05.09.2020 11:39 Uhr - 2. Bundesliga - Ralf Ohm, PM Kirchhof

Schwerer Auftakt für neuformierte Kirchhofer Mannschaft

Klara Schlegel (SG 09 Kirchhof) und Lena Thomas (SV Werder Bremen) beim Heinrich Horn GedächtnisturnierKlara Schlegel (SG 09 Kirchhof) und Lena Thomas (SV Werder Bremen) beim Heinrich Horn Gedächtnisturnier
Quelle: Richard Kasiewicz , SG 09 Kirchhof
Es gibt in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen sicherlich leichtere Auftaktspiele als beim SV Werder Bremen (Sa. 19.30 Uhr). Denn: Die SG 09 Kirchhof reist zu einer Mannschaft im Aufwind und der hat einen Namen: Robert Nijdam, der 48-jährige Ex-Nationalspieler der Niederlande, der am 15. Dezember 2019 Dominic Buttig als Trainer der damals höchst abstiegsgefährdeten Nordlichter ablöste.

"Robert hat in Bremen einiges bewirkt und das wird sich diese Saison fortsetzen", sagt SG-Coach Gernot Weiss über seinen Kollegen, der bis zum Abbruch der Saison 2019/2020 trotz schweren Programms 8:10-Punkte holte. Und in der langen Vorbereitung dem Team noch nachhaltiger seinen Stempel aufdrückte. "Wir wollen mit sehr viel Tempo spielen", erklärt der Ex-Coach von Bayer Leverkusen, der im Februar einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb.

Die Neuzugänge lassen auf (noch) mehr Flexibilität in Rückraum und Abwehr schließen: Merle Heidergott kehrte vom Erstligisten HSG Blomberg-Lippe zurück und mit der A-Jugend-Nationalspielerin Nina Engel (aus der eigenen Jugend) haben die Bremerinnen nun auch eine Linkshänderin im rechten Rückraum. Die Robert Nijdam in der Vorbereitung richtig viel Spaß machte: "Sie hat sich schon toll entwickelt, hat ein gutes Auge für ihre Mitspielerinnen, einen starken Wurf und kann auch in den Zweikämpfen bestehen."

Dazu kommt ein neues Torwart-Duo mit Danique Trooster aus der ersten holländischen Liga (DSVD Deurningen) und Victoria Nigbur vom Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg), die mit dem Team der Universität Hamburg bei der Europameisterschaft der Studierenden den zweiten Platz belegte.

In puncto "Tempo" und "Jugend" hat der Gast (personell) auch einiges getan. "Unser Spiel wird schneller", verspricht Kapitänin Sabljak mit Blick auf die wieselflinken neuen Außen Zerin Özcelik, Katharina Hufschmidt und Hannah Kamp. Das lässt auf eine effektive erste und zweite Welle hoffen. Voraussetzung für einen erfolgreichen Tempogegenstoß sind indes Ballgewinne in der Abwehr. "Und die muss sich", so Weiss` letzte Eindrücke in der Vorbereitung, "unbedingt steigern".

Dazu stehen fünf Spielerinnen für die drei Rückraumpositionen zur Verfügung. Darunter mit Klara Schlegel, dem Talent vom Thüringer HC, endlich mal wieder eine druckvolle Linkshänderin. "Dadurch sind wir aus der zweiten Reihe viel torgefährlicher", freut sich Diana Sabljak, die Torschützenkönigin der letzten Saison, die sich davon selbst mehr Raum zum Abschluss erhofft.

Die 28-Jährige könnte mit Mariel Beugels über die linke Seite kommen oder auch selbst die Zügel des Spiels in die Hand nehmen, um auf der Halbposition den Weg für das norwegische Talent Ida Evjen frei zu machen. Greta Kavaliauskaite, im Mittelblock mit Sabljak gesetzt, kann rechts wie links aushelfen. Neue Optionen, die gleich am ersten Spieltag heftig auf dem Prüfstand stehen.



cs