13.09.2020 09:27 Uhr - 1. Bundesliga - bsv, dpa, red

"Fehlwürfe für drei Spiele": Buxtehuder SV unterliegt Union Halle-Neustadt

Swantje Heimburg (re.) im Duell mit Annika LottSwantje Heimburg (re.) im Duell mit Annika Lott
Quelle: Stefan Michaelis
Die Handballerinnen des SV Union Halle-Neustadt haben eine glanzvolle Heimpremiere in der ersten Bundesliga gefeiert. Der Aufsteiger bezwang am Samstag den Buxtehuder SV mit 25:23 (12:13) und hatte diesen Erfolg in erster Linie der überragenden Torfrau Anica Gudelj zu verdanken, die 19 gegnerische Würfe parierte. Die meisten Tore für den Neuling erzielte Danique Boonkamp (7/4). Torfrau Katharina Filter (18 Paraden) und Annika Lott (9) überzeugten bei Buxtehude.

Die Gastgeberinnen standen in der Anfangsphase völlig neben sich. Buxtehude zog über 4:0 (5.) auf 8:3 (14.) davon. Der Mittelblock des BSV stand und bei Würfen von den Außen war Torfrau Katharina Filter oder der Pfosten zur Stelle.

Ein Bruch kam in das BSV-Spiel, als Annika Lott in der 16. Minute bereits ihre zweite Zeitstrafe erhielt. Trainer Dirk Leun ließ die Rückraumspielerin zunächst auf der Bank. Dafür gab Paula Prior ihr Comeback. Mit ihrem ersten Wurf traf sie auch zum 10:7. Doch weder die Führung noch die zahlreichen Überzahlsituationen (fünf in der ersten Halbzeit), brachten Sicherheit in das Spiel des BSV.

Stattdessen erlaubte sich die Mannschaft im Angriff zunehmend Fehlwürfe und technische Fehler. Die ´Wildcats´ nutzten dies und stellten mit dem 10:11 von Cecilie Woller den Anschluss her. In einer Auszeit stellte Leun seine Spielerinnen wieder ein und schickte Lott zurück auf das Feld. Die Führung konnte bis zur Pause behauptet werden. Mit einem 12:13 ging es in die Kabine. Dies lag auch an einer Doppelparade von Filter wenige Sekunden vor der Sirene.

Filter war es auch zu verdanken, dass Buxtehude zu Beginn der zweiten Hälfte im Spiel blieb. Der BSV verschlief den Start und lag schnell 13:15 zurück. Die Fehler im Angriff häuften sich. Es fehlte die Durchschlagskraft. Einzig Annika Lott fand in dieser Phase Lücken und brachte ihr Team beim 16:15 wieder in Führung.

"Doch die erneute Führung konnte die enttäuschende Leistung nicht ausblenden", so die Niedersächsinnen in ihrer Vereinsmitteilung. Zwar blieb die Partie ausgeglichen, doch Buxtehude ließ auch in der Deckung die letzte Entschlossenheit vermissen. Einen 19:22-Rückstand glich das Team noch mal aus. In den Schlussminuten hatte Halle-Neustadt das bessere Ende für sich. Anica Gudelj wehrte zwei Würfe von Annika Lott ab und Helena Mikkelsen blieb zweimal Siegerin gegen Filter. Am Ende verlor Buxtehude verdient mit 23:25.

"Das war ein richtig schlechtes Spiel von uns und in vielen Bereichen mangelhaft. Wenn Kathi nicht überragend hält, fällt die Niederlage deutlicher aus. Wir haben nach dem 8:3 den Faden verloren", so Buxtehudes Trainer Dirk Leun, der vor allem mit der eigenen Leistung seiner Mannschaft haderte: "30 Fehlwürfe reichen normalerweise für drei Spiele. Wir haben eine Unmenge von Fehlern gemacht, so kann man kein Auswärtsspiel gewinnen. Uns hat die Spannung gefehlt, die Dinger reinzumachen. Da gibt es nichts zu Beschönigen. Wir haben unnötig zwei Punkte verloren."

SV Union Halle-Neustadt - Buxtehuder SV 25:23 (12:13)

Halle-Neustadt: A.Gudelj, Lepschi
Dietz 1, Winkler, Smit, Heimburg, Woller 2, Gruber 2, Boonkamp 7/4, Nowack 3, Mikkelsen 2, Funke 3/2, Redder 2, Mazzucco 1, Dierks, M.Gudelj 2

Buxtehude: Rühter, Filter
Süchting, Heldmann 1, Fischer 5/3, Düvel, Antl 1, Dölle, Scherer, Ossenkopp 1, Lott 9, Schneider, Prior 1, von Prittwitz, Golla, Müller-Korn 5/2

Siebenmeter: 6/6 ; 5/7
Strafminuten: 14/8
Disqualifikation: Woller (3. Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Tobias Tönnies und Robert Schulze
Zuschauer: 200