06.09.2020 12:08 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM THC, red

Thüringer HC hat bei Kurpfalz Bären "gefightet bis zum Schluss"

8 Tore: Lara Eckhardt8 Tore: Lara Eckhardt
Quelle: Daniel Glaser, Kurpfalz Bären
Der Thüringer HC ist mit einem Sieg in die neue Saison der Frauen-Handball-Bundesliga gestartet. Die Mannschaft von Trainer Herbert Müller gewann am Samstag bei den Kurpfalz Bären mit 30:22 (15:9). Beste THC-Werferin war Emma Ekenman-Fernis mit sechs Treffern. Für die Gastgeberinnen erzielte Lara Eckhardt acht Tore.

Fast vier Minuten brauchte es, ehe Lydia Jakubisova von der rechten Außenbahn das erste Tor der Partie zum 1:0 für die Thüringerinnen erzielte. Im Gegenzug glich Rebecca Engelhardt aus und Lena Feiniler legte zur Führung der Bären nach. Die Bären gingen in der Abwehr offensiv und selbstsicher zur Sache, in der Folge kassierte Lara Eckhardt die erste Zeitstrafe. Im Überzahlspiel netzte Kerstin Kündig zum 2:3 ein.

Der Thüringer HC ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und baute konzentriert sein Angriffsspiel auf. Den zweiten von insgesamt vier Siebenmetern verwandelte die Schwedin Emma Ekenman-Fernis zum 3:7. Cheftrainer Adrian Fuladdjusch zog bei den Kurpfalz Bären die grüne Karte und rief sein Team zur Auszeit. Auch beim THC lief noch nicht alles rund und auch Herbert Müller sah wenig später noch einmal Redebedarf.

Die Schwächen im Umschaltspiel der Gäste nutzte Lara Eckhardt und lief sich frei, um mit viel Platz zum 5:7 zu verkürzen. Danach mussten die Hausherrinnen aber musste dem Druck der Gäste nachgeben und so erzielte Josefine Huber, die den Ball mit einer Hand annehmen konnte, die erste Fünf-Tore-Führung (5:10 - 19. Minute). Der mehrfache Deutsche Meister zog weiter weg, auf das 7:15 antworteten die Bären sofort und legten innerhalb von 30 Sekunden zweimal nach. Cara Reuthal und Lara Eckhardt nutzten die Chancen in der letzten Minute der ersten Hälfte, um zum Halbzeitstand von 9:15 zu verkürzen.

Rote Karte für Engelhardt




Die Kurpfalz Bären bemühten sich immer wieder, die Lücken in der THC-Abwehr zu finden und so ihre Chancen aus dem Rückraum zu nutzen. Aber der Thüringer HC behielt die Kontrolle, das 12:19 führte zur zweiten Auszeit der Gastgeber. Hinter der Abwehr parierte einmal mehr Petra Blazek im Thüringer Tor, vorn erhöhte Beate Scheffknecht zum 14:23.

Noch lief nicht alles rund beim Thüringer HC. Dass die Vorbereitung holpriger als in den letzten Jahren verlief, merkte man der Mannschaft an. Nicht alle Spielzüge klappten im Angriff und in der Abwehr fehlte es noch an Abstimmung. Ketsch musste den THC zwar auf neun Tore davon ziehen lassen, kam jedoch seinerseits zu einfachen Toren. In der 53. Minute nahm Herbert Müller beim Stand von 17:25 die letzte Auszeit.

Vier Minuten waren noch zu spielen,18:25 stand auf der Anzeigetafel, als Adrian Fuladdjusch seine letzte Auszeit für die Kurpfalz Bären nahm. Ketsch bäumte sich nochmal auf, der THC antwortete auf die Tore der Gastgeberinnen und kontrollierte so die Schlussminuten. Nach einem Tempogegenstoß, den Emma Ekenman-Fernis zum 21:29 abschloss, sah Rebecca Engelhardt die rote Karte. Ihre Klasse bewies THC-Neuzugang Asli Iskit in der letzten Minute. Erst täuschte sie ein Zuspiel auf die Außenposition zu Ina Großmann an und befreite sich so von ihrer Gegenspielerin, um dann selbst zum 22:30-Endstand abzuschließen.

"Wir haben heute ein kampfbetontes Spiel gesehen. Ketsch hat sich ordentlich verkauft. Wir haben gefightet bis zum Schluss. Ketsch hat gut dagegen halten. Wir haben heute noch viele Fehler gemacht. In so einem Spiel geht es aber auch nicht um schön spielen, sondern darum die Punkte mitzunehmen und das haben wir geschafft", so THC-Chefcoach Herbert Müller.

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