31.10.2020 09:42 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Für HSG Freiburg ist es gegen TuS Lintfort "mal wieder Zeit für einen Heimsieg"

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Quelle: Mario Koberg, Harrislee
Nachdem die Red Sparrows vergangenes Wochenende in Rödertal den ersten Sieg der Saison einfahren konnten, soll nun der erste Heimsieg folgen. Mit der TuS Lintfort kommt ein Gegner aus dem Tabellenmittelfeld ins Breisgau.

Das Team vom Niederrhein steht aktuell mit 5:7 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der 2. Handball Bundesliga der Frauen. Die Gäste vom Niederrhein verloren am letzten Spieltag zuhause mit 26:28 gegen den HC Leipzig, konnten aber die Woche zuvor ein Ausrufezeichen setzten, als sie den Füchsen aus Berlin ihren bisher einzigen Minuspunkt der Saison beigebracht haben.

Herausstechend aus dem Kader von Trainerin Bettina Grenz-Klein: Die 21-jährige Naina Klein aus der eigenen Jugend. Aus dem linken Rückraum agierend lenkt sie das Spiel der Lintforterinnen und erzielte diese Saison schon 32 Tore, 27 davon aus dem Feld. Sogar ein Tor mehr auf dem Konto hat ihre 20-jährige Teamkollegin auf Rechtsaußen, Lisa Kunert, welche mit 16 verwandelten Siebenmetern außerdem ligaweit zu den erfolgreichsten Schützinnen dieser Disziplin zählt.

Die beiden Topscorerinnen der Gäste füllen damit erfolgreich die Lücke, welche sich durch den Abgang von Loes Vandewal aufgetan hatte. Die 26-jährige Rückraumspielerin war letzte Saison mit 133 Toren, davon 92 aus dem Feld, nicht nur das offensive Herz der Lintforterinnen, sondern auch die viertbeste Scorerin der Liga. Nun geht sie in Belgiens erster Liga für den Rekordmeister Fémina Visé auf Torejagd.

Im direkten Vergleich der Red Sparrows mit den Gästen steht es aktuell unentscheiden. In der Hinrunde der letzten Saison konnten die Freiburgerinnen in einer umkämpften Partie das Spiel mit 28:27 für sich entscheiden. Beim zweiten Aufeinandertreffen mussten sich die Breisgauerinnen mit 15:24 geschlagen geben.

"Hoffentlich hält sich das Gruseln am Halloween-Abend in Grenzen", blickt Bettina Grenz-Klein, Trainerin beim Zweitligisten TuS Lintfort auf das Spiel am Samstagabend in Freiburg. Im letzten Jahr hatte der TuS auch Ende Oktober im Breisgau verloren und musste die lange Heimreise nach einer indiskutablen Vorstellung mit viel Frust antreten. "Freiburg ist definitiv ein unbequemer Gegner, der zudem ausgerechnet jetzt inm die Spurt gekommen ist. Der Hohe Sieg in Rödertal hat schon überrascht", findet Grenz-Klein.

"In Freiburg müssen wir geduldig sein und in der Abwehr die Konzentration aufrecht halten", stimmt die Lintforter Trainerin ihre Mannschaft ein. Die HSG bestraft Fehler der Gegner in der Regel kompromisslos und geht auch in der Abwehr gerne rustikal zu Werke. Entscheidend beim damaligen Heimsieg war auch die Unterstützung der Fans, auf welche nun coronabedingt verzichtet werden muss: "Das ist natürlich eine spezielle Situation und mit der leeren Halle muss man nun umgehen", so Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser.

Trotz leerer Halle sind die Freiburgerinnen nach dem ersten Saisonsieg letzte Woche gewillt, nun auch wieder daheim die Punkte zu holen: "Wir versuchen, nicht auf den Gegner zu schauen, sondern auf uns und darauf, dass wir auf die guten Dinge der letzten Woche weiter aufbauen können. Der Sieg tat natürlich sehr gut, aber man kann sich in dieser Liga nicht viel Pause erlauben, denn es geht gleich wieder zur Sache. Wir müssen jetzt weitermachen, mit der leeren Halle umgehen und wir wollen die zwei Punkte in Freiburg halten", sagte Wiggenhauser im Vorfeld der Partie und fügte zum Abschluss hinzu: "Ich denke, es ist mal wieder Zeit für einen Heimsieg!"

Mit einem Erfolg könnte sich der TuS im Mittelfeld der 2. Liga festsetzen. "Das war nicht zu erwarten, dass wir so schnell mithalten können. Aber wir müssen unbedingt die technischen Fehler minimieren und unsere Schwächephasen so kurz wie möglich halten. Zum Glück verfügen wir über Alternativen auf der Bank und wollen das Spiel bei allem Respekt selbstbewusst angehen" erwartet Bettina Grenz-Klein ein enges Match in Freiburg.