24.09.2020 14:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

SG BBM Bietigheim feiert Derbysieg in Neckarsulm

Kim Naidzinavicius steuerte zwei Tore zum Sieg bei.Kim Naidzinavicius steuerte zwei Tore zum Sieg bei.
Quelle: Marco Wolf
Nach der Niederlage in der EHF Champions League bei Metz Handball war die SG BBM am 4. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen bei der Neckarsulmer Sport-Union gefordert und feierte einen 24:17 (15:10)-Auswärtserfolg. "Wir haben zwei verdiente Auswärtspunkte geholt", bilanzierte Markus Gaugisch. "Wir wollten weiter eine Stabilität in unser Spiel bringen, das haben wir heute teilweise erreicht. Mit der Konstanz bin ich dennoch nicht zufrieden."

In der Neckarsulmer Ballei ging die SG BBM, die auf Karolina Kudlacz-Gloc, Anna Loerper und Leonie Patorra verzichten musste, konzentriert in dieses Württemberg-Derby. Torhüterin Emily Sando glänzte in dieser Anfangsphase mit einigen starken Paraden. Nach zwölf Minuten nahm NSU-Trainerin Tanja Logvin beim Stand von 7:3 für Bietigheim ihre erste Auszeit.

Die SG BBM drückte weiter aufs Tempo, verteidigte konsequent und konnte in der Offensive netzen. Ex-Neckarsulmerin Nele Reimer trug sich gegen ihren ehemaligen Club ebenfalls in die Torschützenliste ein, als sie zum 12:8 traf. Mit einer 15:10-Führung für die Gäste ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Abschnitt zunächst das gleiche Bild wie im ersten Durchgang. Neckarsulm bemühte sich, wieder heranzukommen, fand aber nur schwer Lücken im Bietigheimer Abwehrverbund hinter der stark aufspielenden Torhüterin Emily Sando. Die Norwegerin hatte am Ende 17 Paraden zu verzeichnen, darunter einige freie Würfe vereitelt. Nach 35 Minuten zog Bietigheim auf 17:11 davon.

Danach folgte eine Schwächephase im Spiel der SG-Ladies, Neckarsulm kam zu leichten Treffern. Nur noch 18:15 stand es nach 42 gespielten Minuten. Gaugisch hatte genug gesehen und holte sein Team zur Auszeit, doch die NSU kam auf zwei Tore (18:16) heran.

Luisa Schulze markierte anschließend jedoch das wichtige 19:16. Bietigheim besann sich wieder auf seine Stärken in der Abwehr und agierte konzentrierter im Offensivspiel. Nach dem 21:17 von Antje Lauenroth ging es in die letzten zehn Minuten dieses Spiels. Hier ließ Bietigheim nichts mehr anbrennen, verteidigte hart, so dass die Gastgeberinnen ohne Torerfolg blieben.

"Die paar kleinen Fehler zu viel hat Bietigheim am Ende bestraft und das Spiel dadurch in den letzten zehn Minuten gewonnen", bilanzierte Tanja Logvin. "Aber wir haben über 60 Minuten nie aufgegeben, haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und wir hatten keinen Respekt. Das gefällt mir an meiner Mannschaft und ich bin mächtig stolz auf die Mädels."

Für beide Mannschaften geht es in der Handball Bundesliga Frauen erst nach der Länderspielpause weiter. Den Bietigheimerinnen bleibt jedoch dennoch nur wenig Luft zum Durchatmen, denn bereits am Samstag, 26. September, geht es in der EHF Champions League gegen den norwegischen Meister Vipers Kristiansand (18:00 Uhr, MHPArena).