24.09.2020 11:32 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, red

"Wir haben uns sportlich in der ersten Halbzeit selbst gekillt": Buxtehude geht in Dortmund unter

Dirk Leun: "Wir haben uns sportlich in der ersten Halbzeit selbst gekillt"Dirk Leun: "Wir haben uns sportlich in der ersten Halbzeit selbst gekillt"
Quelle: Stefan Michaelis
Der Buxtehuder SV geht mit einer deutlichen Niederlage in die erste Länderspielpause der Saison. Beim Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund verlor das Team von Dirk Leun deutlich mit 19:36. "Wir haben uns sportlich in der ersten Halbzeit selbst gekillt", bilanzierte der Trainer. Es war die dritte Niederlage in Serie für seine Mannschaft.

Nach der guten Leistung bei der knappen Niederlage gegen die TuS Metzingen wollte der BSV auch in Dortmund ein versöhnliches Ergebnis erzielen. Bereits in der Anfangsphase deutete sich jedoch ab, dass dies nicht eintreten würde. Die ersten vier Würfe des BSV landeten am Pfosten, sodass der Titelfavorit früh mit 3:0 führte. Erst nach der ersten Auszeit von Trainer Dirk Leun erzielte Lisa Antl das erste Tor für die Gäste.

In der Deckung hatte Buxtehude vor allem Probleme über die Außen. Von den ersten zwölf Treffern erzielte der BVB acht über die Außenposition und per Gegenstoß über Kelley Vollebregt und Jennifer Gutierrez Bermejo. Nach dem 4:12 nach nicht einmal einer Viertelstunde legte Leun bereits die zweite Grüne Karte. In den anschließenden Minuten gestaltete Buxtehude das Geschehen kurzzeitig ausgeglichen. Lynn Schneider traf zum 9:16.

Der Treffer von Schneider sollte allerdings der letzte vor der Halbzeit gewesen sein. Trotz zwischenzeitlicher Überzahl erzielte Buxtehude kein weiteres Tor. Stattdessen baute der BVB den Vorsprung bis zum Pausenpfiff auf 24:9 aus.

"Wir haben uns nicht an den Matchplan gehalten", urteilte Leun. "Unsere ersten fünf Angriffe waren nie länger als acht Sekunden. Natürlich treffen wir auch den Pfosten, aber das hat nicht nur etwas mit Pech zu tun. So laufen wir gegen einen Gegner wie Dortmund ins offene Messer."

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Nach dem Seitenwechsel war der BSV um Ergebniskosmetik bemüht. Die Deckung stand besser und auch im Angriff fand das Team zunehmend Lösungen. Antl verkürzte den Rückstand auf zehn Tore zum 18:28 (47.). Was zu diesem Zeitpunkt keiner ahnte: Es sollte das vorletzte Tor des BSV an diesem Abend sein. Lone Fischer erzielte wenig später das 19:29.

Im Anschluss fand Buxtehude keine Mittel mehr gegen die Deckung der Borussinnen. Stattdessen drehte Dortmund noch mal auf. Mit einem 7:0-Lauf in den letzten zwölf Minuten schraubten sie das Ergebnis auf 36:19 in die Höhe.

"Die zweite Halbzeit war besser von der Abwehrleistung und einer guten Torwart-Leistung von Lea her", hielt Leun fest. "Am Ende haben wir es verpasst, ein besseres Ergebnis mitzunehmen. Verlieren wir 24:36, kann ich nach der ersten Halbzeit damit leben. So ist es eine harte und bittere Erfahrung."

Nach der Länderspielunterbrechung geht es für den Buxtehuder SV am Sonntag, 11. Oktober um 15 Uhr gegen Bayer 04 Leverkusen weiter. "Es ist gut, dass jetzt erstmal Pause ist und wir uns alle schütteln können", hielt Leun fest. "In den Heimspielen gegen Leverkusen und Bensheim müssen wir eine andere Leistung zeigen. Danach werden wir sehen, wo die Reise hingeht."