15.10.2020 10:23 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Metzingen "sehr enttäuscht" nach verpatzter Heimpremiere gegen Bayer Leverkusen

Svenja Huber feierte mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen einen Auswärtssieg in Metzingen.Svenja Huber feierte mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen einen Auswärtssieg in Metzingen.
Quelle: Stefan Michaelis
Im ersten Heimspiel der Saison 2020/21 musste die TuS Metzingen bereits ihre dritte Niederlage hinnehmen. Die Tussies unterlagen dem TSV Bayer 04 Leverkusen mit 23:25 (13:13).

Der erste Spielabschnitt war von Beginn an ein offener Schlagabtausch. Die Gäste aus Leverkusen gingen immer wieder in Führung und die Tussies glichen aus. Ab dem 4:4 durch die treffsichere Marlene Zapf führten die Metzingerinnen immer wieder mit einem Tor.

Die Gäste aus dem Rheinland, schafften es nach langen Angriffen immer wieder aus dem Rückraum und vor allem über den Kreis zu Toren zu kommen. Trotz einiger Zeitstrafen und viel Zeit in Unterzahl, verteidigte das Team von Edina Rott sehr engagiert. Folgerichtig ging es mit einem 13:13 in die Halbzeitpause.

Gästeabwehr stellt Metzingen vor Probleme


In der zweiten Halbzeit gingen die Elfen ihrer Spezialität, der guten Abwehrarbeit nach. Immer wieder provozierten sie einfache Ballverluste im pinken Positionsangriff. Vorne waren es dann Keita und Zschocke die für ihre Farben jubeln durften. Aus einem 18:18 (43.Min) wurde ein 20:24 (51.Min), diese Führung haben die Gäste bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand.

Für die TuS Metzingen ein sehr enttäuschendes Ergebnis, wie auch Trainerin Edina Rott sofort zugeben musste: "Über die Leistung heute sind wir sehr enttäuscht, vor allem im Angriff war es von jedem einzelnen einfach viel zu wenig. Wir haben nicht den Tempohandball gespielt, denn wir uns vorstellen. Wir müssen in den Tritt finden, sonst wird es eine sehr harte Saison. Gegen Ketsch müssen wir anders auftreten und zwei Punkte einfahren."

Auch die deutsche Nationalspielerin Maren Weigel sieht Einiges an Verbesserungspotential: "Die zweite Hälfte war nicht gut. Unser Angriffsspiel war nicht flüssig und in der Abwehr hatten wir einige Lücken. Wir haben zu wenig als Team agiert und es dann auch individuell nicht lösen können. Leverkusen hat gut verteidigt, was uns sehr ungeduldig gemacht hat. Am Samstag gegen Ketsch muss natürlich ein Sieg her, da gibt es kein Wenn und Aber."

"Wir haben auch verdient gewonnen, weil wir nach dem Wechsel die Fehler der ersten Halbzeit nicht mehr gemacht haben. Wir konnten dann unsererseits aus den Fehlern des Gegners im Gegenstoß Kapital schlagen. Auch waren wir heute über den Kreis gefährlich", freute sich Leverkusens Trainerin Renate Wolf über "die geschlossene Mannschaftsleistung" sowie den ersten Auswärtssieg der noch jungen Saison. "Dieser Sieg war gut für unser Selbstvertrauen. Jetzt können wir uns voll und ganz auf den kommenden Sonntag konzentrieren", so Wolf abschließend.

Für die Tussies geht es am kommenden Samstag in Ketsch um zwei Punkte. Die Werkselfen empfangen zum Ende der "englischen Woche" die HSG Bad Wildungen Vipers.

Statistik:




TuS Metzingen: Kohorst, Roth (beide Tor) - Zapf (11/5), Pandza , Quist, v. Wetering (1), Degenhardt (1), Albek, Niederwieser (3), Weigel (1), v. d. Baan, Hübner, Brøns (1), Haggerty (4), Rott, Korsos (1/1)

Bayer Leverkusen: Fehr, Graovac (beide Tor) - Jurgutyte (1), Hinkelmann, Sprengers (3), Zschoke (4), Holste, Souza (2), Kämpf, Bruggeman (1), Keita (5), Einarsdottir (5), Huber (4/1)

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