06.10.2020 08:36 Uhr - 1. Bundesliga - PM Oldenburg, red

Jenny Behrend: "Der Lehrgang war anders als sonst"

Jenny BehrendJenny Behrend
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Jenny Behrend weilte in der vergangenen Woche bei der deutschen Nationalmannschaft. Im Gespräch mit dem vereinseigenen Pressedienst sprach die Rechtshänderin vom VfL Oldenburg über den Lehrgang unter Corona-Bedingungen und blickt auf die kommenden Aufgaben bei den Handball-Luchsen der HL Buchholz 08-Rosengarten und dem Heimspiel gegen den Thüringer HC

Nach der WM 2019 war es der erste Lehrgang der Nationalmannschaft. Wie hast du die Nominierung erlebt?

Jenny Behrend:
Ich war erstmal überrascht. Ich muss gestehen, dass ich durch den Corona-bedingten Abbruch der letzten Saison, die späte Vorbereitung auf die Saison und vor allem die lange Unsicherheit ob und wie wir in die Saison starten können, einen Lehrgang und eine mögliche Normierung gar nicht auf dem Schirm hatte. Wenige Tage vor unserem ersten Spiel, als der Fokus schon voll auf dem Saisonbeginn lag, erreichte mich dann die Nominierung und ich habe mich riesig gefreut, dass ich den Adler wieder auf der Brust tragen darf.

Corona hat ja sicher auch den Lehrgang geprägt, oder?

Jenny Behrend:
Das kann man so sagen. Es fing schon damit an, dass mit Emily Bölk und Julia Behnke zwei Spielerinnen Coronabedingt nicht zum Lehrgang kommen konnten. Natürlich herrschte Maskenpflicht in vielen Bereichen, wir wurden dreimal in einer Woche einem Coronoa-Test unterzogen und auch außerhalb der Halle war es anders als sonst. So haben wir nicht alle zusammen an einem Tisch gegessen, sondern immer in Zweigruppen mit unserer Zimmerkollegin. Der Lehrgang war anders als sonst, aber wir haben das als Team sehr gut gemeistert. Emily und Julia waren per Zoom bei allen taktisch-technischen Besprechungen zugeschaltet. So waren sie auch dabei, aber eben anders als sonst. Bei den Spielen war es dann schon ein bisschen komisch, vor leeren Rängen die Nationalhymne zu singen.

Du bist im zweiten Spiel gegen Weltmeister Niederlande zum Einsatz gekommen. War klar, dass du nur bei einem Spiel im Kader sein würdest? Warst du mit deiner Leistung zufrieden?

Jenny Behrend:
Wir waren mit 23 Spielerinnen beim Lehrgang. Somit war klar, dass nicht alle beide Spielen bestreiten konnten. Mit Amelie Berger und Marlene Zapf habe ich zwei starke Konkurrentinnen auf meiner Position. Ich freue mich, dass ich zum Einsatz gekommen bin und auch zwei Treffer markieren konnte. In der Abwehr war ich mit meiner Leistung ganz zufrieden, aber im Angriff ist definitiv noch Luft nach oben, insbesondere in der Chancenauswertung. Da habe ich mich schon geärgert, dass ich das ein oder andere klare Ding nicht gemacht habe.

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Nun geht´s in der Liga weiter und am 14. Oktober kommt der Thüringer HC in die kleine EWE-Arena. Wie siehst du diesem Spiel entgegen?

Jenny Behrend:
Mit dem THC kommt ein Riesenhammer in die EWE-Arena. Die Mannschaft gehört für mich zur den Titelaspiranten und hat in Bietigheim gezeigt was sie draufhaben. Sie sind klarer Favorit gegen uns, was aber nicht heißt, dass wir uns kampflos geschlagen geben. Wir können gegen den THC befreit aufspielen und solange wir möglich mithalten. Dazu müssen wir in der Abwehr richtig ackern, geduldig spielen und versuchen unsere Leistung abzurufen, so wie wir es gegen Metzingen geschafft haben.

Momentan liegt allerdings der Fokus voll auf dem Spiel am 10.10. 2020 in Rosengarten. Wie wichtig ist es für Dich, dass Zuschauer in der Halle sind?

Jenny Behrend:
Mega wichtig. Es ist unfassbar cool endlich wieder in der EWE-Arena einlaufen zu dürfen und die Unterstützung durch die Zuschauer zu spüren. Auch wenn aktuell wegen der Corona-Auflagen nicht mehr als 500 Zuschauer in die Halle kommen dürfen, gibt uns das enormen Rückenwind, den wir gegen den THC besonders gut gebrauchen können.

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