10.09.2020 15:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM TSV

"Stück für Stück zu einer neuen Routine" - Renate Wolf über Leverkusener Start vor 300 Zuschauern

Die Handball-Bundesliga ist am vergangenen Wochenende in den Spielbetrieb zurückgekehrt. Bedingt durch Corona kamen auf die Vereine einige Änderungen und Neuerungen zu. Für die Werkselfen vom TSV Bayer 04 Leverkusen bedeutete dies unter anderem die Begrenzung auf 300 Zuschauer in der heimischen Ostermann Arena unter Berücksichtigung der erforderlichen Hygienemaßnahmen. Renate Wolf, Handball-Geschäftsführerin in Leverkusen, äußert sich im Interview.

Frau Wolf, das erste Pflichtspiel unter Corona-Bedingungen. Wie fällt ihr Fazit aus?

Renate Wolf:
Die Tatsache, dass wir im Vorfeld eine Woche zuvor gegen den Thüringer HC einen Testlauf in der Ostermann Arena hatten, kam uns am vergangenen Sonntag zum Bundesligastart gegen Halle-Neustadt sicherlich zugute.

Diese veränderten Abläufe waren für alle Beteiligten, darunter auch unsere neuen Spielerinnen, damit kein Neuland. Mit den Abläufen bin ich sehr zufrieden und bin natürlich froh, dass der Frauen-Handball zurück auf der Sportlandkarte ist.

Die Abläufe rund um das Spiel haben also nach ihren Vorstellungen funktioniert?

Renate Wolf:
Das Organisationsteam in und um die Arena herum hat in Zusammenarbeit mit dem Gesamtverein und dem Sportpark Leverkusen einen hervorragenden Job gemacht. Die Abläufe wurden im Vorfeld gut durchdacht und strukturiert, sodass wir eine zügige Abwicklung an den Eingängen und Kassen hatten und es keine großen Wartezeiten gab. Es gab viel positives Feedback, was uns sehr gefreut hat.

Bedarf es noch weiterer Ergänzungen? An welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden?



Renate Wolf:
Sicherlich müssen wir zum nächsten Spiel noch ein paar Dinge nachjustieren, aber das sind lediglich Kleinigkeiten. Wichtig ist, dass sich die Zuschauer sicher fühlen und wieder gerne zu unseren Spielen kommen.

Allen, die vor Ort waren, kann ich ein Kompliment für ihr diszipliniertes Verhalten, wie das konsequente Tragen des Mundnasenschutzes, aussprechen. Die Zuschauer haben sich mit der neuen Situation arrangiert und ich bin sicher, dass wir Stück für Stück zu einer neuen Routine kommen!

Was können Sie als Vorreiter im Ballsport anderen Sportarten raten?

Renate Wolf:
Ich finde es sehr bemerkenswert, dass wir mit dem Frauen-Handball als erste Indoor-Profilliga in Deutschland wieder den Spielbetrieb aufgenommen haben. Andere Ligen, wie auch deren zweite Ligen, haben teilweise ihren Saisonbeginn nach hinten verschoben.

Ich freue mich, dass wir Handballerinnen unter den neuen Gegebenheiten wieder begonnen haben und zeigen, dass es mit dem notwendigen Respekt und unter Berücksichtigung aller notwendigen Sicherheitsbedingungen funktionieren kann. Ich persönlich finde es zudem sehr wichtig, dass wir gestartet sind und so die Kinder und Jugendlichen ihre Vorbilder wieder live sehen können.

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