23.10.2020 10:16 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine, red

Buxtehuder SV will bei Bad Wildungen Vipers "Stärken auf die Platte bringen"

Munia SmitsMunia Smits
Quelle: malafo, Vipers
Trainer Dirk Leun hat für die bevorstehende Bundesligapartie der Buxtehuder Handballerinnen eine klares Ziel vorgegeben. Der Tabellen-Achte soll am Samstag (19.00 Uhr) bei der HSG Bad-Wildungen (Platz 13) gewinnen. Es wäre nach zwei Heimsiegen der erste Erfolg in der Fremde in dieser Saison. "Wir müssen unsere Stärken auf die Platte bringen und dürfen uns nicht so schnell aus der Bahn werfen lassen."

Mit einer Prognose tat sich Leun indes schwer nach den vergangenen Ergebnissen der Gastgeberinnen. Dem überraschenden 30:27-Erfolg bei der HSG Bensheim/Auerbach folgte ein deutliches 18:33 in Leverkusen. "Sie haben innerhalb von zwei Wochen beide Gesichter gezeigt. An guten Tagen kann Bad Wildungen selbst die Topteams ärgern." Von seiner Mannschaft erwartet der Trainer eine Leistungssteigerung in der Defensive gegenüber dem 32:29-Sieg vor einer Woche gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Leun: "Wir haben zu viele leichte Gegentore bekommen."

Auch Leuns Team schwankte bisher in den Leistungen. Während er mit den Auftritten in eigener Halle (3 Siege, 1 Niederlage) zufrieden war, enttäuschte der BSV bei den bisherigen Auswärtspleiten in Halle-Neustadt (23:25) und Dortmund (19:36). "Zu Hause sind wir deutlich stabiler. Auswärts ist es ein anderer Druck. Auch wenige Fans können richtig Stimmung machen." In Bad Wildungen müsse sein Team dies ausblenden. "Wir müssen unsere Stärken auch in Auswärtsspielen auf die Platte bringen und dürfen uns nicht so schnell aus der Bahn werfen lassen."

Denn für den BSV-Coach zählt nur ein Sieg, um den Aufwärtstrend der vergangenen Wochen fortzusetzen. Setzt seine Mannschaft die Vorgaben um, hält er dies für realistisch. "Wir müssen diszipliniert und kämpferisch spielen und Tempohandball spielen." Personell stehen Leun für die Partie alle Spielerinnen zur Verfügung. Paulina Golla verpasste jedoch studienbedingt zwei Trainingseinheiten in dieser Woche.

Bremmer: "Müssen "das starke Konterspiel der Buxtehuderinnen unterbinden"




Für die Vipers gilt es nach dem enttäuschenden Spiel gegen Leverkusen den Reset-Knopf zu drücken. Die Freude auf das kommende Spiel ist groß, denn die Vipers wollen wieder einen Schritt nach vorne machen und an die Leistung gegen Bensheim anknüpfen. In der vergangenen Woche wurde hart und diszipliniert gearbeitet, was die Vipers gegen Buxtehude nun auch auf die Platte bringen möchten. "Wir müssen dafür sorgen, dass wir emotional und kämpferisch hundertprozentige Leistung abrufen können! Wir müssen außerdem das starke Konterspiel der Buxtehuderinnen unterbinden und uns auf unser Abschlussverhalten konzentrieren", lautet der Bremmer-Matchplan.

Zudem werden die Vipers das kommende Heimspiel ohne Zuschauer bestreiten müssen. Die oberste Priorität hat nach der Gesundheit der Fans und Spielerinnen auch die Fortführung des Trainings- und Spielbetriebes, um den geliebten Handballsport weiter ausführen zu dürfen. Aufgrund der aktuellen Geschehnisse mussten die Verantwortlichen der Vipers handeln und haben in vielen Gesprächen und in Abstimmung mit dem Bürgermeister entschieden, das kommende Spiel ohne Publikum zu bestreiten. "Dies war mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, wir sehen uns jedoch in dieser Verantwortung", so Uwe Gimpel, Geschäftsführer der Vipers.

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