18.10.2020 14:12 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Tempospiel funktioniert: Metzingen demontiert Kurpfalz Bären Ketsch

Lara Eckhardt und die Kurpfalz Bären wurden von der Metzinger Deckung immer wieder ausgebremstLara Eckhardt und die Kurpfalz Bären wurden von der Metzinger Deckung immer wieder ausgebremst
Quelle: Daniel Bamberger, Kurpfalz Bären
"Wir waren von Beginnan sehr konzentriert", lobte TuS-Trainerin Edina Rott ihre Mannschaft nach dem Auswärtserfolg bei den Kurpfalz Bären in Ketsch, der mit 35:14 am Ende überdeutlich ausfiel. Nach der Niederlage gegen Leverkusen und 2:6 Punkt für die Gäste der erhoffte Befreiungsschlag. Für Ketsch stehen 0:12 Punkte zu Buche. "Halbherzig und nicht überzeugend kann man das Spiel der Kurpfalz Bären gegen die TuS Metzingen durchaus beschreiben", so der Pressedienst der Gastgeberinnen nach der deutlichen Niederlage.

Metzingen stellte von Beginn an eine sichere Abwehr und Madita Kohorst im Tor parierte die Bälle, die den Weg Richtung Metzinger Gehäuse fanden. Deshalb stand es nach knapp zehn Minuten bereits 6:0 für Metzingen. Vor allem die Flügelzange van Wetering und Zapf konnten über Konter zum Torerfolg kommen. Einziger Dorn im Auge der Pink Ladies war die frühe Rote Karte für Kreisläuferin Tamara Haggerty in der achten Minute: Die junge Niederländerin stoppte eine Gegnerin beim Wurfversuch, welche unglücklich auf dem Boden landete - "eine harte Entscheidung der Unparteiischen", so der Metzinger Pressedienst.

Die TuSsies ließen sich davon ebensowenig beeindrucken wie vom ersten Treffer der Gastgeberinnen durch Sophia Sommerrock nach gut elf Minuten. Immer wieder waren es die Außenspielerinnen, die für Metzingen jubeln durften. Beim 15:5 gab es bereits im ersten Abschnitt den ersten Zehn-Tore-Abstand, die Kurpfalz Bären konnten durch das 9:18 von Sina Michels diesen zur Pause aber wieder in den einstelligen Bereich verschieben. Doch den Bären fehlte die Durchschlagskraft, am Ende konnte nur Cara Reuthal mehr als zwei Tore erzielen.

Die zweite Hälfte begann wie die erste Halbzeit, in Minute 40 nahm Bären-Trainer Fuladdjusch seine dritte und letzte Auszeit beim Stand von 24:9. Der Acht-ToreLauf der Metzingerinnen führte aber noch über zwei Treffer zum 26:9, bis die Heimmanschaft das erste Mal in der zweiten Halbzeit jubeln durfte. Eine Viertelstunde vor Schluss nutzte Edina Rott die deutliche Führung, um den jungen Talenten Spielzeit zu geben und die nutzten sie auch. So konnten beispielsweise Anna Albek, Lena Degenhardt und Rebecca Rott sich in die Torschützenliste eintragen.

Neben der weiterhin starken Deckung der Metzingerinnen war ein weiterer Grund die überragende Madita Kohorst. An ihre sechzehn Paraden knüpfte Nicole Roth in der Schlussviertelstunde mit sechs weiteren an - für Metzingens Torhüterinnen stand beim 35:14-Kantersieg eine Quote von über sechzig Prozent abgewehrte Bälle zu Buche. Beste Werferinnen der Gäste waren Marlene Zapf und Bo van Wetering mit je acht Treffern.

"Gegenüber anderen Mannschaften wie Metzingen oder Bietigheim haben wir zu wenig Trainingseinheiten. Unsere Spielerinnen gehen unter der Woche ihrem Beruf nach und spielen nebenbei Handball. Diesen Unterschied merkt man dann natürlich", so der Bären-Trainer Adrian Fuladdjusch in der Pressekonferenz.

"Die zwei Punkte waren sehr wichtig heute und haben klargemacht, dass wir es besser können als wir es gegen Leverkusen gezeigt haben. Die Abwehr war sehr konzentriert und wir haben es geschafft 60 Minuten unser Tempospiel durchzuziehen. Der Sieg gibt uns ein gutes Gefühl für die nächste Woche, dennoch müssen wir weiter hart an uns arbeiten", so Edina Rott. Auf ihr Team wartet in der nächsten Woche die SG BBM Bietigheim, für Ketsch geht es zu den noch ungeschlagenen Dortmunderinnen.

Kurpfalz Bären Ketsch - TuS Metzingen 14:35 (9:18)

Kurpfalz Bären Ketsch:
Moormann, Wiethoff
Michels (2), Hinzmann, Feiniler (1), Haupt, Brand, Sommerrock (2), Marmodee, Fackel (2), Reuthal (5/2), Möllmann, Engelhardt, Eckhardt (2), Winnewisser

TuS Metzingen:
Kohorst, Roth
Zapf (8/1), v. Wetering (8), Degenhardt (1), Albek(1) , Niederwieser (2), Weigel (4), v. d. Baan, Hübner (3), Brons (3), Haggerty , Rott(3), Korsos (2)

Schiedsrichter: Marvin Cesnik / Jonas Konrad
Zuschauer: 150
Strafminuten: 8 (Feiniler, Fackel, Reuthal, Möllmann) - 6 (2x Degenhardt, Hübner)
Rote Karte: Haggerty (TuS, 8. Min)
Siebenmeter: 2/2 ? 1/3 (Zapf und Petersen scheitern)

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