19.10.2020 18:01 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Freiburg nach Niederlage gegen die TG Nürtingen weiter ohne Sieg

Simone Falk erzielte zwei Tore für die HSG Freiburg.Simone Falk erzielte zwei Tore für die HSG Freiburg.
Quelle: Patrick Seeger, HSG
Die HSG Freiburg schaffte es auch im dritten Anlauf nicht, Punkte im Breisgau zu behalten. Gegen die TG Nürtingen verloren die "Red Sparrows" verdient mit 23:28 (8:14). Beste Werferin der Freiburgerinnen war an diesem Abend Rebecca Dürr mit fünf Treffern, gefolgt von Marie Lipps, Angelika Makelko und Christiane Baum, die jeweils vier Mal erfolgreich waren.

Die Partie, welche auf Grund der steigenden Fallzahlen im Gebiet Freiburg ohne Zuschauer stattfinden musste, begann aus Freiburger Sicht enttäuschend. Offensiv konnten die Gastgeberinnen wenig Gefahr ausstrahlen und defensiv waren die beiden Toptalente der Nürtingerinnen, Laetitia Quist (8/1) und Katarina Pandza (8), von Beginn an in Topform.

"Wir konnten die individuelle Klasse der beiden über 60 Minuten nicht in den Griff bekommen", so Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser nach der Partie Über die beiden 18-jährigen.

Beim Spielstand von 2:6 nach elf Spielminuten sah sich der Freiburger Trainer gezwungen, das erste Timeout zu nehmen, welches auch seine Wirkung zeigte:

"Wir taten uns am Anfang schwer, Tore zu werfen, wurden dann aber besser und konnten gut mithalten. Leider waren die letzten drei Spielminuten dann sehr unbefriedigend", so Wiggenhauser. Denn statt auf 9:11 zu verkürzen, blieb es bis zur 27. Spielminute beim Spielstand von 8:11, ehe die Nürtingerinnen mit drei schnellen Treffern sich auf 14:8 zur Halbzeit absetzten konnten.

Diesen Schwung konnte die Gäste aus Schwaben auch aus der Kabine mitnehmen und setzten sich nach nur fünf Minuten in der zweiten Halbzeit mit 9:17 ab. Wieder sah sich Wiggenhauser genötigt zu reagieren und ein Timeout zu nehmen. Mit einer auf 5-1 umgestellten Abwehr und einer siebten Feldspielerin konnten sich die Red Sparrows wieder in die Partie zurückkämpfen.

"Die haben wirklich alles versucht. Die haben uns die Hölle heiß gemacht", resümiert Fridrikas unter anderem das Verkürzen der Red Sparrows von 12:19 (39. Minute) auf 15:19 (41. Minute). "Ich bin zufrieden mit der Mannschaft, aber an der Trefferquote müssen wir arbeiten", resümierte die TGN-Trainerin, nachdem die Anzeigetafel 28:22 aus Nürtinger Sicht beim Schlusspfiff aufleuchtete.

"Die siebte Feldspielerin hat gut funktioniert und wir konnten einfache Tore werfen. Auch in der angestellten Abwehr, welche wir so noch nie gespielt hatten, haben wir es viel besser gemacht", analysierte Wiggenhauser nach dem Spiel und zeigte sich stolz auf seine Mannschaft:

"Hut ab vor der Moral meiner Mannschaft! Leider war der Abstand schon zu groß und wir konnten nicht mehr ran kommen. Ich denke jedoch, das war auf keinen Fall ein schlechtes Spiel von uns." Ein großes Lob vom Coach erhielt auch Salome Kuß. Die 16-jährige Torhüterin aus der eigenen Jugend der Red Sparrows stand bei ihrem Kaderdebüt auch zum ersten Mal im Tor der Freiburgerinnen und glänzte, neben zahlreichen Paraden, gleich bei ihrem ersten Ballkontakt in der 21. Minute, als sie einen Sieben-Meter Versuch von Katarina Pandza parierte.

Im nächsten Spiel am 24. Oktober treffen die Red Sparrows auswärts auf den Tabellenzehnten HC Rödertal. Am 25. Oktober ist der Tabellenzwölfte TVB Wuppertal zu Gast bei der TG Nürtingen.

HSG Freiburg: Debora D?Arca, Svenja Wunsch, Salome Kuß; Hannah Person (1), Christiane Baum (4), Angelika Makelko (4), Rebecca Dürr (5), Natacha Buhl, Carolin Spinner (2/1), 1x2"), Kathrin Disch (1x2"), Nadine Czok (1), Leonie Hartl, Simone Falk (2), Maja Zeides, Luciana Villavicencio, Marie Lipps (4)

TG Nürtingen: Christine Hessen, Lena Schmid; Nina Fischer (1), Laetitia Quist (8/1), Lisa Weider (3), Delia Cleve (1), Lea Schuhknecht, Hannah Eisenbraun, Carmen Siller, Benitta Quattlender (3, 1x2"), Laura Maier, Lenya Treusch (1x2"), Saskia Wagner (4), Katarina Pandza (8)