01.11.2020 10:56 Uhr - 2. Bundesliga - PM SVW, red

"Das Ergebnis ist einfach nur ärgerlich": Werder Bremen verliert knapp gegen TG Nürtingen

Laetitia Quist erzielte neun Tore und übernahm viel Verantwortung. Laetitia Quist erzielte neun Tore und übernahm viel Verantwortung.
Quelle: Hansepixx / SVW
In einer umkämpften Partie auf Augenhöhe mussten sich die Zweitliga-Handballerin des SV Werder Bremen am Ende mit 30:31 der TG Nürtingen geschlagen geben. Damit warten die Bremerinnen weiterhin auf den ersten Saisonsieg und stehen mit nun 1:11 Punkten am Tabellenende.

Dabei kam Werder diesmal gut in die Partie. Angeführt von Lena Thomas konnten sich die Bremerinnen beim 5:3 (8.) eine kleine Führung herausspielen und baute diese beim 9:5 (13.) durch Laura Sposato sogar auf vier Tore aus. Werder agierte gut in der Defensive, ließ im Angriff aber die ein oder andere Chance liegen und so kam Nürtingen beim 10:10 (20.) durch Laetitia Quist zum Ausgleich.

Es war nun wieder diese Schwächephase die Werder-Trainer Robert Nijdam vor dem Spiel unbedingt vermeiden wollte, sieben Minuten blieb Werder insgesamt ohne eigenen Treffer, geriet mit 10:12 in den Rückstand ehe Lena Thomas beim 11:12 (23.) die Torflaute beendete. Werder kämpfte sich nun zurück ins Spiel und so ging es mit einem 15:15-Unentschieden in die Halbzeitpause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb es zunächst eng, doch nach dem 18:18 (35.) konnten sich die Gäste aus Nürtingen absetzen und Werder lief plötzlich einem 19:23-Rückstand (41.) hinterher. Vor allem das Rückraum-Duo Pandza und Quist sorgten bei der Bremer-Defensive immer wieder für Unruhe und im Angriff gelang es nicht die sich bietenden Chancen im gegnerischen Tor unterzubringen. Aufgegeben hatte sich Werder aber auf keinen Fall und man kämpfte sich beim 24:26 (51.) durch Nina Engel wieder auf zwei Tore heran.

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Man merkte beiden Teams an, dass hier keiner als Verlierer vom Platz gehen wollte. Die Grün-Weißen agierten mit einer offensiven Deckung gegen Pandza und Quist und versuchte die beiden Rückraumspielerinnen so aus dem Spiel zu nehmen. Beim 28:29 (57.) war Werder wieder auf einen Treffer dran und kam beim 30:30 durch Rabea Neßlage eine Minute vor dem Ende zum Ausgleich. Nürtingen versuchte nun soviel Zeit wie möglich von der Uhr zu nehmen, damit Bremen keine Angriffsmöglichkeit mehr bekam.

Quist war es die am Ende die Verantwortung bei Nürtingen übernahm und sechs Sekunden vor dem Ende die Führung erzielte. Werder nahm noch einmal eine Auszeit für den letzten Angriff des Spiels, dieser wurde von Nürtingen allerdings durch ein Foulspiel unterbunden und Bremens letzte Chance blieb ein direkter Freiwurf. Diesen donnerte Nina Engel an den Pfosten und so blieb es am Ende bei einer ganz bitteren 30:31-Niederlage für den SV Werder.

"Das Ergebnis ist einfach nur ärgerlich", so Werder-Kreisläuferin Alina Defayay nach dem Spiel, die glaubt, dass heute mehr drin gewesen ist: "Wir haben als Mannschaft gut gespielt und gekämpft, am Ende haben wir aber einfach zu viele Chancen ausgelassen und die freien Würfe nicht im Tor untergebracht." Somit bleibt Werder weiterhin Tabellenletzter in der 2. Liga und wartet auf den ersten Sieg in dieser Saison.