24.10.2020 09:46 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HC Leipzig wird für TuS Lintfort "ein ganz harter Brocken"

Naina Klein und der TuS Lintfort müssen auf Zuschauer verzichtenNaina Klein und der TuS Lintfort müssen auf Zuschauer verzichten
Quelle: TuS Lintfort
Erstmals in seiner Zweitligageschichte trifft der TuS Lintfort am Sonntag auf den HC Leipzig. In der letzten Saison wurde ein Spiel verlegt, anschließend fielen beide Partien dem Abbruch der Saison zu Opfer. Und so kommt es nun am Sonntag zur Premiere gegen den 21fachen Deutschen Meister (davon 15 Titel in der früheren DDR), der zuletzt 2010 den Deutschen Titel erringen konnte.

Leipzig ist mit 7:3 Punkten gut in die Saison gestartet und hatte am letzten Wochenende im Sachsenduell die Rödertalbienen deutlich mit 38-25 geschlagen. "Da kommt ein ganz harter Brocken auf uns. Leipzig gehört definitiv zu den besseren Mannschaften der Liga", erklärt Bettina Grenz-Klein, Cheftrainerin beim TuS.

Aber auch ihre Mannschaft kann ja auf fünf Punkte aus den letzten drei Spielen zurückblicken, darunter der Sensationspunkt aus Berlin. "Der Trend geht schon in die richtige Richtung und die Entwicklung der Mannschaft ist enorm. Aber gerade unsere jüngeren Spielerinnen unterliegen natürlich Schwankungen. Von daher müssen wir jedes Wochenende wieder versuchen, die Leistung über einen längeren Zeitraum zu stabilisieren" ordnet Grenz-Klein die Leistungen ihrer Mannschaft ein.

Leipzigs Cheftrainer Fabian Kunze erwartet daher auch ein Spiel auf Augenhöhe. Die Reise wird am Sonntag um 7:00 Uhr in der Messestadt gestartet und an diesem Sonntag werden es über 500 km in Richtung Westen werden. "Bis auf wenige Ausnahmen ist die Mannschaft derzeit verletzungsfrei, so dass am Sonntag um 16.00 Uhr eine schlagkräftige Truppe in Lintfort auf der Platte stehen wird, die an die starke Leistung im Sachsen-Derby gegen den HC Rödertal anknüpfen will", so der HCL in seiner Mitteilung.

Gegen das Tempospiel der Gäste darf sich der TuS nicht so viele technische Fehler erlauben und muss seine Chancen konsequent nutzen. Dann bestehen auch gegen den HCL durchaus Chancen, in einem engen Spiel zu punkten. "Und zuletzt haben wir ausgerechnet in den engen Phasen der 2. Halbzeit immer bewiesen, dass wir solche Aufgaben lösen können", blickt Grenz-Klein optimistisch auf die Partie am Sonntag.

Diese wird wohl ohne Zuschauer stattfinden müssen. "Wir haben nur noch eine kleine Hoffnung, dass sich das ändert. Die Vorgaben des Landes sind für Bundesligen eindeutig, auch wenn niemand erklären kann, warum alle anderen Ligen mit Zuschauern spielen dürfen und nur die wenigen Bundesligen nicht", ärgert sich Bettina Grenz-Klein.