12.10.2020 10:38 Uhr - 1. Bundesliga - dpa und PM Neckarsulm

SV Union Halle-Neustadt bleibt daheim ungeschlagen - 24:24 gegen Neckarsulmer Sport-Union

Helena Mikkelsen (re.) konnte 5 Tore erzielenHelena Mikkelsen (re.) konnte 5 Tore erzielen
Quelle: Michael Vogel, SVUH
Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt können im Kampf um den Klassenerhalt weiterhin auf ihre Heimstärke bauen. Marija Gudelj retteten dem Aufsteiger kurz vor dem Ende mit ihrem Treffer zum 24:24 (13:11)-Endstand gegen die Neckarsulmer Sportunion noch einen Punkt. Damit bleiben die Saalestädterinnen vor heimischer Kulisse weiterhin ungeschlagen und setzen sich im Mittelfeld der deutschen Eliteliga fest. Für Neckarsulm erzielte Lucie-Marie Kretzschmar (5) die meisten Treffer. Für Halle trafen außerdem auch Helena Mikkelsen (5) und Danique Boonkamp (5/5) jeweils fünf Mal ins Schwarze.

Nach 60 umkämpften Spielminuten kann die Neckarsulmer Sport-Union am Sonntagnachmittag beim SV Union Halle-Neustadt zumindest einen Punkt mehr auf dem Konto verbuchen. Gleich zweimal kämpfte sich die Sport-Union im Spielverlauf nach vier Toren Rückstand zurück, die eigene Vier-Tore-Führung (19:23) konnte in der Schlussphase allerdings nicht zum Sieg genutzt werden.

"Natürlich müssen wir die Führung besser zu Ende spielen und dürfen diese Führung eigentlich nicht mehr abgeben. Aber auswärts ein Punkt ist immerhin ein Punkt - vor allem bei einem so schlechten Spiel von uns, indem wir nicht zu unserer gewohnten Spielweise finden.", erklärt Tanja Logvin.

Bereits in den ersten Minuten der Partie war die Sport-Union im Angriff mit einigen Fehlwürfen gestartet, die hauptsächlich von Anica Gudelj im Tor der Wildcats pariert werden konnten. In den ersten 15 Minuten fand die Sport-Union nicht zur Normalform und ließ Halle-Neustadt durch die fehlende Ausbeute im Angriff auf 7:3 davon ziehen. In der Folge kam die NSU aber besser in Fahrt und konnte durch eine Umstellung in der Defensive, wodurch Helena Mikkelsen bei den Wildcats eng gedeckt wurde, aufschließen sowie kurze Zeit später auch ausgleichen.

Rote Karte für Kretzschmar




Noch vor der Halbzeitpause übernahm Halle-Neustadt beim 13:11 erneut die Führung und kam zunächst auch wieder besser aus der Kabine. Neckarsulm agierte in der zweiten Hälfte allerdings mit einer umgestellten Abwehr in der 5:1-Deckung und stellte die Gastgeberinnen damit vor deutlich mehr Probleme. Dazu brachte Tanja Logvin im Angriff mit Sara Senvald und Jill Kooij zwei Kreisläuferinnen, die vor allem für Lucie-Marie Kretzschmar gute Wurfpositionen erarbeiteten.

Kretzschmar war es in der 39. Minute auch, die den erneuten Ausgleich und fünf Minuten später sogar die erste Neckarsulmer Führung erzielte. Über 16:17 setzte sich die Sport-Union innerhalb von zehn Minuten in der stärksten Phase auf 19:23 ab und hatte den ersten Auswärtssieg in der Saison knapp sechs Minuten vor Spielende in der eigenen Hand.

Für die starke Moral, mit der zweimal ein 4-Tore-Rückstand aufgeholt wurde, belohnten sich die Neckarsulmerinnen in der Schlussphase allerdings nicht. Ein Doppelschlag von Marija Gudelj brachte Halle-Neustadt wieder näher ran, dazu bekam Lucie-Marie Kretzschmar nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte.

Nachdem Lea Gruber den 23:24-Anschluss erzielte, bekam Jojo Rode im darauffolgenden Angriff keinen Siebenmeter zugesprochen und Danique Boonkamp verwarf auf der anderen Seite erstmals vom Strich. 40 Sekunden vor dem Spielende traf erneut Marija Gudelj zum lautstark umjubelten Ausgleich. Der letzte Angriff zur Chance auf den weiterhin möglichen Sieg endete mit einem Freiwurf von Irene Espinola Perez nach der Schlusssirene, der allerdings im Block der Wildcats hängen bleibt.

Die Partie Re-Live auf Sportdeutschland.TV






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