07.09.2020 08:33 Uhr - 1. Bundesliga - PM Flames Handball, red

HSG Bensheim/Auerbach Flames nach klarem Derbysieg bei Meenzer Dynamites "absolut zufrieden"

Natalie Adeberg überwindet die Flames-AbwehrNatalie Adeberg überwindet die Flames-Abwehr
Quelle: Axel Kretschmer - Mainz 05
Ein Traumstart ist den Flames der HSG Bensheim/Auerbach in die neue Saison der Handball Bundesliga Frauen (HBF) gelungen. Am 1. Spieltag der Saison 2020/21 setzte sich das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm bei den Meenzer Dynamites des 1. FSV Mainz 05 souverän mit 34:22 (19:10) durch und verbuchte die ersten zwei Punkte. Beste Werferin der Flames war Kreisläuferin Isabell Hurst mit 7 Treffern, beim Gastgeber war Carina Gangel mit 6 Toren am erfolgreichsten.

"Das erste Spiel ist immer das Schwerste. Wir haben uns alle total darauf gefreut. Wir haben ja wirklich sechs Monate darauf gewartet, uns endlich wieder zu messen. Es ging endlich um zwei Punkte und es war superschwer. Wir waren gewarnt, auch wenn wir heute vielleicht Favorit waren. Wir haben uns vorgenommen keine 25 Tore zu bekommen, das haben wir geschafft und wir haben 34 erzielt, das muss man erst einmal machen. Jetzt haben wir die zwei Punkte. Von daher sind wir absolut zufrieden", kommentierte Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zusammenfassend die Leistung beim Bundesliga-Auftakt.

Für Alicia Soffel war es auch gleich ein besonderes Spiel, denn letzte Saison trug sie noch das Trikot des Gastgebers und war dort die beste Torschützin. Davon ließ sie sich aber nicht beirren und erzielte in ihrem ersten Pflichtspiel fünf Tore für die Flames. Das Spiel begann auf beiden Seiten hektisch - es waren noch nicht einmal drei Minuten gespielt, da gab es schon die ersten zwei Zeitstrafen.

Nach 37 Sekunden erwischte es Natalie Adeberg bei den Meenzer Dynamites, zwei Minuten später Isabell Hurst bei den Flames. Lisa Friedberger scheiterte nach 44 Sekunden mit ihrem Siebenmeter, ließ sich davon aber nicht beirren und netzte ihren nächsten wenige Sekunden später zum ersten Tor des Spiels und zur 1:0-Führung der Flames ein.

Und die Handballerinnen von der Bergstraße legten nach - Christin Kühlborn erhöhte auf 2:0, ehe dann auch Torhüterin Helen van Beurden sich mit einem gehaltenen Siebenmeter auszeichnete und nach Adebergs 3:5 (9.) mussten die Dynamites dann mit einem 0:6-Lauf endgültig abreißen lassen. Beim 6:16 (25.) durch Alicia Soffel betrug der Abstand erstmals zehn Tore, mit einem 10:19 war der erste Durchgang beendet.

Mainz in erster Halbzeit "überhaupt nicht auf Augenhöhe"




"Wir waren in der 1. Halbzeit absolut überhaupt nicht auf Augenhöhe. In der Halbzeit habe ich der Mannschaft gesagt, sie sollen bei null anfangen und es als Vorbereitung für die kommenden lösbaren Aufgaben sehen. Mit der zweiten Halbzeit kann ich ganz gut leben", resümierte der Mainzer Trainer Florian Bauer nach dem Spiel. Bauer, der sein erstes Spiel für die Mainzer coachte, sieht das Ergebnis als eine Folge der nicht optimal gelaufenen Vorbereitung. "Hallenprobleme, später hinzukommende Spielerinnen und quasi ein kompletter Neuaufbau bei viel zu wenigen Trainingseinheiten", benennt der Verein in seiner Meldung die Gründe für den Mainzer Coach. Aber er sehe, so der Klub weiter, durchaus Potenzial in der Mannschaft und hoffe, dass sich in einigen Wochen die Mannschaft deutlich stabiler und effektiver präsentieren wird.

Mainz kam stabiler aus der Pause und konnte den Rückstand lange Zeit konstant halten. Bei den Flames wurde munter durchgewechselt und jede Spielerin erhielt ihre Spielanteile. Nach dem 27:16 (44.) durch Isabell Hurst lagen die Flames erstmals mit 11 Toren in Front. Beim 32:19 (55.) durch Ines Ivancok waren es sogar 13 Tore und die virtuelle Tabellenführung. Am Ende war es ein ungefährdeter und deutlicher 34:22-Erfolg.

"Ich bin froh, dass wir die zwei Punkte haben und ich bin froh, dass wir es über den ganzen Spielverlauf geschafft haben, Mainz auf Abstand zu halten. Wir haben viele Dinge ausprobiert und haben viel gewechselt. Von daher können wir mit dem Saisonstart absolut zufrieden sein", so Heike Ahlgrimm anschließend.

Die Flames-Trainerin verliert aber trotz des klaren Derbyerfolgs nicht die Bodenhaftung. "Wir haben gegen Mainz versucht unser Tempospiel aufzubauen. Das hat teilweise schon gut geklappt, wir haben aber noch viel Arbeit vor uns, aber das wissen wir auch. Ich glaube, dass wir in einem langen Entwicklungsprozess sind. Das war heute der 1. Schritt und wir haben die ersten zwei Punkte. Alles andere kommt in den nächsten Wochen und den nächsten Spielen", so Ahlgrimm.

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