25.09.2020 10:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Nach Sieg in Freiburg: Tigers aus Waiblingen wollen gegen Wuppertal nachlegen

Ramona RuthenbeckRamona Ruthenbeck
Quelle: Carma, TVB
Die Tigers aus Waiblingen wollen den Schwung aus dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende in Freiburg ins Heimspiel gegen den TVB Wuppertal (Samstag, 18:30 Uhr, Rundsporthalle Waiblingen) mitnehmen.

Obwohl Freiburg durch die Niederlage gegen den VfL auf den letzten Tabellenplatz rutschte, bescheinigte deren Trainer Ralf Wiggenhauser seinem Team "die bislang beste Saisonleistung". Umso wertvoller stufen die Waiblingerinnen den Erfolg im Breisgau ein, zumal die Tigers in der vergangenen Saison noch an gleicher Stelle unterlagen. "Die Mannschaft hat sich für ihre tolle Moral und ihre Einsatzbereitschaft mit einem Sieg belohnt", freute sich denn auch Tigers-Coach Thomas Zeitz über den 29:26-Erfolg.

Dieser soll den Tigers auch entsprechenden Auftrieb gegen ihren nächsten Gegner TVB Wuppertal geben. Wuppertal musste am vergangenen Wochenende eine knappe 24:27-Niederlage gegen den allerdings in puncto Aufstieg auch hochgehandelten BSV Sachsen Zwickau einstecken. "Die Leistung stimmte - das Ergebnis leider nicht!", bilanzierten die Bergischen Handballerinnen im Nachgang.

Der TVB Wuppertal steht auch nach dem dritten Saisonspiel mit leeren Händen da, hatte sich zwar gegen den Favoriten als ebenbürtiger Gegner präsentiert, scheiterte letztlich jedoch an der schlechten Chancenverwertung in der zweiten Spielhälfte. Da hatte der TVB in der Defensive mitunter Beton angerührt, verpasste es aber, hieraus Kapital zu schlagen.

Bei Wuppertal "Aufwärtstrend erkennbar"


Das Team vollzog nach dem Ende der vergangenen Saison einen starken Umbruch: 11 Abgängen stehen acht neu verpflichtete Spielerinnen gegenüber. Auch auf der Trainerbank gab es beim TVB einen Wechsel: Seit dieser Saison wird der ehemalige Erstligist (Saison 2007/2008) vom 30-jährigen Dominik Schlechter gecoacht.

"Auch wenn bei unseren Mädels der Aufwärtstrend klar erkennbar ist, sind wir gegen Waiblingen erneut in der Außenseiterrolle und wollen uns dort so gut wie möglich verkaufen", beurteilt TVB-Chef Norbert Koch die Ausgangssituation. Allerdings macht man beim TVB auch keinen Hehl daraus, dass man sich in der Rolle des Underdogs zur Zeit sehr wohl fühlt - nicht zuletzt um den Druck vom neu formierten, jungen Team zu nehmen.

Bislang erfolgreichste Torschützinnen beim TVB sind Ramona Ruthenbeck (27 Tore/davon 16 Strafwürfe) und Neuzugang Nika Matavs (13/1). Die beiden erzielten somit fast zwei Drittel aller bisherigen Wuppertaler Treffer. Bei allem Respekt vor dem morgigen Gegner hat Waiblingen ein klares Ziel: VfL-Trainer Thomas Zeitz erhofft sich nun auch den ersten Heimerfolg der Saison.

"Wichtig war, dass wir in Freiburg auch aus dem Rückraum torgefährlich waren. Wenn wir in der Abwehr noch etwas abgeklärter werden, geht es Stück für Stück voran in der Entwicklung des Teams." Weiterhin fehlen wird bei den Waiblingen Tigers Neuzugang Judith Tietjen. Die Linksaußenspielerin laboriert noch immer an der schweren Ellenbogenverletzung, die sich sich im Saisonauftaktspiel bei den Spreefüchsen Berlin zugezogen hat.