17.10.2020 09:34 Uhr - 2. Bundesliga - PM Rödertal, red

Erstes Sachsenderby für den HC Rödertal

Isabel WolffIsabel Wolff
Quelle: Heiko Nühse, HCR
Nach der zweiwöchigen Länderspielpause steht für die Rödertalbienen das erste Sachsenderby auf dem Programm. Am Sonntag, den 18. Oktober 2020, geht es in die Messestadt Leipzig. Um 16:00 Uhr ist in der Sporthalle Brüderstraße Anwurf zur Partie gegen den HC Leipzig.

Wer gerne einmal auf den Spuren von Johann Sebastian Bach wandeln, das Völkerschlachtdenkmal oder einen riesigen Zoo besuchen möchte ist Leipzig goldrichtig. Doch auch sportlich hat die Messestadt viel zu bieten: seit der Saison 2015/2016 spielen die Männer der Handballabteilung des SC DHfK Leipzig in der 1. Bundesliga. Nur eine Spielzeit später stieg auch die in Leipzig ansässige Fußballmannschaft in die höchste Spielklasse Deutschlands auf und bestreitet seine Heimspiele in der Arena am Leipziger Sportforum.

Die Sachsenderbys sind seit jeher Highlights für die Fans - Emotionen und kämpferische Duelle stehen dabei auf der Tagesordnung. Nun sind die Bienen beim sechsmaligen Deutschen Meister, der sich in einem Neuaufbau befindet, gefordert. Dass deren Spielstätte nicht umsonst den berühmten Beinamen "Brüderhölle" trägt und schwer bespielbar ist, erlebte schon der BSV Sachsen Zwickau. Zum Saisonauftakt gewannen sie denkbar knapp mit 27:26.

Es war bisher auch die einzige Niederlage der Leipzigerinnen. Denn der Niederlage folgte ein deutlicher Sieg beim VfL Waiblingen (27:21), ein Unentschieden gegen die "Nordfrauen" aus Harrislee (26:26) und ein weiterer Sieg bei der TG Nürtingen (25:22). In Summe macht das 5:3 Punkte und bedeutet einen respektablen fünften Tabellenplatz.

Beste Torschützin im Team von Cheftrainer Fabian Kunze ist mit 16 Treffern eine ehemalige Biene - Jacqueline Hummel. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Stefanie (11 Tore) steht sie für die Erfahrung in der jungen Leipziger Mannschaft. Bei einem Blick in die Statistik fällt jedoch auf, dass die Torschützinnen breit gefächert sind. Von beinahe jeder Position strahlen sie Torgefahr aus.

Auch die Rückraumspielerinnen Lilli Röpcke (14 Tore) und Julia Weise (13 Tore) sowie Außenspielerin Pauline Uhlmann (13/5 Tore) netzten schon zweistellig ein. An Röpcke ist zu sehen wie familiär es beim HC Leipzig zugeht. Sie und ihre Schwester Lotta sind nämlich die Töchter von Thomas Röpcke, der als Vizepräsident Kommunikation und Hallensprecher tätig ist.

In den bisherigen beiden Duellen des HC Rödertal mit dem HC Leipzig spielten beide Mannschaften ihren Heimvorteil aus. Der HCR konnte in der vergangenen Saison im Bienenstock einen deutlichen 34:25-Sieg feiern. Dafür ging die Parte in der "Brüderhölle" mit 30:26 an den HCL. Dieses Mal will die Mannschaft der Rödertalbienen auch auswärts etwas Zählbares einfahren.

"Wir wollen und müssen das Derby gewinnen, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren. Es wird schwer, denn so ein Spiel hat immer seine eigenen Gesetze", sagte HCR-Cheftrainer Karsten Schneider und spürte nicht nur bei sich die Vorfreude: "Ich freue mich sehr darauf und brenne schon jetzt für das Spiel. Auch in der Mannschaft kann ich eine gewisse Anspannung bereits fühlen."

Für die Gegnerinnen aus der Messestadt findet er nur lobende Worte: "Der HCL hat eine junge und spielstarke Mannschaft, der die Zukunft gehört und die wir jetzt schon sehr ernst nehmen müssen." Dank dem Vorbereitungsturnier in Hodonin ahnt der Bienen-Coach bereits was auf ihn und seine Mannschaft zukommt.

"In Hodonin haben wir schon gegen den HC Leipzig gespielt und erste Erkenntnisse gesammelt. Seit einer Woche bereiten wir uns mit intensiven Einheiten vor." Seine Vorgabe ist klar: "Die Mädels müssen die technischen Fehler minimieren. Außerdem wollen wir eine kompakte, aggressive und lautstarke Deckung spielen. Wenn es uns gelingt an die zweite Halbzeit vom Spiel gegen Berlin anzuknüpfen und die Leistung über 60 Minuten auf die Platte bringen, können wir erfolgreich sein."