25.09.2020 08:57 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Thüringer HC will "schönen Start zu Hause hinlegen", Handball-Luchse "ohne Druck nach Thüringen"

Lydia Jakubisova war angeschlagenLydia Jakubisova war angeschlagen
Quelle: Daniel Glaser, Kurpfalz Bären
Die Rollenverteilung ist klar, wenn die HL Buchholz 08-Rosengarten als 13. der aktuellen Tabelle nach ihrem 24:20-Sieg über die HSG Bad Wildungen zum Thüringer HC reist. Der mehrfache Deutsche Meister besiegte in Rheinland-Pfalz den 1. FSV Mainz 05 deutlich mit 36:22 und belegt mit 5:1 Zählern den 2. Rang hinter den verlustpunktfreien Flames aus Bensheim/Auerbach.

"Das wird sicher ein unbequemer Gegner. Sie sind nach drei Spieltagen mit ihrem Sieg über Bad Wildungen auch in der Liga angekommen", so THC-Co-Trainer Helfried Müller, der seit der letzten Partie den wegen eines Sehnenrisses im Oberschenkel verletzten Chefcoach Herbert Müller vertritt und zufrieden mit dem Saisonstart ist. "Man hat gesehen, es ist ein langer Weg. Ein steiniger Weg. Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Wir freuen uns riesig darauf, nun wieder heimzukommen. Wir haben die Salza-Halle und unsere Fans so sehr vermisst. Jetzt wollen wir mit den, wegen der Corona-Pandemie nur beschränkt zugelassenen Zuschauern, nach dem gelungenen Bundesligaauftakt, auch einen schönen Start zu Hause hinlegen."

Für das neu formierte Team des THC ist die Begegnung gegen die Luchse das erste Heimspiel der neuen Saison 2020/21 und 500 Zuschauer werden das Spiel in der Halle mitverfolgen dürfen. "Unter normalen Bedingungen hätten wir bestimmt ein volles Haus. Wir kommen zwar heim, in unsere so beliebte und von den Gegnern so gefürchtete Salza-Halle, aber für den THC ist alles neu. Eine neue Mannschaft, eine neue Halle, die ich und die Mannschaft noch nicht gesehen haben. Wir werden am Freitag das erste Mal die Halle kennenlernen, einen Rundgang machen und dort auch zum ersten Mal trainieren", so Helfried Müller.

Für Dubravko Prelcec, den Trainer der HL Buchholz 08-Rosengarten, stellt sich die Frage nach dem Favoriten überhaupt nicht: "Der THC hat trotz des Umbruchs eine tolle Mannschaft mit großartigen Einzelspielerinnen. Wir sind in erster Linie sehr glücklich, dass wir am letzten Samstag die ersten beiden Punkte verbuchen konnten. Das wird mein Team sicherlich beflügeln, aber ich bin nicht so vermessen in Thüringen etwas Zählbares einzufordern. Wir wollen uns weiter steigern und möglichst lange das Spiel offenhalten und einen erneuten Lernfortschritt verzeichnen, um uns unserer erreichbaren Spielstärke weiter anzunähern."

Handball-Luchse müssen "im gebundenen Spiel variabler und effektiver werden"


Der Aufsteiger steht vor der Aufgabe die "geballte Klasse" der Gastgeberinnen zu stoppen. "Das ist sicher sehr schwer, aber nicht unmöglich, wenn die Deckung den THC in das Positionsspiel zwingt und im Verbund schnell verschiebt und kompromisslos zupackt, dann bekommen sie Schwierigkeiten. Wenn eine Beate Scheffknecht beim Wurf nicht gehindert wird, dann versenkt sie den Ball in den Winkel. Es wird auch unbedingt nötig sein, bei Ballverlusten schnell wieder in der Ordnung zu stehen, um leichte Kontertore des Gegners zu vermeiden. Der THC will dieses Spiel vor heimischer Kulisse unbedingt gewinnen und die Luchse haben hier die Chance selbstbewusst aufzuspielen und ihr Potential abzurufen. Je länger sie das Spiel offen gestalten können, umso größer wird der Druck für den haushohen Favoriten", so die Handball-Luchse in ihrer Mitteilung.

Matthias Steinkamp vom Luchse-Trainer-Team erläutert seine Erwartung zum Spiel gegen den Thüinger HC: "Klare Vorzeichen im Spiel auswärts beim Thüringer HC. Wir können ohne Druck nach Thüringen reisen und unabhängig vom Ergebnis uns weiterentwickeln. Besonders im gebundenen Spiel müssen wir variabler und effektiver werden. Alle freuen sich auf das Kräftemessen mit solch einer Mannschaft."

Zuletzt waren beim Thüringer HC Petra Blazek und Lydia Jakubisova leicht angeschlagen. "Aber wir gehen davon aus, dass das Team beim ersten Heimspiel komplett dabei sein wird und auch alle spielen werden", sagt Helfried Müller abschließend.

Die Partie im Livestream auf Sportdeutschland.TV