21.09.2020 10:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Waiblingen gewinnt gegen Red Sparrows Freiburg "ein Kampfspiel zweier bis dahin siegloser Teams"

8/4 Tore: Nadine Czok8/4 Tore: Nadine Czok
Quelle: Red Sparrows Freiburg
Mit dem ersten Saisonsieg im Gepäck kehrten die Tiger Girls des VfL Waiblingen vom Kellerduell bei den Freiburger Red Sparrows zurück. Im Breisgau erhöhten die Waiblingerinnen in der zweiten Halbzeit ihre Chancenverwertung deutlich, allen voran Altina Berisha, die neun Tore zum 29:26-Erfolg (10:10) beisteuerte.

Wie schon in den ersten beiden Spielen stotterte der Waiblinger Angriffsmotor auch in Freiburg eine Halbzeit lang. "Wir haben unsere Angriffe aber auch da schon gut aufgebaut", befand Tigers-Coach Thomas Zeitz nach dem Spiel. "Doch wir haben zu viele Torchancen nicht genutzt." Daher lag Freiburg, angeführt von ihrer besten Torschützin Nadine Czok (8/4), im ersten Durchgang lange Zeit in Führung.

Beflügelt von der Unterstützung der Fans und der frühen Führung konnten die Breisgauerinnen diese zwar nicht weiter ausbauen, hielten die Gäste aus Schwaben allerdings über 20 Minuten in Schach, ehe man in der 25. Minute nach einem Treffer von Tanja Padutsch (6 Tore) das erste Mal die Führung abgeben musste. Zunächst noch deutlicher mit 4:1, später immer noch mit 9:7 (22. Minute).

Der VfL hielt mit "toller Moral" (Zeitz) dagegen und ließ sich durch die ausgelassenen Torchancen nicht entmutigen. Noch vor dem Pausenpfiff deutete sich an, dass die Tigers immer konzentrierter und konsequenter beim Torabschluss wurden. Der Ausgleichstreffer durch Christiane Baum, die auf Grund einer kleinen Trainingsverletzung nur wenige Minuten auf dem Feld stand, markierte gleichzeitig den Halbzeitstand von 10:10.

Wiggenhauser: "Haben stark angefangen und klasse Abwehr gestellt"




"Wir haben stark angefangen und eine klasse Abwehr gestellt. Allerdings haben wir selber auch nur zehn Tore geworfen, was vor allem an den schwächeren zweiten 15 Minuten lag. In dieser Phase waren wir ein bisschen planlos und haben das Tempo vermissen lassen", fasste Red-Sparrows-Trainer Ralf Wiggenhauser die erste Halbzeit zusammen.

Nach zunächst noch ausgeglichenem Start in den zweiten Durchgang (11:11) übernahm der VfL zunehmend das Ruder und zog auf 16:12 davon. Allen voran Halblinksspielerin Altina Berisha, in der ersten Halbzeit noch ohne Torerfolg, drehte nun mächtig auf. Ihre neun Tore, davon zwei per Strafwurf, sowie die Treffer von Rechtsaußenspielerin Tanja Padutsch (6), halfen dem Waiblinger Team in späteren Phasen der Partie immer wieder aus engeren Spielstandsituationen heraus.

Dass es zwischenzeitlich überhaupt wieder eng wurde, letztmals beim 22:23-Anschlusstreffer durch Nadine Czok elf Minuten vor dem Ende, lag an der Waiblinger Abwehr. "Freiburg spielte einige sehr lange Angriffe. Da steht unsere Abwehr zwar 30 bis 40 Sekunden lang wach dagegen, ist mitunter aber noch zu naiv und kassiert dann doch noch den Gegentreffer", so VfL-Coach Zeitz. "Doch auch das gehört zur Entwicklung einer Mannschaft."

Zeitz: Sieg "wichtig für die Moral der Mädels"




"Mit der zweiten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir haben ein gutes Tempo gespielt und vorne klare Aktionen gemacht. Leider haben wir hinten nicht mehr so gut gespielt wie in den ersten 30 Minuten, was aber auch, muss man ehrlich sagen, daran lag, dass Waiblingen im Angriff eine sehr gute zweite Halbzeit gespielt hat", so Wiggenhauser zu Halbzeit Zwei.

Mitentscheidend für den Erfolg in Freiburg war für den Waiblinger Trainer, dass im VfL-Rückraum nicht nur Berisha glänzte, sondern auch Caren Hammer, Vanessa Nagler und Sinah Hagen trafen. "Wir machen heute 14 Tore aus dem Rückraum, und dann gewinnt man auch so ein Kampfspiel zweier bis dahin siegloser Teams.", freute sich Thomas Zeitz über den ersten Saisonerfolg. "Der war natürlich wichtig für die Moral der Mädels."

Neben einer starken Freiburger Teamleistung und der Topscorerin Nadine Czok zeigten Simone Falk, welche mit drei Toren in Halbzeit Eins überzeugte, und Carolin Spinner, mit fünf Toren (davon zwei 7-Meter) zweitbeste Freiburgerin an diesem Abend, ebenfalls starke individuelle Leistungen.

Wiggenhauser: "Unsere beste Leistung in dieser Saison"




"Zusammengefasst war das, über 60 Minuten gesehen, unsere beste Leistung in dieser Saison. Deshalb bin ich natürlich schon unzufrieden, dass wir nichts mitnehmen konnten. Ich hätte es den Mädels heute extrem gewünscht, gerade wenn man sieht, welchen Aufwand sie betreiben und welche Leistungen sie jeden Tag im Training bringen", rekapitulierte Ralf Wiggenhauser die Partie.

Einen besonderen Moment erlebten die Zuschauer außerdem noch in der 57. Spielminute, als Luciana Villavicencio zum 23:27 traf. Der Treffer von Rechtsaußen markierte für die 18-Jährige das allererste Tor im Dress der Red Sparrows. Das Nachwuchstalent spielt seit ihrer Kindheit für die HSG Freiburg und steht seit dieser Saison im Kader der ersten Mannschaft.

HSG Freiburg: Debora D´Arca, Svenja Wunsch,
Hannah Person, Christiane Baum (1), Angelika Makelko (2), Rebecca Dürr (4), Natacha Buhl, Carolin Spinner (5/2), Kathrin Disch, Nadine Czok (8/4), Leonie Hartl, Simone Falk (3), Liza Ehret, Luciana Villavicencio (1), Marie Lipps (2)

VfL Waiblingen: Branka Zec, Celina Meißner, Vivien Chantal David
Vanessa Nagler (3), Kyra Teixera da Silva, Lucija Zeba (2), Sinah Hagen (3), Mariel Wulf, Caren Hammer (1), Aaricia Smits (2/2), Tanja Padutsch (6), Altina Berisha (9/2), Louisa de Bellis, Simona Nikolovska, Alina Ridder (1), Vivien Jäger (2)

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