14.09.2020 16:22 Uhr - 2. Bundesliga - PM BSV, PM HSG, red

BSV Sachsen Zwickau feiert ersten Heimsieg gegen die HSG Freiburg

Isa-Sophia Rösicke war mit sechs Treffern erfolgreichste Schützin ihres Teams.Isa-Sophia Rösicke war mit sechs Treffern erfolgreichste Schützin ihres Teams.
Quelle: BSV Sachsen Zwickau
Der BSV Sachsen Zwickau hat das erste Heimspiel der Saison 2020/21 in der 2. Handball Bundesliga Frauen gegen die HSG Freiburg mit 21:13 (7:8) Toren gewonnen. Beste Torschützin war Isa-Sophia Rösike mit sechs Treffern. Nadine Czok war mit vier Toren beste Freiburgerin des Abends.

In Vorbereitung des Spiels war bei allen Beteiligten, egal ob Aktiven oder dem Team hinter dem Team, die Anspannung nicht zu übersehen. Das Trainerteam der Zwickauerinnen musste, nach der Verletzung von Carlotta Fege (Meniskus-OP), erneut am System und Aufstellung basteln und zum anderen war es die Premiere für das erste Spiel mit Zuschauern unter Umsetzung des Hygienekonzept. "Beides ist am Ende und zur Freude Aller aufgegangen", so der Verein.

Die Partie in der Sporthalle Neuplanitz begann sehr zäh, keiner wollte Fehler begehen und so dauerte es einie Minuten, ehe der 1.Treffer gelang - und zwar den Gästen aus dem Breisgau. Die beiden besten Werferinnen der "Red Sparrows" an diesem Abend, Nadine Czok und Christiane Baum, brachten die Freiburgerinnenmit 2:0 in Führung.

Die 295 Zuschauer, die auch unter den Corona-Bedingungen bis zum ersten Tor ihres Teams stehend zuschauten, wurden erst in der zehnten Minute erlöst. Isa-Sophia Rösike erzielte den 1:2 Anschlusstreffer - doch das Spiel des BSV wurde nicht besser. Vor allem im Angriff lag der Fehlerteufel der Zwickauerinnen, zu oft stand die gegnerische Torhüterin oder Pfosten und Latte einem Erfolg im Wege.

Dieses Manko nutzen die Gäste aus und bauten so den Vorsprung auf vier Tore zum 2:6 aus. Bei den Hausherrinnen wurde das Spiel jetzt besser und man kämpfte sich heran. Mit drei Toren in Folge schafften Hausherr, Rösike den Anschluss und Elaine Rode den ersten Gleichstand zum 6:6. Der Pausenstand von 7:8 hielt aber für die 2.Halbzeit die Spannung hoch.

"Wir konnten kein größeres Kapital schlagen. Die Möglichkeit, deutlich höher zu führen, war da", bilanzierte Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser nach dem Spiel die Anfangsphase.

Mit Wiederanpfiff zappelte der Ball fünfmal in Folge zum 12:8 im Tor der Freiburgerinnen. Mit einem jetzt druckvolleren Spiel, wobei die Abwehr in Zusammenarbeit mit Torhüterin Ela Szott, den Grundstein legte, hielt das Rentsch-Team den Vorsprung konstant und baute ihn noch aus. So sehr sich die HSG Freiburg auch bemühte, man fand nicht mehr zum Spiel der 1.Hälfte und musste dem Spieltempo jetzt auch etwas Tribut zollen. Bei den Zwickauerinnen konnten sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen, was die vom Trainer beschrieben Breite im Team, eindrucksvoll bestätigte.

"Nach der Pause wurde es schwierig. Die Kräfte schwinden bei uns und Zwickau geht auf drei/vier Tore weg. Dann wurde es natürlich schwierig dagegen zu halten", beschrieb Wiggenhauser die zweite Halbzeit und sah dennoch auch viel Positives an diesem Vorabend in Sachsen: "Ich war mit unserer Abwehr wirklich sehr zufrieden und denke, es war heute definitiv eine große Verbesserung zur Vorwoche", so der HSG-Coach, der insbesondere mit der Offensive haderte.

Mit diesem Erfolg behielt der BSV Sachsen Zwickau seinen Platz im Spitzenfeld der noch jungen Saison. Norman Rentsch dazu: "Schon wegen der angespannten Personalsituation müssen wir weitere konzentriert arbeiten, um die kommenden Aufgaben erfolgreich meistern zu können". Die Red Sparrows hingegen stehen gemeinsam mit Bremen, Rödertal, Wuppertal und dem kommenden Gegner VfL Waiblingen mit 0:4 Punkten am unteren Ende der Tabelle.

BSV Sachsen Zwickau:
Zenner, Szott; Hausherr (3), Rösike (6), Magnusdottir (1), Pavlovic (3), Bolze (1), Choinowski (2), Pester (2), Ertl (2), Rode (1)

Red Sparrows:
D"Arca, Wunsch; Person (2), Baum (3), Makelko (1x2?), Dürr (2), Buhl, Spinner (1), Disch, Czok (4/3), Falk (1), Ehret, Villavicencio, Lipps