25.09.2020 10:05 Uhr - 2. Bundesliga - PM HC Rödertal

Spitzenreiterinnen aus Berlin zu Gast im Rödertal

Rabea PollakowskiRabea Pollakowski
Quelle: Martin Zilse, HCR
Zum zweiten Mal ist der HC Rödertal im heimischen Bienenstock gefordert. Am Samstag, den 26. September 2020, sind die Spreefüxxe Berlin zu Gast. Die Partie gegen die Hauptstädterinnen beginnt, wie schon das erste Heimspiel, um 18:30 Uhr. Wie auch schon in den letzten drei Spielzeiten werden die Heimspiele des HC Rödertal im Internet via Livestream auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Schon in der Vorbereitungsphase ließ HCR-Präsident Andreas Zschiedrich mit seiner Aussage zu den Spreefüxxen aufhorchen: "Für mich zählen die Berlinerinnen zum ganz engen Kreis der Favoritinnen, wenn es um die vordersten Plätze geht. Sie haben sich klug verstärkt. Trainerin Susann Müller hatte noch mehr Zeit, um ihre Spielphilosophie zu vermitteln."

Die Gäste bestätigten diese Vorschusslorbeeren und starteten mit drei deutlichen Siegen in die Spielzeit 2020/2021. Zum Auftakt ließen sie im heimischen Fuxxbau den Tigers des VfL Waiblingen keine Chance (29:18). Diesen Schwung nahmen sie mit in das nächste Spiel gegen den TSV Nord Harrislee. Auch auswärts fuhren sie einen ungefährdeten 28:20-Sieg ein. Zuletzt überrollten die Tabellenführerinnen (6:0 Punkte) auch TG Nürtingen mit 36:20.

Die Ergebnisse zeigen, dass die ehemalige Nationalspielerin Müller auf der Trainerbank bisher einen guten Job macht und die Neuzugänge gut integriert hat. Immerhin beendete die langjährige Führungsspielerin Anna Blödorn vor der aktuellen Saison ihre Karriere. Als Ersatz konnte Lynn Molenaar vom norwegischen Erstligisten Molde HK in die Hauptstadt gelotst werden. Die variabel einsetzbare Rückraumspielerin stand zuletzt auch im erweiterten Aufgebot der niederländischen A-Nationalmannschaft.

Duell der Höbbel-Schwestern


An ihrer Seite sorgt Fabienne Kunde, deren Vertrag im Sommer verlängert wurde, für jede Menge Torgefahr. Eine weitere große Veränderung gab es auf der Torhüter-Position. Annabell Krüger wechselte zum HC Leipzig und kurz vor dem Saisonstart zog sich Chantal Pagel einen Kreuzband- und Meniskusriss zu. Dadurch standen die beiden Neuzugänge Sarah Hübner und Sofie Svarrer Hansen direkt im Fokus.

Schon kurz nach dem Abbruch der letzten Saison wurden auch die Arbeitspapiere von Kreisläuferin Tina Wagenlader, Linksaußen Anna Ansorge und Rückraumspielerin Linea-Sophie Höbbel verlängert. Auf der Außenposition wechselte außerdem Zeliha Puls von den Luchsen aus Rosengarten zu den Spreefüxxen.

Im letzten Aufeinandertreffen konnte Ann-Catrin Höbbel das Schwesternduell mit Linea-Sophie noch für sich entscheiden. Allerdings ging es schon damals sehr knapp zu und die Bienenmannschaft setzte sich erst in einer glücklichen Schlussphase mit 28:26 durch. In den ersten Spielen der neuen Spielzeit zeigte der HC Rödertal noch zu viele Schwächen. Besonders an der Trefferquote muss noch gefeilt werden.

Schneider: "Machen zu viele Fehler, die vermeidbar sind"


HCR-Cheftrainer Karsten Schneider ahnte dies schon und mahnte bereits nach dem ersten Saisonspiel zur Geduld: "Ich habe schon einige Male gesagt, dass unsere Vorbereitungsphase wahrscheinlich bis Dezember andauert. Wir machen noch zu viele Fehler, die vermeidbar sind. Es dauert eben seine Zeit, bis alle Rädchen ineinandergreifen."

Außerdem schraubte er die Erwartungen für das Spiel am kommenden Samstag zurück: "Die Spreefüxxe Berlin sind ein Aufstiegsfavorit. Aus meiner Sich ist es eines der einfachsten Heimspiele der Saison, denn wir sind klar in der Außenseiterrolle."

Allerdings will er die beiden Punkte nicht kampflos mit nach Berlin schicken: "Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen. Wir wollen den starken Gegner nutzen, um uns selbst zu steigern und weiter zu entwickeln."

HC Rödertal vs. Füchse Berlin im Livestream auf Sportdeutschland.TV