06.09.2020 08:34 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Rödertalbienen haben Auftakt gegen Nürtingen "in der Deckung verloren"

6/4 Tore: Rabea Pollakowski6/4 Tore: Rabea Pollakowski
Quelle: Heiko Nühse, HCR
Der HC Rödertal zeigte beim Saisonauftakt gegen die TG Nürtingen eine schwache Leistung. Bei der 22:30-Niederlage setzten die Bienen kaum Akzente und konnten nur in den ersten zehn Minuten mit ihren Gegnerinnen mithalten. Als Spielerin des Tages wurde bei den Gästen Laetitia Quist (10 Tore) und beim HCR Rabea Pollakowski (6/4 Tore) ausgezeichnet.

"Mein erstes Spiel für den HCR werde ich leider nicht vergessen können. Wir haben die Partie in der Deckung verloren und ohne Abwehr kann man nicht gewinnen. Die Mannschaft ist noch jung. Da läuft nicht alles rund. Ich werde im Training die Dinge, die wir heute falsch gemacht haben, ansprechen und weiter daran arbeiten", so Rödertals Cheftrainer Karsten Schneider.

"Ich hatte schon gedacht, dass wir hier etwas holen können", sah sich Nürtingens Trainerin Ausra Fridrikas in ihren Erwartungen bestätigt. Mit einer sehr aufmerksamen Abwehrleistung wartete die TG Nürtingen vom Anpfiff weg auf und ließ den Gastgeberinnen nur wenig Chancen zur Entfaltung im Angriff. Mit derselben Konsequenz rollten dagegen ein ums andere Mal die Attacken gen Rödertals Tor.

Schon der Start in die Partie war für die Bienenfans zum Kopfschütteln. Den ersten Treffer des Spiels erzielte Nina Fischer (7 Tore) nach einem tollen Pass von Quist quer über das Feld. Auch das zweite Tor ging auf das Konto der Gäste. Bis zur achten Minute mussten die Zuschauer auf den ersten Treffer der Gastgeberinnen warten - Pollakowski verwandelte den fälligen Siebenmeter nach einem Foul an Jasmin Eckart souverän.

Dass es zu diesem Zeitpunkt nur 1:2 stand, lag an einer überragenden Anfangsphase von Torfrau Ann Rammer. Mit zwei gehaltenen Siebenmetern und mehreren Paraden hielt sie die Bienen im Spiel. Schon in der neunten Minute musste Chefcoach Karsten Schneider beim stand von 1:4 seine erste grüne Karte ziehen.

Seine Worte zeigten Wirkung. Tammy Kreibich und Saskia Nühse verkürzten auf 3:4 und auch Nürtingens Trainerin Ausra Fridrikas war dazu gezwungen, ihr erstes Time-Out zu nehmen. Die TGN setzte sich wieder ab, Bienen-Coach Schneider wechselte munter durch, um ein Rezept gegen die beiden Halbpositionen, Quist und Katarina Pandza (6/1 Tore), zu finden.

Bis zu zehn Tore Rückstand




Einer der Lichtblicke in der ersten Hälfte war das Nachwuchstalent Emilia Ronge, die in der 19. Minute ihren ersten Bundesligatreffer bejubeln konnte und in der Folge noch drei weitere Male traf. Beim Stand von 7:14 nach 24 Minuten nahm HCR-Trainer Schneider bereits sein zweites Time-Out, auch um den Spielfluss der Gegnerinnen zu unterbinden. Im Angriff erlaubten sich die Bienen weiterhin zu viele Ungenauigkeiten. So ging es mit einem 11:18-Rückstand in die Halbzeitpause. "Lena Schmid bot eine sehr erfreuliche Leistung," lobte Fridrikas ihre Torsteherin, die mit ihren Paraden gegen freie Einwurfmöglichkeiten des HCR ihren Vorderleuten den Rücken stärkte.

Auch nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer das gleiche Bild. Zunächst konnte die inzwischen eingewechselte Ronja Nühse, die ebenfalls eine starke Leistung zeigte, in Unterzahl den ersten Treffer in der zweiten Hälfte noch verhindern. Kurz darauf netzte Kreisläuferin Lenya Treusch zum 11:19 ein.

Cheftrainer Schneider ließ die linke Halbposition nun in Pressdeckung nehmen. Auch dieser taktische Kniff brachte nichts. Sukzessive setzten sich die Gäste ab. Nach dem 16:24 durch Rückkehrerin Anna Frankova (4 Tore) in der 49. Minute wurde es plötzlich leer auf der Platte. Innerhalb von nur 25 Sekunden handelten sich Lara Steglich, Kreibich und Eckart Zeitstrafen ein. Die verbliebenen Bienen kämpften, konnten einen zweistelligen Rückstand beim 16:26 jedoch nicht verhindern.

Die Nürtingerinnen schalteten nun einen Gang zurück. Trotzdem bekam der HCR in der Abwehr nur selten Zugriff. In den letzten fünf Minuten durfte auch Lara Tauchmann noch einmal auf die Platte und machte ihre Sache durchaus gut. Frankova und Torfrau Ronja Nühse konnten in der Schlussphase den Schaden noch in Grenzen halten. 30 Sekunden vor dem Ende netzte die Rechtsaußen zum 21:30 ein. Ronja Nühse parierte den letzten Wurf der TGN und spielte noch einmal einen weiten Pass auf die gestartete Frankova, welche den 22:30-Endstand erzielte.

Die Partie Re-Live aus Sportdeutschland.TV






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