19.10.2020 13:10 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Blomberg-Lippe feiert in Buchholz einen Sieg nach Achterbahnfahrt

Blomberg jubelte über einen Sieg in Buchholz. Blomberg jubelte über einen Sieg in Buchholz.
Quelle: HSG Blomberg-Lippe
Die HSG Blomberg-Lippe hat am 6. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen einen hartumkämpften Auswärtssieg eingefahren. Bei den Handball Luchsen Buchholz 08-Rosengarten musste das Team von Trainer Steffen Birkner lange um die Punkte zittern, konnte sich nach einer Achterbahnfahrt der Gefühle jedoch mit 27:26 (17:15) durchsetzen. Beste Werferin war Marie Michalczik mit 10/4 Treffern, bei den Luchsen war Evelyn Schulz fünf Mal erfolgreich.

Hoch motiviert präsentierte sich das Team von Steffen Birkner ab der ersten Sekunde. Nach einer starken Parade von HSG-Torfrau Melanie Veith nutzte Marie Michalczik auf der Gegenseite ihre erste Chance und verwandelte den Ball sicher im Gehäuse der Heimmannschaft.

Durch aggressive und konzentrierte Abwehrarbeit kamen die Blombergerinnen in den ersten Minuten immer wieder erfolgreich ins Tempogegenstoßspiel. HSG-Rechtsaußen Lisa Rajes verwandelte diese sicher. Ein weiterer Treffer von Michalczik bewegte den Trainer der Handball Luchse, Dubravko Prelec, nach acht gespielten Minuten dazu, beim Stand von 2:6 die erste Auszeit des Spiels zu nehmen.

Die gewählten Worte sollten jedoch zunächst keine Wirkung zeigen. Blomberg spielte wie entfesselt und bestrafte jeden Fehler des Aufsteigers eiskalt. Nach 20 Minuten wurde HSG-Linksaußen Ndidi Agwunedu schön freigespielt, woraufhin die 20-Jährige sicher zur 7:15-Führung traf.

Gerade als niemand in der Halle mehr so recht an einen Erfolg der Handball Luchse glauben wollte, verloren die Nelkenstädterinnen komplett den Faden. Mit fünf Toren in Folge ließen die Aufsteiger aus Rosengarten den komfortablen Vorsprung der HSG noch vor der Halbzeit auf zwei Tore schmelzen.

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Die Halbzeit nutzte das junge Team der HSG Blomberg-Lippe erfolgreich, um sich zu sammeln. Entschlossen nahmen HSG-Kapitänin Laura Rüffieux und Co. nun den bereits im Vorfeld erwarteten harten Kampf an. Erneut gelang den Blombergerinnen dabei der bessere Start. Durch starke Paraden von Veith und einem konzentrierten Auftritt des kompletten Teams konnte die Führung wieder ausgebaut werden.

Nach 47. gespielten Minuten war es Myrthe Schoenaker, die sehenswert zum 20:25 traf. Doch die Handball Luchse gaben nicht auf.  Wie in der ersten Halbzeit arbeitete sich der Tabellenvierzehnte Tor für Tor zurück in die Begegnung. Als Rüffieux vier Minuten vor dem Ende zum 23:27 traf, schien das Spiel zwar kurzfristig entschieden, technische Fehler luden die Luchse jedoch erneut dazu ein, noch einmal ihre Chance zu wittern.

Und so kam es, wie es bei diesem Spiel kommen musste. 50 Sekunden vor dem Ende erzielte Luchse-Spielerin Evelyn Schulz den 26:27-Anschlusstreffer. Birkner nahm seine letzte Auszeit. Nach Wiederanpfiff schafften es die Blombergerinnen jedoch nicht, die Zeit runterzuspielen und gewährten der Heimmannschaft einen letzten Angriff. Vor dem Ablauf der Uhr sollte es den Luchsen nicht mehr gelingen zum Abschluss zu kommen, der letzten Freiwurf landete in der HSG-Abwehr.

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"Ich bin glücklich, dass wir heute die Punkte mitgenommen haben", erklärte Steffen Birker nach Spielende. "Es war das erwartet schwere Spiel. Erst schien alles nach Plan zu laufen, dann hat sich jedoch gezeigt, dass wir noch nicht stabil genug sind. Wir haben zu viele Fehler gemacht und die Luchse zu einem Comeback eingeladen."

Am Ende, so der HSG-Coach abschließend, "bin ich jedoch auch stolz auf meine Youngster, die sich von schlechten Aktionen nicht haben entmutigen lassen und bis zum Ende weiter Gas gegeben haben. Unsere Fehler werden wir in der kommenden Woche aufarbeiten. Vorher hat sich mein Team jedoch einen Tag frei verdient."

Luchse-Coach Prelcec bilanzierte: "Es hat unglaublich viel Kraft gekostet immer wieder den Vorsprung der HSG aufholen zu müssen. In entscheidenden Situationen verfügst du dann nicht mehr über die notwendige Konzentration, um deine Chance zu nutzen."

Aufgrund seines dezimierten Kaders, so Prelcec weiter, "konnte ich nicht so oft wechseln wie ich es gerne getan hätte, aber mit der Leistung meiner Mannschaft in den letzten 40 Minuten bin ich sehr zufrieden. Wenn wir uns in den nächsten Spielen weiter steigern und mutig spielen, werden wir bestimmt auch die Ergebnisse erreichen, die wir zum Klassenerhalt brauchen."