18.10.2020 12:20 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, dpa

Dank starker Torhüterleistung: Buxtehuder SV besiegt HSG Bensheim/Auerbach

Katharina FilterKatharina Filter
Quelle: Stefan Michaelis
Dank einer starken Torhüterleistung hat der Buxtehuder SV am Samstag einen 32:29 (16:14)-Erfolg gegen die HSG Bensheim-Auerbach gefeiert. Für das Team von Trainer Dirk Leun war es vor 410 Zuschauern in der Halle Nord der zweite Bundesliga-Heimsieg nacheinander in dieser Saison. Beste Werferin war Caroline Müller-Korn (6/4). Annika Lott sah kurz vor Ende wegen ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Für Bensheim traf Lisa Friedberger achtmal.

"Wir haben uns vorgenommen, die alten Tugenden wieder umzusetzen und uns auf das Tempospiel zu konzentrieren", betonte Leun nach dem Sieg. "In der ersten Halbzeit haben wir einen attraktiven Handball gespielt. Die Mannschaft hat alles gegeben, das wollen wir sehen. Wir haben verdient gewonnen und waren in der Summe die drei Tore besser."

Von Beginn an war der BSV bemüht, offensiv eine bessere Leistung abzuliefern als in der Vorwoche beim 17:16-Erfolg gegen Leverkusen. Ein probates Mittel in der Anfangsphase waren die Anspiele an den Kreis. Immer wieder wurde Lynn Schneider gesucht. Die Kreisläuferin verwertete die Bälle oder konnte nur per Foul gestoppt werden, sodass es Siebenmeter gab. Auch das von Trainer Dirk Leun geforderte Tempospiel lief besser. Einzig aus dem Rückraum benötigte der BSV fast 18 Minuten, ehe Annika Lott beim 11:9 erstmals aus der Distanz traf.

Die knappe Führung sollte den BSV in der Folge begleiten. Wenn die Gastgeberinnen sich ein kleines Polster herausgespielt hatten, leisteten sie sich Fehlwürfe und technische Fehler, sodass die "Flames" verkürzen konnten. Sekunden vor der Pause bot sich den Gästen sogar die Gelegenheit zum Ausgleich. Ein ungenaues Zuspiel ermöglichte jedoch Isabelle Dölle, nach einem langen Pass von Meret Ossenkopp, den 16:14-Pausenstand zu erzielen.

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Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie auf Augenhöhe. Zunächst traf Lynn Schneider zum 17:14, ehe die HSG mit drei Treffern in Folge ausglich. Es wiederholte sich das identische Szenario. Buxtehude spielte sich eine kleine Führung heraus, Bensheim verkürzte. Dem BSV bot sich mehrfach die Gelegenheit den Vorsprung auf vier Tore auszubauen, doch jedes Mal in dieser Situation leisteten sich die Gastgeberinnen ein Stürmerfoul, ein Fehlwurf oder technische Fehler.

Daher musste Buxtehude um den zweiten Heimsieg innerhalb einer Woche bis in die Schlussphase bangen. Neun Minuten vor dem Ende sah Annika Lott wegen ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte. Auch davon ließen sich die BSV-Spielerinnen nicht beeindrucken. Als Liv Süchting dreieinhalb Minuten vor der Schlusssirene für zwei Minute vom Feld musste, drohte Bensheim doch noch den Ausgleich zu erzielen. Noch 80 Sekunden waren auf der Uhr, als Katharina Filter mit ihrer achten ihrer neun Paraden gegen die freistehende Sarah Dekker parierte und damit das 30:30 verhinderte. Stattdessen sorgten Lone Fischer und Paula Prior auf der Gegenseite für die Entscheidung und den 32:29-Endstand.

"Ich bin sehr erleichtert. Es war wieder ein sehr spannendes Spiel und ich bin einfach nur froh über den Sieg", so Filter. "Wir haben richtig zusammen gefightet, uns gegenseitig gepusht, vorne die Dinger reingehauen und hinten gut zusammen gestanden."

HSG-Trainerin Heike Ahlgrimm bilanzierte: "Ich bin enttäuscht, weil wir es selber verbockt haben. Das weiß meine Mannschaft auch. Mit 17 Fehlwürfen und zehn technischen Fehlern können wir kein Spiel gewinnen. Es tut weh, weil wir die Chancen hatten, mindestens einen Punkt mitzunehmen. In Überzahl haben wir uns viele Chancen herausgespielt, machen sie aber nicht. Auswärts 29 Tore zu werfen ist richtig gut, aber wir kassieren auch 32."