27.09.2020 12:06 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Endlich wieder zu Hause": Thüringer HC mit erfolgreicher Heimpremiere in renovierter Salza-Halle

Zufriedenheit beim Thüringer HCZufriedenheit beim Thüringer HC
Quelle: Marco Wolf
Der Thüringer HC hat die Heimpremiere in der neu renovierten Salza-Halle gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten mit 33:22 (19:11) gewonnen. In dem vom Gastgeber dominierten Spiel taten sich die Gäste von Beginn an schwer und hatten dem vorgelegten Tempo des THC wenig entgegensetzen. Mit elf Toren zeigte sich Emma Ekenman-Fernis als beste Werferin der Thüringerinnen. Mit je vier Treffern waren für die Luchse Evelyn Schulz, Marleen Kadenbach und Fatos Kücükyildiz am erfolgreichsten.

"Der Thüringer HC hat sich akribisch auf uns vorbereitet und uns in der ersten Halbzeit den Schneid abgekauft, als wir vor Respekt überhaupt nicht unser Potenzial abrufen konnten"

Vor gut 500 Zuschauern folgte der erste Heimauftritt in der eigentlich für 2.000 Zuschauer konzipierten Salza-Halle. Nach einer kurzen Phase des Abtastens sollte der Premierentreffer dann Beate Scheffknecht vorbehalten werden und profitierend von einer Zeitstrafe gegen Julia Herbst zogen die Gastgeberinnen zum 6:1 davon und erzwangen die erste Auszeit von Luchse-Coach Dubravko Prelcec. Zu oft scheiterten seine Frauen im Abschluss an Marie Skurtveit Davidsen oder blieben in der THC-Abwehr hängen.

Durch die Umstellung auf einer 5:1-Abwehr änderte sich wenig, denn Emma Ekeman-Fernis gelang bei ihrem 11:4 die erste Sechs-Tore-Führung. Beim 12:7 von Evelyn Schulz schienen sich die Luchse gefangen zu haben, allerdings verlor man dann Marleen Kadenbach. Die bis dahin beste Torschützin der Gäste erhielt ihre zweite Zeitstrafe und sah nach einer anschließenden Diskussion wegen Meckerns dann die dritte Zeitstrafe und folglich Rot.

Wenig später musste auch Kim Berndt noch heraus und in der doppelten Überzahl zog der THC auf 15:7 davon. THC-Co-Trainer Helfried Müller wechselte jetzt kräftig durch und hielt das Tempo weiter hoch. Damit setzte er die Luchse weiter unter Druck. Positiver Pluspunkt für die Gäste war ein gehaltener Siebenmeter gegen die sonst so treffsichere Emma Ekenman-Fernis. Beim Stand von 19:11 wurden die Seiten gewechselt und die groß aufspielende Heimmannschaft konnte sich beruhigt auf den zweiten Abschnitt der Partie vorbereiten.

Prelcec: "Konnten vor Respekt überhaupt nicht unser Potential abrufen"




Nach dem Seitenwechsel verloren die Handball-Luchse auch noch Kim Berndt frühzeitg. Die Rückraumspielerin traf bei einem Siebenmeter das Gesicht von Marie Skurtveit Davidsen und sah die direkte Rote Karte. Drei Minuten der zweiten Hälfte waren gespielt, da erzielte die kaum aufzuhaltende Emma Ekenman-Fernis den ersten zehn Torevorsprung zum 21:11.

Bekamen die Luchse eine Wurfchance, war Marie Skurtveit Davidsen zur Stelle. Nach 45 Minuten hatte der THC den Vorsprung auf 28:15 erhöht. Youngster Arwen Rühl trug sich dabei zweimal in die Torschützenliste ein und rechtfertigte einmal mehr das Vertrauen ihres Trainerteams. Ihre Einsatzzeit wusste auch Petra Blazek unter anderem mit einer Siebenmeterparade gegen Fatos Kücükyldiz zu nutzen, am Ende stand ein klares 33:22 zu Buche.

"Endlich sind wir wieder zu Hause und mit diesen Fans können wir hier in der neuen Halle noch Großes schaffen. Wir wollten von Anfang an mit Härte und einer stabilen Abwehr dem Gegner den Zahn ziehen. Das ist uns über den gesamten Spielverlauf geglückt", so THC-Chefcoach Herbert Müller, der die Heimpremiere am Spielfeldrand verfolgte.

"Der Thüringer HC hat sich akribisch auf uns vorbereitet und uns in der ersten Halbzeit den Schneid abgekauft, als wir vor Respekt überhaupt nicht unser Potential abrufen konnten. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht, standen schlecht in der Deckung und konnten unsere Chancen nicht verwerten, das war enttäuschend. In der Pause habe ich den Mädels noch einmal detailliert ihre Aufgaben zugewiesen und das hat dann schon viel besser geklappt, deshalb kann ich insgesamt zufriedener sein", so Luchse-Coach Dubravko Prelcec.

"Die vielen Zeitstrafen haben den Spielfluss zeitweise etwas stocken lassen, aber ansonsten ist unser Matchplan aufgegangen. Alle Spielerinnen erhielten ihre Einsatzzeit und gaben ihr bestes. Besonders möchte ich aber Marie Skurtveit Davidsen hervorheben, die eine überragende erste Halbzeit zeigte", so Müller.

Thüringer HC - HL Buchholz 08-Rosengarten 33:22 (19:11)




Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes 2, Emma Ekenman-Fernis 11/3, Beate Scheffknecht 4/1, Anouk Nieuwenweg, Asli Iskit 2, Meike Schmelzer, Ina Großmann 2, Arwen Rühl 2, Ines Khouildi, Kerstin Kündig 1, Lydia Jakubisova 2, Nina Neidhart 4, Marketa Jerabkova 3, Josefine Huber

HL Buchholz 08-Rosengarten: Mareike Vogel, Zoe Ludwig; Louise Cronstedt 3, Evelyn Schulz 4, Maj Nielsen, Marleen Kadenbach 4/1, Sarah Lamp, Kim Berndt 1, Fatos Kücükyildiz 4/1, Svea Geist, Melissa Luschnat 1, Alexia Hauf 2, Julia Herbst 3

Siebenmeter: 4/5 ; 2/4
Strafminuten: 10/12
Disqualifikation: Marleen Kadenbach (19., 3. Zeitstrafe); Kim Berndt (35.)
Zuschauer: 500
Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski



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