02.11.2020 12:02 Uhr - 2. Bundesliga - PM Waiblingen

Tigers aus Waiblingen verpassen den Coup bei SG H2Ku Herrenberg

4 Tore: Louisa de Bellis4 Tore: Louisa de Bellis
Quelle: Baur/Eibner-Pressefoto, H2Ku
22 Minuten lang machten die Tigers aus Waiblingen im Lokalderby bei der SG H2Ku Herrenberg (fast) alles richtig. Aus einer bärenstarken Abwehr heraus zog Waiblingen auf 13:7 davon. Doch wie schon vor zwei Wochen in Bremen, wo es dann doch noch zum Sieg reichte, riss wieder der Faden. Nach der 15:12-Halbzeitführung ging im Angriff nicht mehr viel zusammen. Am Ende jubelten dann die Kuties über den sechsten Sieg im siebten Spiel.

Die Waiblinger Abwehr war gegen die starke Herrenberger Offensive hervorragend eingestellt. Vor allem der Abwehrblock mit Caren Hammer, Altina Berisha und Lulu De Bellis war für den Gastgeber nahezu unüberwindbar. Im Angriff hatte der VfL zunächst noch Startprobleme. Doch unter der Regie der überragenden Sinah Hagen, die am Ende auf 9 Torerfolge kam, übernahmen die Gäste ab der achten Minute und dem 3:4-Rückstand das Kommando. Herrenberg blieb nun immer häufiger an der hervorragend eingestellten VfL-Abwehr hängen, scheiterte an Waiblingens Torhüterin Branka Zec oder ließ glasklare Chancen aus. Auch eine Auszeit von Herrenbergs Coach Mike Leibssle konnte den Waiblinger Spielfluss nicht stoppen.

Nach knapp 23 Minuten führte der VfL mit 13:7. Dann riss plötzlich der Faden. Der VfL ließ einige Großchancen aus, die Konzentration in der Defensive ließ nach. Herrenberg verkürzte rasch auf 10:13. Dank zweier Rückraumtore der eingewechselten Mariel Wulf erhöhte Waiblingen zwar wieder auf 15:10, dennoch war die Souveränität und Sicherheit geschwunden. Nach einem unnötigen Waiblinger Ballverlust durch einen technischen Fehler netzte Marie-Christine Beddies mit der Halbzeitsirene für Herrenberg noch zum 12:15-Pausenstand ein.

Auch nach Wiederbeginn kam das Waiblinger Angriffsspiel nicht mehr richtig ins Rollen. Herrenberg lieferte zwar keineswegs eine überragende Partie ab, dennoch holte die SG gegen nun drucklos agierende Waiblinger Angreiferinnen Tor um Tor auf. Beim 17:17 war erstmals wieder der Ausgleich erreicht (37. Minute). Zwar gelang es dem VfL, bis zum 21:20 jeweils wieder ein Tor vorzulegen, da Herrenberg weitere Tormöglichkeiten verpasste.

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Doch im VfL-Angriff war Sinah Hagen nun quasi die Alleinunterhalterin. Zudem wuchs die für die Schlussviertelstunde wieder ins Herrenberger Tor eingewechselte Laura Waldenmaier über sich hinaus. Mit mehreren Paraden verhinderte die Ex-Waiblingerin eine erneute VfL-Führung und hatte neben der Top-Torschützin Kerstin Foth (10/2) maßgeblichen Anteil daran, dass der Gastgeber die Partie vollends drehte. Am Ende bejubelten die Kuties vor den zugelassenen 100 Zuschauern doch noch den 25:23-Heimerfolg. Der VfL indes verpasste den Sprung in die Spitzengruppe.

SG H2Ku Herrenberg: Waldenmaier, Elbert;
Schöneberg (3), Bissel (1), Blanke (2), Tuc (3), Bok, Kussmaul, Foth (10/2), Buhler, Neubrander (1/1), Hiller (3), Beddies (2)

VfL Waiblingen: Zec, Meißner;
Tietjen, Nagler, Teixeira da Silva, Zeba, Hagen (9), Wulf (2), Hammer, Smits (1/1), Padutsch (4), Berisha (3), De Bellis (4), Nikolovska, Ridder, Jäger