29.10.2020 08:34 Uhr - 1. Bundesliga - chs, dpa

Ex-Nationalspielerin Anna Loerper beendet Karriere nach dieser Saison

Anna LoerperAnna Loerper
Quelle: Marco Wolf
Die ehemalige Handball-Nationalspielerin Anna Loerper plant ihr Karriereende. "Nach dieser Saison ist für mich definitiv Schluss. Mein Körper sagt mir deutlich, dass es Zeit wird aufzuhören", sagte die Spielmacherin des Bundesligisten SG BBM Bietigheim der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag): "Der Aufwand, den ich betreibe, um spielen zu können, ist schon sehr hoch." Ende Juni hatte Bietigheim den Vertrag mit der 35-Jährigen um ein Jahr verlängert.

Loerper begann ihre Karriere am Niederrhein bei VT Kempen. Bereits im Jugendalter trainierte sie parallel schon bei Werkselfen von Bayer Leverkusen, wo sie dann zunächst auf Linksaußen, später dann im zentralen Rückraum in der Handball Bundesliga Frauen zum Einsatz kam. 2005 folgte mit den Rheinländerinnen der erste internationale Titel mit dem Gewinn des Challenge-Cups. Mit den Werkselfen wurde sie zudem 2010 DHB-Pokalsieger.

2011 folgte der Wechsel nach Dänemark zu TTH Holstebro, wo sie mit den Jütländerinnen dann 2013 den EHF-Cup gewinnen konnte. Nach ihrer Rückkehr in die Handball Bundesliga Frauen wechselte sie zunächst für ein Jahr zum VfL Oldenburg und dann ab 2014 dreieinhalb Jahre für die TuS Metzingen auf. Während ihrer Zeit bei den Ermstälerinnen wurde sie 2015 und 2016 Handballerin des Jahres. Nach ihrem Wechsel zur SG BBM Bietigheim konnte sich Loerper auch den Traum vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft erfüllen, nachdem sie zuvor mit Leverkusen zweimal Vizemeister war.

Für den Deutschen Handballbund debütierte die Spielmacherin am 14. Oktober 2005 unter dem damaligen Bundestrainer Armin Emrich und wenige Monate später folgte mit der WM 2005 in St. Petersburg gleich das erste Großturnier. Größte Erfolge waren die Bronzemedaille bei der WM 2007 in Frankreich sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Für den DHB absolvierte sie 246 Länderspiele und erzielte 428 Tore. Seit 2018 ist die Vorstandsmitglied der Handball Bundesliga Frauen, zudem ist die studierte Sportmanagerin auch als TV-Expertin im Einsatz.

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