27.09.2020 13:41 Uhr - 2. Bundesliga - PM Rödertal, red

"Haben uns ins Spiel gekämpft": Rödertalbienen bringen Füchse Berlin ins Wanken

Ronja Nühse parierte einen SiebenmeterRonja Nühse parierte einen Siebenmeter
Quelle: Heiko Nühse, HCR
Beim Spiel gegen die Tabellenführerinnen aus Berlin zeigten die Rödertalbienen eine starke Leistung und konnten trotz der 26:29 (9:16) ? Niederlage erhobenen Hauptes von der Platte gehen. Schließlich lieferten sie sich mit dem Aufstiegsfavoritinnen einen offenen Schlagabtausch.

Ohne die verletzte Saskia Nühse, dafür wieder mit Lara Tauchmann und Isabel Wolff sowie Nachwuchstalent Vanessa Huth gingen die Sächsinnen in die Partie. Den Bienen war die Nervosität deutlich anzumerken. Entsprechend viele leichte Fehler erlaubten sie sich in der Anfangsphase.

Die Spreefüxxe legten gleich zu Beginn los, Bo Dekker (6/2 Tore) konnte direkt den ersten Siebenmeter nutzen. Auch beim Bienen-Angriff konnte Ann-Catrin Höbbel (5 Tore) nur regelwidrig gestoppt werden. Beim fälligen Siebenmeter glich Rabea Pollakowski (10/5 Tore) mit einem Aufsetzer zum 1:1 aus.

Doch die Gäste drückten aufs Tempo. Mit selbstsicherem Auftreten, dank drei deutlichen Siege zum Saisonstart, gelang ihnen beinahe jede Aktion. Die Gastgeberinnen waren schnell mit 1:5 im Hintertreffen, Cheftrainer Schneider nahm nach gerade einmal fünf Minuten die erste Auszeit.

Der Weckruf half, Jasmin Eckart erzielte nach einem klugen Pass von Pavlina Novotna das 4:5 (9.). Bei den Spreefüxxen war die Überraschung deutlich zu spüren. Auch ihnen gelang nun nicht mehr jede Aktion. Bis zum 7:8 in der 16. Minute, nach einem Tempo-Gegenstoß den Höbbel vollendete, war die Partie vollkommen offen. Dann verloren die Bienen allerdings den Rhythmus, haderten mit Schiedsrichterentscheidungen und verloren mit einem 0:5-Lauf zum 7:13 (25.) den Anschluss und am Ende ging es mit einem klaren 9:16 in die Pause.

Rödertalbienen kämpfen sich heran




Die Bienen kamen schwungvoll aus der Kabine, doch die Spreefüxxe fanden immer wieder eine Antwort. Nach Zeitstrafen gegen Novotna und Ann Rammer verkürzte Anna Frankova (5 Tore) auf 14:21. Das Momentum war nun auf Seiten der Gastgeberinnen, die innerhalb von dreißig Sekunden durch Höbbel und Pollakowski zum 17:22 kamen.

Auch die dritte Zeitstrafe gegen Novotna und die damit verbundene Rote Karte steckte der HCR weg. Unter anderem auch, weil Ronja Nühse einen Siebenmeter parierte. In den Schlussminuten wurde es noch einmal hektisch. Lisa Loehnig nutzte eine Lücke in der Gäste-Abwehr zum 23:27. Dann war Frankova am Kreis eingelaufen und verwertete einen Pass von Kreibich. Auch das nächste Tor zum 25:27 (54.) ging auf das Konto der HCR-Rechtsaußen. Das Spiel stand plötzlich auf der Kippe, aber Fabienne Kunde und Tina Wagenlader waren mit wichtigen Toren zum 26:29-Endstand zur Stelle.

"Ein ganz großes Danke geht heute an die Fans, die für eine geile Stimmung in der Halle gesorgt haben. Ein zweites Dankeschön muss ich meiner jungen Mannschaft für die gezeigte Leistung aussprechen. In der ersten Hälfte hatten wir uns mehr vorgenommen, haben aber zu viele Fehler gemacht. Besonders die jungen Spielerinnen waren nervös. Doch wir haben uns ins Spiel gekämpft", so HCR-Chefcoach Karsten Schneider.

Rödertal: Ann Rammer, Ronja Nühse,
Rabea Pollakowski (10/5), Ann-Catrin Höbbel (5/1), Anna Frankova (5), Jasmin Eckart (2), Pavlina Novotná (2), Lisa Loehnig (2), Victoria Hasselbusch, Emilia Ronge, Tammy Kreibich, Lara Tauchmann, Isabel Wolff, Lara Steglich (n.e.), Vanessa Huth (n.e.)

Siebenmeter: 6/6 ; 3/6
Strafminuten: 12/6
Zuschauer: 264

Spielverlauf:
1:5 (5.), 4:6 (10.), 6:8 (15.), 7:9 (20.), 7:13 (25.), 9:16 (HZ),
13:21 (35.), 17:22 (40.), 20:25 (45.), 21:26 (50.), 25:27 (55.), 26:29 (EN)