieses Mal die Bank die Kohlen aus dem Feuer geholt hatte.

"Die zweite Halbzeit lief deutlich besser. Wir haben es geschafft, wieder ranzukommen und waren bis zum Ausgleich die deutlich bessere Mannschaft. Am Ende hat dann leider die letzte Überzeugung gefehlt und wir haben es in den letzten fünf Minuten dem Gegner zu einfach gemacht", rekapitulierte HSG-Coach Wiggenhauser die Aufholjagd seiner Mannschaft und ergänzte: "Wenn man das ganze Spiel einem Rückstand hinterherläuft, ist es am Ende schwer und die Niederlage geht dann auch so in Ordnung."

"Alles in allem ein verdienter Sieg, auch wenn wir es zum Ende hin noch mal richtig spannend gemacht haben" erklärte TuS Lintfort-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach der Partie.

HSG Freiburg: Debora D?Arca, Svenja Wunsch, Salome Kuß; Hannah Person (3), Christiane Baum (1), Angelika Makelko (2), Rebecca Dürr (4), Carolin Spinner (7/3, 1x2"), Kathrin Disch, Nadine Czok (3/1), Leonie Hartl (1), Simone Falk (1), Maja Zeides (1), Liza Ehret, Luciana Villavicencio, Marie Lipps (3)

TuS Lintfort: Maria Groetelaers, Laura Graef; Prudence Georgette Kinlend (3), Leonie Lambertz (5), Jule Samplonius (1), Hannah Haase (2), Naina Klein (6), Dana Gruner (1), Anika Henschel, Katharina Ueffing, Laura Graef, Jana Willing (2), Andra Lucas, Lisa Kunert (9/2)