29.08.2020 11:06 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, red

Buxtehuder SV verliert Härtetest gegen Borussia Dortmund

Der Buxtehuder SV - hier Lone Fischer - unterlag gegen Borussia Dortmund. Der Buxtehuder SV - hier Lone Fischer - unterlag gegen Borussia Dortmund.
Quelle: Stefan Michaelis
Im letzten Härtetest vor dem Bundesliga-Start verlor der Buxtehuder SV gegen Borussia Dortmund mit 24:30 (14:18). "Das Spiel hat gebracht, was wir gebraucht haben - dass wir unsere Grenzen gezeigt bekommen haben", bilanzierte Trainer Dirk Leun und erklärte: "Wir haben Dinge gesehen, die wir besser machen müssen, aber ich habe auch viele positive Dinge gesehen."

Die 186 Zuschauer in der Halle Nord sahen von Beginn eine temporeiche Partie. Beide Mannschaften spielten mit Zug zum Tor und suchten den Abschluss. Vor allem der BVB erlaubte sich dabei kaum Fehler. Mit kraftvollen Würfen ließen sie BSV-Torfrau Katharina Filter nur selten eine Abwehrchance. Doch Buxtehude hielt dagegen, ermöglichte nach Fehlpässen den Gästen jedoch einige leichte Tore. Nach 13 Minuten führte der Champions-League-Teilnehmer mit 10:7.

Nach einer Auszeit von BSV-Trainer Dirk Leun wirkte das Spiel des BSV hektischer. Die eingewechselte Lea Rühter war gut aufgelegt und parierte innerhalb weniger Minuten acht Bälle. Da Buxtehude gegen die aggressive Deckung der Dortmunderinnen nur in Bedrängnis zum Torwurf kam, konnte der Rückstand nicht verkürzt werden. Stattdessen erhöhte Dortmund auf vier Tore zum 13:9. Der Vorsprung blieb bis zum 18:14-Pausenstand auch unverändert.

Der zweite Durchgang startete ebenfalls temporeich. Zunächst drückten die Gäste und der Rückstand des BSV wuchs auf zwischenzeitlich 16:23 an. Buxtehude steckte nicht auf und wehrte sich mit allen Mitteln. Im Tor kam Mitte der Halbzeit Katharina Filter (7 Paraden) besser ins Spiel.

Sie leitete auch den Gegenstoß zum 22:24 ein. Luisa Scherer vollendete und zwang BVB-Trainer André Fuhr zur Auszeit. In dieser Phase trumpfte auch BSV-Zugang Caroline Müller-Korn auf. Gegen ihren ehemaligen Verein sorgte die Spielmacherin mit ihrem siebten Tor per Siebenmeter für den Anschlusstreffer zum 23:24.

In den Schlussminuten legte der BVB nochmal ein Schippe drauf. Die Deckung der Gäste stand besser und zwang den BSV zu Würfen aus schlechten Positionen; zudem gab es mehrere Pfostenwürfe. Die Ballgewinne nutzte Dortmund, um die Partie mit Kontern zu entscheiden. Tessa van Zijl erzielte Sekunden vor dem Ende den 30. BVB-Treffer zum 30:24-Endstand.

"Dortmund ist ein Top-Gegner und hat ein sehr hohes Level gespielt", lobte Leun. "18 Gegentore zur Halbzeit sind zu viel. Das Tempospiel hat gut geklappt und auch mit der Torwart-Leistung bin ich zufrieden. Schade war, dass wir in der Phase als wir auf ein Tor dran waren, drei bis vier Würfe nehmen, die wir nicht nehmen müssen und wir Pech mit den Pfostenschüssen hatten. Da hat Dortmund eiskalt das Spiel entschieden. Insgesamt hat die Balance aber gestimmt."